Gratis-Download

Die größten Attacken auf die Gesundheit vieler Beschäftigter gehen vom täglichen Lärm am Arbeitsplatz aus. Zu den schädlichen Folgen gehört vor allem...

Jetzt downloaden

Umgang mit Lärm: Unterweisen Sie anschaulich und unmissverständlich

5 2 Beurteilungen
Lärmschutz
Urheber: bluedesign | Fotolia

Von Holger Kück ,

Lärm ist schwer zu greifen, man kann ihn nicht sehen und kaum spüren. Er ist für den Mitarbeiter eine Gefährdung, die sich anschleicht und außerhalb des Sichtfeldes angreift. Vielleicht ist das der Grund dafür, weshalb Mitarbeiter so häufig nachlässig mit ihrem Gehörschutz umgehen.

Wie kann man die Lärmschutzmaßnahmen so nachhaltig in einer Unterweisung vermitteln, dass die Gefährdung Lärm ins Bewusstsein rückt?

Lassen Sie die Gefährdung greifbar werden und visualisieren Sie sie. Visualisierungen dienen dem Erkennen, wie laut ein Geräusch wirklich ist. Hierzu gibt es technische Hilfsmittel wie visualisierende Lärmmessgeräte. Gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern in den Betrieb. Messen Sie gemeinsam mit ihnen am Arbeitsplatz selbst und werten Sie die Ergebnisse aus. Geräusche, die man womöglich als nicht gefährdend einschätzt, werden über das Messgerät mit roten Lichtsignalen in einen ganz anderen Kontext gebracht.

Setzen Sie Lärm in einen bildhaften und beispielhaften Rahmen. Wählen Sie eine Alltagssituation, beispielsweise eine Fahrt mit dem Pkw. Setzen Sie Lärm den Verkehrssituationen gleich. Bei einem Tages-Lärmexpositionspegel von über 80 dB erlebt man einen Verkehrsunfall, bei weniger kommt das Fahrzeug ins Schlingern usw. Visualisieren Sie am Flipchart vor der Gruppe, wie viele Unfälle und Schlingerfahrten Ihre Mitarbeiter innerhalb einer Woche erleben. Stellen Sie nun den Mitarbeitern die Frage: Wie viele Unfälle und Schlingerfahrten wird Ihr Gehör verkraften?

Lärm beeinträchtigt die Gesundheit und kann bleibende Schäden verursachen. Versetzen Sie Ihren Mitarbeiter in die Situation, nur noch geringfügig bis gar nicht hören zu können. Evozieren Sie verschiedene Alltagssituationen im Beruf und Privatleben:

  • Gespräch unter Freunden und Kollegen
  • Anweisungen eines Vorgesetzten
  • Einen Film schauen

Versetzen Sie den geringfügig bis gar nicht hörenden Mitarbeiter in Notfallsituationen, z. B. in der Dunkelheit Hilfe zu suchen oder bei einem Brand mit Rauchentwicklung sich in Sicherheit zu bringen. Nehmen Sie dem Mitarbeiter dazu die Fähigkeit, zu sehen und zu hören, und stellen Sie ihm die Aufgabe, sich zu orientieren. Tragen Sie die Empfindungen an einem (vorbereiteten) Flipchart zusammen.

Anzeige

Am Ende einer Unterweisung können Sie mit einer leichten Übung am Flipchart ein einprägendes Signal setzen:

  • Machen Sie eine Spontanabfrage: „Nennen Sie mir jetzt sofort positive Situationen in Ihrem privaten Alltag, in denen das Hören eine Rolle spielt.“
  • Schreiben Sie möglichst alle Punkte mit, bis das Flipchart ausgefüllt ist.
  • Nehmen Sie nun einen roten Marker und gehen Sie jeden Punkt ein: „Mit einem bleibenden Schaden können Sie nicht mehr ... (beispielsweise das Lachen Ihres Kindes hören)“. Streichen Sie den angesprochenen Aspekt rot durch. Verfahren Sie in dieser Weise mit jedem auf dem Flipchart festgehaltenen Punkt.
  • Stellen Sie am Ende die Frage: „Wollen Sie das?“
Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Berufsbegleitender Fernkurs mit 10 Lektionen in nur 7 Monaten

Rechtssicherheit schaffen · Fachwissen erhalten · Arbeitsalltag erleichtern

Informationen und Praxistipps für Sicherheitsfachkräfte und - beauftragte

Jederzeit maximale Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern

Jobs