Gratis-Download

Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

Jetzt downloaden

MSE: Hier leiden Knochen und Muskeln

0 Beurteilungen

Von Martin Weyde,

Arbeiten mit erhöhten Kraftanstrengungen und Krafteinwirkungen gefährden die Gesundheit Ihrer Kollegen, aber werden oft nicht richtig ernst genommen, wenn sie nur gelegentlich vorkommen.

Durch solche Arbeiten können Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) entstehen, und diese gehören zu den häufigsten Ursachen von Arbeitsunfähigkeit. Deshalb kommt Ihren Unterweisungen zu diesen Gefährdungen besondere Bedeutung zu.
Arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich zu verringern, hat sich die GDA – die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie – für die nächsten Jahre vorgenommen.
Arbeiten mit erhöhten Kraftanstrengungen und Krafteinwirkungen lassen sich nach verschiedenen Kriterien beurteilen:

  • Lediglich mittlere Kräfte sind zum Beispiel erforderlich, wenn Werkzeuge wie Bohrer, Schrauber oder Schleifer manuell eingesetzt, Container gelascht oder Eisenbahnwaggons gekuppelt werden. Dafür fallen diese Arbeiten häufig an.
  • Dagegen entstehen hohe Belastungen, wenn beispielsweise Großmaschinen oder Starkstromleitungen montiert werden, aber auch bei Bergungen im Rettungsdienst. Diese Arbeiten kommen jedoch im Vergleich nicht so häufig vor.

Einerseits gibt es für Aktionskräfte keine rechtsverbindlichen Grenzwerte. Andererseits kommt es darauf an, ob die Arbeiten sicher ausgeführt werden können, oder ob zum Beispiel die Gefahr besteht, dabei abzurutschen. Auch die Körperhaltung spielt eine Rolle, und nicht zuletzt, ob die Beleuchtung ausreicht oder Hindernisse die Arbeit erschweren.

 

Für Arbeiten mit erhöhten Kraftanstrengungen und Krafteinwirkungen empfiehlt die BAuA Ihren Kollegen:

  • Benutzen Sie möglichst Werkzeug mit ergonomisch gestaltetem Griff.
  • Achten Sie auf die Anschlagpunkte, wenn Sie Ihren Krafteinsatz einleiten.
  • Benutzen Sie Spezialwerkzeuge.
  • Benutzen Sie möglichst nicht zu schwere Werkzeuge.
  • Achten Sie darauf, dass ausreichender Bewegungsraum vorhanden ist.
  • Stehen Sie auf möglichst ebenem, rutschfestem und stabilem Untergrund.
  • Tragen Sie geeignete Arbeitsschuhe.
  • Führen Sie die Arbeiten möglichst dann durch, wenn Sie genau sehen können, was Sie tun.
  • Setzen Sie bei extremer Temperatur oder Feuchtigkeit Einhausungen und Körperschutzmittel ein.
  • Drosseln Sie Ihr Arbeitstempo.
  • Wechseln Sie be- und entlastende Tätigkeiten ab.
  • Erholen Sie sich zwischendrin.

Allerdings weist die BAuA auch darauf hin, dass Arbeiten mit erhöhten Kraftanstrengungen und Krafteinwirkungen oft nicht an den normalen Arbeitsplätzen in Handwerk und Industrie anfallen, sondern unter Bedingungen, wie sie auf Baustellen bestehen.
Führen Sie zum einen die Unterweisungen bei der Einstellung, vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Veränderungen, neuen Arbeitsmitteln und für besonders schutzbedürftige Kollegen durch.
Sorgen Sie zum anderen dafür, dass Ihre Kollegen üben können, wie sie die körperliche Belastung durch große Anstrengung verringern und Werkzeuge, Hilfsmittel und persönliche Schutzausrüstung richtig und sicher einsetzen.

 

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Rechtssicherheit schaffen · Fachwissen erhalten · Arbeitsalltag erleichtern

Informationen und Praxistipps für Sicherheitsfachkräfte und - beauftragte

Jederzeit maximale Sicherheit im Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern