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Pflegeberufe: Auf gute Schuhe kommt es an

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Von Martin Weyde,

Mitarbeiter in Pflegeberufen sollten ihren Rücken schonen, und gute Schuhe tragen dazu bei. Viele Tätigkeiten in der Pflege müssen in ungünstiger Haltung ausgeführt werden, die das Muskel-Skelett-System belastet.

Außerdem vermeiden gute Schuhe auch in der Pflege SRS-Unfälle – also das Risiko zu stolpern, umzuknicken, auszurutschen oder zu stürzen.

Möchten Sie sich gern von Leuten transportieren lassen, die Sandalen tragen? Oder andersrum: Möchten Sie gern Leute transportieren, während Sie Sandalen tragen? Vermutlich nicht.
Schuhe mit einem Riemen, der die Ferse hält, sind zwar oft im Angebot, aber für die Arbeit in Pflegeberufen ungeeignet. Hinten geschlossene Schuhe schützen nicht nur ihre Träger, sondern auch das, was sie transportieren. Und damit ihre Füße rundum geschützt sind, sollten Ihre Kollegen bei der Anschaffung von Arbeitsschuhen eine Reihe von Kriterien berücksichtigen:
1. Zum einen sorgt eine feste Fersenkappe für sicheren Stand, wenn Ihre Kollegen Patienten bewegen, aufrichten oder betten, aber in Notfällen können sie sich damit auch schneller bewegen. Für solche Aufgaben sind Schuhe ungeeignet, in denen die Füße keinen festen Halt haben, sondern „schwimmen“.
2. Zum anderen schonen hinten geschlossene Schuhe den Rücken, wenn Ihre Kollegen sich drehen oder ihr Gewicht verlagern. Und der Halt der Ferse sorgt auch dafür, dass sie bei unvorhergesehenen Bewegungen nicht umknicken und sich verletzen. Außerdem sind Muskeln, Bänder und Gelenke zusätzlich gegen äußere Einwirkungen geschützt.
3. Aus demselben Grund sollten die Schuhe auch vorne geschlossen sein, denn Ihre Kollegen können sich ihre Füße im Bereich der Zehen

  • verletzen, wenn sie Betten oder Rollstühle bewegen, oder
  • verunreinigen, wenn sie Patienten pflegen.

 

 

4. Außerdem kommt es darauf an, dass die Schuhe ein bequemes Fußbett, eine trittsichere Sohle und keine zu hohen Absätze haben:

  • Die Zehen dürfen vorne nicht anstoßen, und die Fußsohle muss beim Gehen möglichst gleichmäßig belastet werden.
  • Die Sohle muss aus rutschhemmendem Material bestehen und eine ausreichend große Fläche besitzen, damit Ihre Kollegen auch in schwierigen Situationen sicher stehen.
  • Die Absätze sollten nicht höher als zwei Zentimeter sein, damit sich das Gewicht gleichmäßig verteilt. Höhere Absätze gehen auf den Rücken.

5. Die Schuhe sollten ein natürliches Obermaterial wie Leder besitzen, aber Flüssigkeit abweisen. Das innen verwendete Material sollte atmungsaktiv und antibakteriell sein. Und natürlich müssen die Schuhe auch desinfizierbar sein.
6. Da feucht gewordene Schuhe einen Tag brauchen, bis sie richtig durchtrocknen, sollten Ihre Kollegen sie sich lieber gleich im Doppelpack zulegen. Und sie sollten den Zustand ihrer Schuhe im Auge haben und sie bei Bedarf ersetzen.
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege empfiehlt, dass Ihr Unternehmen geeignete Schuhe auswählt, beschafft und den durch die größere Menge erzielten Rabatt an Ihre Kollegen weitergibt.

 

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