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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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So geht Erste Hilfe los

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Frage: Neulich gab es bei uns eine kontroverse Pausendiskussion über die Erste Hilfe. Was muss bei einem Unfall zuerst getan werden?

 

Antwort: Ein wichtiges Thema, denn Erste Hilfe sollte grundsätzlich jeder leisten können, der Zeuge eines Unfalls wird. Aber bei den meisten liegt der letzte Kurs schon eine Weile zurück. Dabei riskiert eine Geld- oder Freiheitsstrafe, wer im Notfall nicht hilft. Was zuerst zu tun ist, lesen Sie unten.
Weil nicht jeder Kollege ein Erste-Hilfe-Profi ist, haben die Berufsgenossenschaften in § 26 BGV A1 die Zahl und Ausbildung qualifizierter Ersthelfer festgelegt, die Betriebe benötigen. Ersthelfer werden alle 2 Jahre in 2-tägigen Lehrgängen geschult.
Damit sollen sie:

  • beurteilen können, was vorgefallen ist,
  • erkennen, ob Gefahren drohen,
  • diese Gefahren von dem Verletzten abwenden,
  • lebensrettende Maßnahmen ergreifen,
  • die Schmerzen des Verletzten lindern,
  • den Verletzten auch seelisch betreuen
  • und in all dem zielstrebig und konsequent vorgehen.

 

 

Sie sollen nicht:

  • medizinische Diagnosen stellen,
  • den Verletzten über die Erste Hilfe hinaus behandeln
  • oder medizinische Maßnahmen ergreifen, über die nur Ärzte oder Sanitäter entscheiden können.

Unmittelbar nach einem Unfall ist jedoch oft noch kein ausgebildeter Ersthelfer zur Stelle. Deshalb sollten auch die anderen Mitarbeiter in der Lage sein, erste Schritte zu unternehmen, nachdem sie um Hilfe gerufen haben.
Manchmal ist die Ursache eines Notfalls gar nicht offensichtlich: Handelt es sich um eine Verletzung, eine Erkrankung oder eine Vergiftung? Sprechen Sie den Kollegen an, dadurch lässt sich diese Frage vielleicht schnell beantworten.

Antwortet der Kollege nicht, dann rütteln Sie ihn vorsichtig. Erfolgt auch jetzt keine Reaktion, dann fügen Sie ihm einen leichten Schmerz zu, etwa indem Sie ihn in den Arm kneifen. Wenn der Kollege auch auf den Schmerz nicht reagiert, dann ist er vermutlich bewusstlos.
Wenn der Kollege bewusstlos ist, dann müssen Sie die Atmung kontrollieren. Atmet der Kollege, dann bringen Sie ihn in jedem Fall unverzüglich in die stabile Seitenlage. Bewusstlose erbrechen sich leicht und können dadurch ersticken, die stabile Seitenlage verringert diese Gefahr. Wie Sie den Kollegen in die stabile Seitenlage bringen, ist nicht entscheidend, nur dass Sie es tun.
Können Sie keine Atmung feststellen, dann genügt manchmal schon der sogenannte „lebensrettende Handgriff“, der die Atemwege öffnet: Knien Sie sich dazu neben den auf dem Rücken liegenden Kollegen, legen eine Hand auf die Stirn und die andere unter das Kinn und legen seinen Kopf in den Nacken. Dabei muss Ihre Hand am Kinn mit dem Daumen seinen Mund verschließen. Sie können sehen und hören, ob der Handgriff erfolgreich war und die Atmung wieder eingesetzt hat. Gehen Sie sicher, dass sich keine Fremdkörper im Mund oder Rachenraum befinden.
Wenn Ihre Kollegen unsicher sind, ob sie im Notfall alles richtig machen würden, dann sollten sie einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Vielleicht können Sie ja Ihren Chef davon überzeugen, die Kosten des Kurses zu übernehmen und die Kollegen dafür freizustellen. Sprechen Sie mit Ihren örtlichen Rettungsdiensten – der Kurs kann auch von einem Sanitäter bei Ihnen im Haus durchgeführt werden.

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