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Risikomanagement: Lieferantenausfälle sind das Einkaufsrisiko Nummer 1

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Urheber: Jakub Jirsák | Fotolia

Von Jens Holtmann,

In ihrem aktuellen „Risk-Barometer 2016“ kommt die Allianz AG (www.allianz.de) unter anderem zu dem Ergebnis, dass Unternehmen nichts so sehr fürchten wie Lieferunterbrechungen (46 %). Mit deutlichem Abstand folgen volatile Märkte (34 %) und Cyber-Kriminalität (28 %).

Besonders tückisch sind Lieferstopps, wenn sie ohne Warnzeichen erfolgen. So musste z. B. ein mittelständischer Autozulieferer seine komplette Logistik neu sortieren, weil ein Vulkanausbruch auf Island mit seiner Aschewolke den Luftverkehr lahmlegte. Doch das sind Ausnahmen. Wesentlich öer kündigen sich Liefer- und Lieferantenausfälle vorher an – vorausgesetzt, der Einkauf hat in seine Betriebsprozesse entsprechende Frühwarnsysteme installiert.

Software-Programme helfen bei der Risikominimierung

Wirksame Präventivmaßnahmen gibt es viele. Im Einkaufsalltag kommt es darauf an, aus der Vielzahl der Maßnahmen die passenden auszuwählen. Großbetriebe setzen für ihre Risiko-Prävention immer häufiger IT-Lösungen ein. Diese Betriebe haben in der Regel auch die finanziellen Mittel, um IT-Anwendungen zu bezahlen, die speziell programmiert werden.

Praxis-Tipp: Das Schweizer IT-Unternehmen Squirro hat eine Präventions-Software entwickelt, die auch für Mittelständler erschwinglich ist. Das Programm sammelt weltweit alle News und Infos zu einem vorher ausgewählten Unternehmen und wertet sie anschließend hinsichtlich der Risikopotenziale aus. Mehr erfahren Sie unter dem Link squirro.com.

Dienstleister-Services gehen schnell ins Geld

Die Preise der Wirtschaftsauskunfteien allein für Standardauskünfte variieren zwischen 25 und 100 € pro Anfrage. Erweiterte Anfragen kommen schnell auf das Doppelte bis Zehnfache! Wer da ein kontinuierliches Risiko-Monitoring seiner wichtigsten Lieferanten betreiben will, ist rasch an seinen Budget-Grenzen angelangt.

Beschwerden über diese Preispolitik gibt es seitens des Einkaufs zuhauf, der mit dem Vorwurf, veraltete Analysemethoden zu verwenden, noch unterstrichen wird. Dienstleister wie Creditsafe (www1.credit safede.com) haben auf diese Vorwürfe reagiert und bieten seit gut 2 Jahren sogenannte „Flatrates“ an. Wie hilfreich (oder auch nicht) diese Angebote bei der Risikoprävention sind, sollte allerdings genauestens geprüft und kalkuliert werden.

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Eine gut strukturierte Do-it-yourself- Methode tut es meist auch

er Startschuss für so ein selbst gebautes Risikomanagement könnte z. B. ein Runder Tisch sein, an dem Einkauf, Logistik, Produktion und Finanzen gemeinsam sinnvolle Prüfprozesse entwickeln, um Wackelkandidaten unter den Lieferanten aufzu spüren.

Im nächsten Schritt empfiehlt sich eine Klassifizierung der Zulieferer. Da nicht jeder Ausfall in der Lieferkette dramatisch ist, sollten nur Partner beobachtet werden, die strategisch wichtige Teile liefern.

Zu einer Do-it-yourself-Methode gehört natürlich auch eine Lieferantenbewertung, besonders von Neulieferanten. Um das Ausfallrisiko einzuschätzen, setzen Sie den Einkaufswert in Relation zum aktuellen Umsatz des neuen Partners. Macht Ihr Aurag beispielsweise die Häle seines bisherigen Umsatzes aus, steigen die Risiken erheblich, da die Kapitaldecke des Neulieferanten offensichtlich zu dünn ist und jederzeit reißen kann.

Besorgen Sie sich Betriebskennzahlen, und zwar auf direktem Weg, z. B. beim nächsten Lieferantenbesuch. Fragen Sie nach Umsatzzahlen, Eigenkapitalquote, Liquiditätsgrad, Zuverlässigkeit, Ausfall- und Reparaturquoten etc. Allein schon die Reaktion auf diese Fragen wird Ihnen viel über die aktuelle Verfassung des Zulieferers sagen. Übrigens: Unter Ihr Risikoradar gehören sowohl Neu- als auch Altlieferanten!

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