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Auslandsgeschäfte: 6 Tipps wie Sie sich jetzt absichern

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Auslandsgeschäfte sind immer mit einem gewissen Risiko behaftet. Gerade in den heutigen Zeiten können Währungsrisiken Ihre Gewinne schneller schwinden lassen als Ihnen lieb sein kann.

Aber auch Rechtsunsicherheiten in fremden Ländern – insbesondere bei Zahlungs- beziehungsweise Transferschwierigkeiten – bergen oft erhebliche Risiken. Wenn Sie allerdings ein paar Regeln beachten, können Sie sich gegen die meisten Probleme wappnen.

Angesichts der Krisen in der Europäischen Gemeinschaft werden sicherlich auch Sie schon oft über deren Sinn und die Währungsunion geklagt haben. Dem entgegen steht das Wegfallen des Währungsrisikos bei Geschäften mit anderen EU-Ländern. Wenn Ihr Unternehmen jedoch mit Nicht-EU-Staaten Geschäftsbeziehungen unterhält, gilt es, sowohl dieses Risiko als auch weitere zu minimieren, sonst ist Ihr schöner Gewinn allzu schnell dahin. Wenn Sie unsere 6 Tipps beachten, verlieren diese Risiken schnell den größten Teil ihres Schreckens.

Grundsätzlich sollten Sie immer versuchen, mit Ihrem ausländischen Partner eine Fakturierung in Euro zu vereinbaren. Nur so bekommen Sie eine Kalkulation, die nicht durch Währungsschwankungen gefährdet wird. Allerdings sind Ihre Partner dazu sicher nicht immer bereit, wird doch das Risiko vollkommen auf sie abgewälzt.

6 Tipps, welche Sicherungsmöglichkeiten Ihnen noch zur Verfügung stehen

Tipp 1: Unterhalten Sie im betreffenden Land dauerhafte und umfangreiche Geschäftsbeziehungen, dann richten Sie sich auch ein Konto in diesem Land in Landeswährung ein. Wenn Sie also eine Rechnung Ihres ausländischen Partners begleichen müssen, können Sie bei einem günstigen Kurs die betreffenden Devisen einkaufen und überweisen bei Fälligkeit der Rechnung in Landeswährung.

Diese Mechanik kann auch dann wirkungsvoll sein, wenn Sie Zahlungen von Ihrem Partner bekommen. Ist der Kurs ungünstig, so warten Sie mit dem Rücktausch, bis sich der Kurs zu Ihren Gunsten verändert hat.

Doch beachten Sie: Dieses Verfahren führt unter Umständen zu einer gehörigen Kapitalbindung.

Tipp 2: Bei kurzfristigen Forderungen – etwa 180 Tage beziehungsweise 360 Tage bei gängigen Währungen – operieren Sie mit einem Devisentermingeschäft. Sie verkaufen die erst bei Fälligkeit der Rechnung anfallenden Devisen bereits beim Warenabgang zu einem festgelegten Terminkurs.

Tipp 3: Bei längerfristigen Forderungen nehmen Sie einen Fremdwährungsbarkredit in konvertibler Währung (also nicht gerade kubanische Pesos) auf. Tauschen Sie diesen anschließend sofort in Landeswährung um. Bei der Begleichung Ihrer Forderung zahlen Sie dann den Kredit mit dem erhaltenen Währungsbetrag zurück.

Hierbei müssen Sie aber die Laufzeit des Kredits genau auf den Eingang des Rechnungsbetrags abstimmen, weil sonst für die Zeit zwischen Fälligkeit des Kredits und dem unter Umständen verspäteten Eingang der Forderung erneut eingedeckt werden muss. Dies kann wieder ein Währungsrisiko zur Folge haben.

Tipp 4: Statt des oben genannten Devisentermingeschäfts wählen Sie eine Devisenoption. Devisentermingeschäfte müssen nämlich immer zum vereinbarten Terminkurs erfüllt werden.

Anders bei den Optionen: Hier müssen Sie bei einer für Sie günstigen Kursentwicklung diese Option eben nicht ausüben, sondern tauschen Ihre Auslandsforderung beziehungsweise Verbindlichkeit zum günstigeren Tageskurs. Bei ungünstigem Verlauf üben Sie Ihre Option hingegen zum vereinbarten Devisenkurs aus.

Mit dieser Methode können Sie gleichzeitig Ihre Risiken begrenzen und die Chancen einer unerwartet günstigen Devisenkursentwicklung nutzen.

Tipp 5: Neben diesen Instrumenten bietet sich auch eine Absicherung über Anzahlungen beziehungsweise Anzahlungsgarantien (Advance Payment) an. Diese Art der Absicherung und die Anzahlungshöhe vereinbaren Sie bereits vorab in den Zahlungsbedingungen mit Ihrem ausländischen Partner.

Nach geleisteter Anzahlung erhält der Käufer vom Zahlungsempfänger die Anzahlungsgarantie zur finanziellen Absicherung der durchgeführten Vorleistung

Tipp 6: Zahlungsgarantien (Payment Guarantee) dienen Ihrer Absicherung als Gläubiger, auf die Sie bei Zahlungsausfällen zurückgreifen können. Wenn Sie Geschäftsbeziehungen zu Ländern mit nicht konvertierbaren Währungen unterhalten, versuchen Sie auf alle Fälle, eine Transfergarantie zu bekommen.

Bei Transfergarantien und Transfergenehmigungen sichert eine Bank den Devisentransfer in der vereinbarten Währung.

Vorsicht: In devisenschwachen Ländern kann der Rückgriff auf eine Zahlungsgarantie oder auf einen durch den Partner hinterlegten Betrag daran scheitern, dass die gewählte Geschäftsbank nicht über eine ausreichende Devisenzuteilung verfügt!

Nutzen Sie bei größeren Geschäften die Hermes-Bürgschaft

Ein weiterer Weg zur Risikominimierung sind die sogenannten Hermes-Bürgschaften. Die Hermes- Kreditversicherungs-AG deckt seit 1972 Wechselkursrisiken für Forderungen aus frei konvertierbaren Währungen ab. Allerdings dürfen dabei die Geschäfte nur eine maximale Laufzeit von 2 Jahren haben. Das Verfahren der Hermes-Absicherung ist relativ aufwendig und lohnt sich nur bei großen Volumina.

Es greift außerdem nur, wenn der ausländische Besteller ein Staat, eine Behörde oder eine Körperschaft öffentlichen Rechts ist. Daher wird diese Form der Absicherung eher dann genutzt, wenn es um große Anlagengeschäfte geht, bei denen die Logistik ein Nebenprodukt ist.

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