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Bessere Ladungssicherung durch richtige Verpackung

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Als Logistiker wissen Sie: Ladungssicherung beginnt bei der richtigen Verpackung! Für Sie als Absender bedeutet das, dass Sie bereits beim Verpacken der Ware zu einer sicheren Beförderung beitragen müssen. Aber auch Ihre Fahrer sollten beurteilen können, ob die Verpackung wirklich taugt. Eine korrekte Transportverpackung wird sogar vom Gesetzgeber vorgeschrieben. § 411 Handelsgesetzbuch (HGB) „Verpackung, Kennzeichnung“ sagt eindeutig: „Der Absender hat das Gut, soweit dessen Natur unter Berücksichtigung der vereinbarten Beförderung eine Verpackung erfordert, so zu verpacken, dass es vor Verlust und Beschädigung geschützt ist und dass auch dem Frachtführer keine Schäden entstehen. Der Absender hat das Gut ferner, soweit dessen vertragsgemäße Behandlung dies erfordert, zu kennzeichnen.“ Sie müssen Ihre Ware also so verpacken, dass sie sich in einem beförderungsfähigen Zustand befindet. Worauf es dabei zu achten gilt, zeigt der „LogistikManager” im folgenden Beitrag.

Stückgüter (Kartons, Kanister, Fässer) sind beispielsweise häufig auf Paletten gestellt und nicht gesichert. Viele glauben jedoch, dass schon eine ausreichende Ladungssicherung vorliegt, wenn die Ware umwickelt oder umbändert wurde. Doch das ist weit gefehlt, denn dies ist nur eine sogenannte Umschlagsicherung. Sie als der Absender müssen in solchen Fällen nämlich auch Zurrpunkte und Möglichkeiten schaffen, die dem Fahrzeugführer die Ladungssicherung erlauben.

Logistik: Verpackungs-Varianten

Verpackungen werden unterschieden in

  • Außenverpackungen (Schachteln, Kisten, Säcke, Röhren …),
  • Innerverpackungen (etwa Folien, Papier, Schäume, loses Schüttgut),
  • Verschlussmittel (wie Klebebänder, Schnüre, Umreifungsbänder).

Achten Sie bei den Verpackungen auf folgende Grundsätze:

  • Die Außenverpackung muss Druckkräften von innen und außen widerstehen können.
  • Weiche Polster sind geeignet für leichte, härtere Polster für schwere Produkte.
  • Alle Seiten müssen geschützt und fixiert sein.
  • Das Packgut darf innerhalb der Verpackung kein Spiel haben (Formschluss).
  • Die Innenverpackung ist bei verschiedenen Produkteigenschaften auf das empfindlichste Produkt abzustimmen.
  • Empfindliches Packgut darf nicht mit der Außenverpackung in Berührung kommen.
  • Freiräume für den Bremsweg dürfen nicht vollgepackt oder ausgefüllt werden.
  • Bei besonders empfindlichen Gütern muss eine Verpackungsentwicklung mit Falltest durchgeführt werden.
  • Außenverpackung gut verschließen, bei überschweren Paketen zusätzlich umreifen.
  • Etikettieren Sie sachgemäß.

Bildung von Ladeeinheiten

Achten Sie darauf, dass einzelne Versandstücke, die als eine Einheit beispielsweise auf einer Palette oder in einem Ladegefäß wie einem Lkw oder Container transportiert werden sollen, zu Ladeeinheiten zusammengefasst werden.

Tipp:

Je schlechter die Sicherung der einzelnen Ladeeinheiten ist, desto höher ist der notwendige Aufwand zur Ladungssicherung im Ladegefäß! Gewährleisten Sie durch eine ordnungsgemäße Ladeeinheiten-Sicherung, dass die Packstücke sicher im Stapel gehalten werden und mit dem Ladungsträger fachgerecht verbunden sind!

Folgende Punkte sollten Sie dabei beachten:

Palettierte Ladeeinheiten müssen so stabil sein, dass sich während eines Transports durch Belastungen wie Bremsen, Kurvenfahrten oder Stöße keine Ladungsteile lösen können und keine Einheit auseinanderfallen kann.

Umreifung
Bei der Umreifung sichern Sie die Ladeeinheit mit einem Umreifungsband aus Kunststoff oder Metall. Eine Umreifung ist vertikal, horizontal oder in beide Richtungen möglich. Der Zusammenhalt von Packstücken mit der Palette wird durch vertikale Umreifung hergestellt.

Stretchen
Das Stretch-Verfahren wenden Sie für die Sicherung von Ladeeinheiten mit regelmäßigen Konturen und geringem bis mittlerem Gewicht an. Geeignet ist das Verfahren für temperaturempfindliche Güter und für solche, die sich hauptsächlich in horizontaler Richtung verformen.

Wichtig beim Stretchvorgang ist, dass nicht nur die Packstücke, sondern auch die Palette mitgestretcht wird.

Schrumpfen
Die Schrumpffolie zur Sicherung bietet Vorteile bei Ladeeinheiten, die unregelmäßig geformt und sperrig sind. Außerdem kommt diese Methode für homogene Ladeeinheiten, die vollflächigen Schutz benötigen, in Betracht. Schrumpffolie gibt es in 2 verschiedenen Arten: Folie, die nur in eine Richtung schrumpft, und solche, die sich in 2 Richtungen verändert. Zum Schrumpfen wird die Folie erhitzt und dadurch die Ladeeinheit eng umschlossen. Der Zusammenhalt der Packstücke mit der Palette wird nur dadurch erreicht, dass die Palette unterschrumpft wird. Die Folie muss also die Palette umschließen.

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