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Beugen Sie schon jetzt den Gefahren von Frost und Schnee vor

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Von dgx,

Da sind Sie gerade - hoffentlich gut erholt - ein paar Wochen aus dem wohlverdienten Sommerurlaub zurück und sollen schon jetzt an den Winter denken? Ja, denn nur gut vorbereitet können Sie den Gefahren von Frost und Schnee sicher vorbeugen.

Dabei sollten Sie nicht nur auf einen gut organisierten Räumdienst achten, es gilt auch, Betriebseinrichtungen und Gebäude rechtzeitig fit für den Winter zu machen. Sonst werden Bagatellschäden leicht zu aufwendigen und teuren „Großbaustellen“.
Haben Sie sich in letzter Zeit einmal Ihren Betriebshof und die Hallen- und Lagergebäude genauer angesehen? Sie sollten sich das auf jeden Fall schnellstens vornehmen, wenn Sie richtig Geld sparen wollen, das rät der Informationsdienst LogistikManager.
Denn bei einem solchen Betriebsrundgang werden Sie garantiert auf Ihrem Hof aufgebrochenen Bodenbelag, nicht mehr richtig festsitzende Bodenplatten und oft auch gemeinen Rost an Metallteilen finden. Das sind meist Hinterlassenschaften des letzten Winters: An diesen Stellen haben Frost und oft auch Streusalz bereits die ersten - oft noch kleinen - Schäden hinterlassen.
Und gerade hier wird der kommende Winter eifrig daran arbeiten, die Schäden massiv zu verschlimmern. Dass Löcher im Asphalt und wackelige Bodenplatten auch erhebliche Stolperfallen darstellen, versteht sich von selbst. Bei Ihrem Rundgang sollten Sie aber Ihren Blick nicht nur auf den Boden richten, denn Frost setzt auch Gebäuden zu.
Auch hier werden Sie sicherlich die eine oder andere Stelle finden, an der Wasser eindringen kann, was bei Frost schnell zu größeren Schäden führt. Aber auch aus einem anderen Grund sollten Sie Ihren kritischen Blick nach oben wenden: Befindet sich nämlich beispielsweise Laub und kleineres Astwerk oder anderer Schmutz in den Dachrinnen, dann lassen Sie diese am besten schon vor Wintereinbruch reinigen.
Im Sommer mag das Wasser eines Platzregens ja vielleicht noch gerade so abfließen, im Winter werden diese Ablagerungen aber garantiert mit Eis und Schnee zu einer undurchdringlichen Barriere, die den Tauwasserabfluss verhindert. Die Folge sind dann schnell Eiszapfen, die zu äußerst gefährlichen Geschossen werden können und Mitarbeiter oder auch Betriebseinrichtungen gefährden.

Diese Maßnahmen sollten Sie schon im Herbst ergreifen

Übrigens sorgt Laub auch schon im regnerischen Herbst für rutschige Verkehrswege, weshalb Sie rechtzeitig für seine Entfernung sorgen sollten. Achten Sie bei Ihrem Kontrollgang im Herbst auf Folgendes:

  • Prüfen Sie, auf welchen Verkehrswegen sich Laub angesammelt hat, und lassen Sie dies immer möglichst zeitnah entfernen.
  • Prüfen Sie, ob in Büschen und Bäumen noch morsche und abgestorbene Äste hängen. Die werden vom ersten Herbststurm mit Sicherheit nach unten befördert und können Menschen und Einrichtungen gefährden. Was Stürme nicht schaffen, erledigt später dann die Schneelast: Totes Holz fällt herunter und bringt obendrein noch kiloweise Schnee oder gar Eis mit.
  • Sehen Sie nach, ob alle Rinnen und Abläufe frei sind, damit Regen- und Schmelzwasser richtig abfließen kann. Dies gilt für Wasserabläufe am Boden oder auf Flachdächern genauso wie für Dachrinnen.
  • Werfen Sie bei Ihrem Rundgang auch immer einen Blick auf Verkehrswege und Hofflächen. Hat sich nämlich der Belag an einzelnen Stellen abgesenkt, bleiben hier oft Wasserlachen stehen, die im Winter zu wahren Rutschbahnen werden können. Darüber hinaus hat das Wasser an solchen Stellen jede Menge Zeit, um in noch so kleine Ritzen einzudringen - Frostschäden sind hier schon programmiert.

Prüfen Sie auch immer die Lichtverhält nisse auf Wegen und Einrichtungen

Im Winter wird es früher dunkel und später hell. Werfen Sie also auch immer einen Blick auf die Beleuchtungseinrichtungen werfen. Legen Sie dabei besonderes Augenmerk auf folgende 4 Punkte: Prüfen Sie, ob

  • alle Lampen richtig funktionieren, und lassen Sie defekte Beleuchtungseinrichtungen sofort reparieren.
  • Lampen verdreckt sind. Das schluckt nämlich jede Menge Licht.
  • Prüfen Sie, ob unübersichtliche Stellen auf den Verkehrswegen besonders gut ausgeleuchtet sind. Ist dies nicht gegeben, sollten Sie hier für mehr Licht sorgen.
  • Prüfen Sie, ob Gefahrenstellen wie Treppenstufen, Schwellen oder Absätze kontrastreich gestaltet sind. So werden sie leichter erkannt.

LogistikManager-Tipp: An Verkehrswegen, die nicht permanent in Benutzung sind, sollte die Beleuchtung nur bei Bedarf eingeschaltet sein. Dies können Sie elegant und kostensparend mit Bewegungsmeldern realisieren.

Organisieren Sie den Winterräumdienst schon frühzeitig

Wenn es erst einmal schneit, ist es sicherlich zu spät, einen Winterräumdienst zu organisieren. Deshalb sollten Sie dies schon jetzt in Angriff nehmen, rät der LogistikManager. Berücksichtigen Sie dabei auf alle Fälle folgende 8 Punkte: Legen Sie genau fest,

  • wer wann für den Räumdienst zuständig ist. Um die Belastung für einzelne Mitarbeiter in Grenzen zu halten, ist es ratsam, eine Rotation der Verantwortlichen einzuplanen.
  • in welcher Reihenfolge die einzelnen Verkehrswege geräumt werden sollen. Die Wichtigkeit richtet sich dabei nach Benutzungshäufigkeit und Gefährdungspotenzial der einzelnen Verkehrswege. Besondere Gefahren gehen im Winter speziell von Treppen oder Rampen aus.
  • wer für welche Stellen und Wege zuständig ist.
  • wie der Winterdienst auszuführen ist. Teilen Sie allen beteiligten Mitarbeitern - am besten schriftlich - mit, wie sie die einzelnen Tätigkeiten auszuführen haben. Hier sollte auch der Räumungsgrad definiert werden: Treppen müssen beispielsweise immer komplett geräumt werden, bei unwichtigeren Wegen genügt eine Grobräumung.
  • wo Schnee abgelagert werden darf. Hier sollten Sie darauf achten, dass das Schmelzwasser problemlos abfließen kann.

Tipp: Legen Sie Schneedepots wenn möglich immer an niedrig gelegenen Stellen des Betriebsgeländes an. Schmelzwasser kann von höher gelegenen Stellen aus leicht den ganzen Hof überspülen.

  • Legen Sie genau fest, welche Streumittel wo zu verwenden sind. Es muss nicht immer das teure, korrosionsfördernde Salz sein, oft genügen auch Splitt oder gar Holzschnitzel.
  • Prüfen Sie, ob alle notwendigen Räumgeräte wie Schieber oder Besen vorhanden und einsatzfähig sind. Wenn Sie Räumfahrzeuge einsetzen, sollten Sie auch deren Einsatzfähigkeit kontrollieren.
  • Stellen Sie sicher, dass die Wege so geräumt werden, dass mehrere Personen leicht aneinander vorbeikommen.

Wappnen Sie sich auch für unvorhersehbare Situationen

Bei aller Planung sollten Sie sich immer vor Augen halten: Väterchen Frost ist ein unberechenbarer Zeitgenosse, der immer wieder für unangenehme Überraschungen sorgt. Um darauf rechtzeitig reagieren zu können, berücksichtigen Sie bitte die folgenden Tipps:

  • Installieren Sie ein Alarmsystem, durch das alle Beteiligten und auch Sie schnellstmöglich informiert werden, wo ein Problem besteht beziehungsweise entstehen könnte, beispielsweise drohende Verstopfungen bei Abflüssen, aber auch Eiszapfen, die von Dächern hängen.
  • Stellen Sie sicher, dass die Verantwortlichen über dringende Einsätze rechtzeitig informiert werden. Hier kann eine Telefonliste mit den privaten Nummern der Betreffenden nützlich sein.
  • Lassen Sie regelmäßig Kontrollgänge durchführen. Auch Mitarbeiter wie beispielsweise Nachtwächter können diese machen und den Räumdienst bei Bedarf frühzeitig alarmieren.
  • Bitten Sie alle Mitarbeiter, festgestellte Mängel oder Gefahrenpunkte sofort zu melden. Legen Sie genau fest, bei wem die Meldung erfolgen soll.
  • Ordnen Sie an, dass die Verantwortlichen immer die Wetterprognosen beachten.
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