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Das sollten Sie über den Wechsel von Voll- auf Teilzeitbeschäftigung wissen

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Es kommt immer wieder vor, dass Mitarbeiter ihre Arbeitszeit reduzieren wollen. Zwar können Sie ihnen diesen Wunsch grundsätzlich nicht verwehren – aber der Gesetzgeber hat eine Reihe von Spielregeln vorgesehen, die Sie unbedingt ausnutzen sollten.

Grundsätzlich haben Mitarbeiter nach § 8 Abs. 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) einen Rechtsanspruch darauf, von Voll- in Teilzeit zu wechseln, wenn der Betrieb ohne Auszubildende mehr als 15 Mitarbeiter hat. Voraussetzung ist, dass der Beschäftigte bereits seit mindestens 6 Monaten im Unternehmen arbeitet.

Er muss die Reduzierung seiner Arbeitszeit 3 Monate vor dem gewünschten Beginn beantragen. Sie als Arbeitgeber sollten bis 1 Monat vor dem gewünschten Wechsel reagieren – sonst gilt nämlich der Antrag automatisch als angenommen.

Unter Berufung auf diese Gründe können Sie abmahnen

Allerdings können Sie, wenn wichtige betriebliche Gründe dagegen sprechen, den Antrag ablehnen (§ 8 Abs. 4 TzBfG). Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Organisationsstruktur, Arbeitsabläufe oder die betriebliche Sicherheit gefährdet wären.

Auch unverhältnismäßige Zusatzkosten gelten als Gegenargument. Allerdings müssen Sie die Gründe für eine Absage des Reduzierungswunsches auch klar beweisen, denn die Gerichte bewerten die Kriterien für eine Ablehnung von Teilzeit in aller Regel sehr streng.

Darüber hinaus kann ein so abgelehnter Arbeitnehmer erst nach 2 Jahren eine erneute Verringerung der Arbeitszeit fordern. Auch hat er keinen Anspruch darauf, dass seine Arbeitszeit später auf Wunsch wieder verlängert wird. Allerdings sollten Sie ihn, sofern er wieder Interesse an Vollzeitarbeit geäußert hat, bei der Vergabe entsprechender freier Stellen bevorzugt berücksichtigen.

Teilzeitbeschäftigte haben gleiche Rechte und Pflichten

Teilzeitbeschäftigte haben dieselben Rechte und Pflichten wie ihre in Vollzeit arbeitenden Kollegen. Ausnahmen gibt es nur bei Vorliegen wichtiger und nachweisbarer betrieblicher Gründe.

Ihnen steht derselbe Stundenlohn zu wie vor der Reduzierung. Außerdem müssen Sie bei Ihren Teilzeitkräften die gleichen Kündigungsfristen und den gleichen Kündigungsschutz beachten. Bei Krankheit erhalten sie eine Lohnfortzahlung wie jeder andere Angestellte.

Bietet Ihr Unternehmen Sozialleistungen wie etwa eine betriebliche Altersvorsorge, haben die Teilzeitarbeitenden darauf ebenfalls Anspruch. Diesen können Sie jedoch entsprechend der geringeren Arbeitszeit reduzieren (LAG Rheinland- Pfalz, Urteil vom 29.9.2005, Az. 4 Sa 444/05). Auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld müssen anteilig gezahlt werden.

Ein Beschäftigter, der an jedem Wochentag arbeitet, muss ebenso viele freie Tage erhalten wie die Vollzeitmitarbeiter, auch wenn er weniger Stunden tätig ist. Erscheint er aber nur an manchen Tagen am Arbeitsplatz, so können Sie die Zahl seiner Urlaubstage entsprechend reduzieren.

Tipp: Teilzeitarbeit kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Viele Beschäftigte reduzieren ihre Tagesarbeitszeit und arbeiten nur vormittags oder nachmittags, andere nur an 3 oder 4 Tagen pro Woche. Manche verringern ihre Monatsarbeitszeit, kommen 3 Wochen und nehmen dann 1 Woche frei.

Auch Job-Sharing ist eine Möglichkeit: Dabei teilen sich 2 oder auch 3 Kollegen eine Vollzeitstelle. In allen diesen Fällen sollten Sie aber die Details möglichst genau schriftlich in einem Vertrag festhalten.

Übrigens dürfen Sie Teilzeitkräfte wegen ihrer Teilzeitarbeit nie benachteiligen (§ 4 Abs. 1 TzBfG). Sie müssen ihnen dieselben Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungsangebote zur Verfügung stellen wie Ihren Vollzeitkräften.

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