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Flexibilität gewinnen mit Personaldienstleistern

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"Das einzig Berechenbare ist das Unberechenbare", lautet eine alte Weisheit, die besonders auf die Logistik zutrifft. In Spitzenzeiten brauchen Sie viel gut ausgebildetes Personal, das Ihnen aber bei Flauten jede Menge Geld kostet. Personaldienstleister versprechen hier, für Abhilfe zu sorgen, indem sie Ihnen Fachkräfte für diese Spitzenzeiten zu relativ moderaten Kosten anbieten.

Doch Vorsicht: Der vorschnelle und unüberlegte Griff zu diesen Angeboten kann Sie jede Menge Geld kosten und Ärger verursachen. Wenn Sie indes einige Punkte beachten, kann sich der Einsatz von Fremdpersonal auch für Sie lohnen.

Auf den ersten Blick kann man beim Einsatz von Personal eines Personaldienstleisters - oft auch mit dem etwas negativ behafteten Terminus Leiharbeiter bezeichnet - nichts falsch machen.

Die Vorteile der Personaldienstleister sind schnell aufgezählt:

  • kein teurer Personalüberhang in Flautezeiten
  • schnelle Reaktionsfähigkeit bei unerwarteten Spitzen
  • schneller Abbau von Personal ohne vertragsrechtliche Probleme
  • leichte Überbrückung von krankheits- und urlaubsbedingten Personallücken

Darüber hinaus werben Personaldienstleister noch mit dem Kostenspar-Effekt, schließlich seien Leiharbeiter ja so günstig. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich schnell, dass der Kostenspar-Effekt beim Einsatz von Leiharbeitskräften eine eher untergeordnete Rolle spielen sollte und auch tatsächlich spielt.

Achtung: Wenn ein Personaldienstleister massiv mit dem Kosteneinsparpotenzial wirbt, sollten Sie eine gehörige Portion Skepsis an den Tag legen. Das wahre Potenzial von Leiharbeitskräften liegt nämlich in der erheblichen Flexibilität Ihrer Personalplanung.

Leiharbeitskräfte machen Sie beim richtigen Einsatz flexibler in Ihrer Personalplanung
Den Grund für die Aussage, Kosteneinsparungen seien nur zweitrangig, können Sie leicht selbst bestätigen. Wenn Sie sich nämlich Ihre Personalkostenentwicklung - bereinigt durch Wachstum oder Schrumpfung Ihres Unternehmens - einmal ansehen, werden Sie schnell feststellen, dass die Lohnkosten in etwa konstant geblieben sind. Bei einer genaueren Analyse zeigt sich dann recht schnell, welche Punkte beim Einsatz von Leihpersonal wirklich wichtig sind:

  • Flexibilisierung der Personalplanung der Stammbelegschaft
  • leichtere Bewältigung von Arbeitsspitzen

Erst in zweiter Linie und auch nur auf mittelfristige Sicht hat der Einsatz von Leiharbeitskräften positive Kosteneffekte.
Das sind:

  • Kostendämpfungseffekt, der allgemeinen Lohnsteigerungen entgegenwirkt (dieser Effekt nimmt sogar bei stärkerer Nutzung dieses Instruments zu)
  • auf längere Sicht positiver Effekt auf die Gesamtlohnkosten

Doch nicht immer treten die genannten positiven Effekte auch wirklich ein, denn das Zurückgreifen auf Leihpersonal muss nicht zwangsläufig sinnvoll sein.

In welchen Fällen sich der Einsatz von Leihpersonal wirklich lohnt
Sieht man sich den Leihpersonaleinsatz in anderen Unternehmen an, treten die Schwächen dieses Modells schnell deutlich hervor. Da werden Leiharbeiter an Arbeitsstellen eingesetzt, für die sie die entsprechende Qualifikation nicht besitzen. Die Folge sind mangelnde Effektivität und ein erhöhter Schulungsaufwand, der wiederum nur Geld kostet.

Auf der anderen Seite kann es durchaus sinnvoll sein, sich per Leiharbeit fachliche Kenntnisse und Qualifikationen ins Haus zu holen, die das eigene Personal nicht besitzt. Das ist insbesondere bei seltenen oder speziellen Logistikaufgaben ein probates Mittel. Aus diesem Grund sollten Sie sich vor dem Einsatz von Fremdpersonal folgende Fragen stellen:

  • Wo genau wollen Sie mit Leiharbeitskräften arbeiten?
  • Wie lange müssen fremde Kräfte an den vorgesehenen Stellen eingearbeitet werden?
  • Lohnt sich die Einarbeitungszeit unter wirtschaftlichen und zeitlichen Gesichtspunkten?

Sie sehen dann schnell, wie es um die Sinnhaftigkeit des Einsatzes von Leihkräften bestellt ist. Bei hohem Einarbeitungsaufwand etwa ist klar, dass diese Kräfte relativ lange beschäftigt werden müssen. Um eine unerwartete Spitze zu bewältigen, eignet sich in diesem Fall das Leiharbeitsmodell also weniger.

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