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Frachtbörsen: Segen oder Fluch?

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Manche halten Frachtbörsen für die größte Revolution der Logistikbranche. Aus ihrer Sicht beschleunigt das Internet alle Transportprozesse immens – ganz gleich, ob Schrauben, Steine oder Südfrüchte verschickt werden.

Faszinierend ist die Idee ja auch. Was der eine sucht, nämlich freien Frachtraum für seine Lieferung, bietet der andere auf einem virtuellen Marktplatz an. Die ökonomischen und ökologischen Vorteile liegen auf der Hand. Frachtkapazitäten werden besser ausgelastet, und im Idealfall fährt kein Lkw mehr leer auf seinen Speditionshof zurück. Das schont nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern auch viel Zeit und Energie.

Beachten Sie: Vertrauenswürdige Börsen bieten fast immer eine Demo-Version ihrer Dienstleistungen an. Überzeugt das Demo nicht: Finger weg von dem Angebot!

Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes „Einkaufsmanager”, hat für Sie nützliche Infos rund ums Thema Frachtbörsenzusammengestellt und gibt Tipps, wie Sie sich vor schwarzen Schafen in der Branche schützen.

So funktionieren Frachtbörsen

Die Betreiber der einzelnen Börsen, einige von ihnen sind bereits seit 15 Jahren und mehr im Online-Logistikgeschäft, haben schnell dazugelernt. Zusatzleistungen wie kostenlose Schnupperangebote und Frachtverfolgung gehören heute bei den seriösen Anbietern zum Standard.

  1. Bevor es zur Sache geht, ist in der Regel ein Login bzw. eine Anmeldung erforderlich. Hier teilt sich bereits die Spreu vom Weizen. Bietet die Börse im Vorfeld, also ohne Login, keine relevanten Informationen über Kapazitäten, Streckennetze usw., ist schon einmal Vorsicht geboten. Der Verdacht liegt nämlich nahe, dass es keine oder nur wenige interessante Angebote gibt.
  2. Nach der Anmeldung geht es mit der Frachteingabe weiter (Heimatland und -ort des Zulieferers, Größe, Art und Gewicht der Lieferung usw.).
  3. Interessierte Logistikunternehmen melden sich beim Interessenten (per E-Mail oder im Login-Bereich der Börse).
  4. Aushandeln des Frachtpreises.
  5. Abschluss eines Transportauftrags (telefonisch, schriftlich oder im Login- Bereich der Börse).

Achtung, schwarze Schafe!

Im Januar dieses Jahres machte die Nachricht die Runde, dass ein österreichisches Unternehmen, das für mehrere 100.000 € Elektronikartikel eingekauft und seine Ware via Frachtbörse auf den Weg geschickt hatte, auf einen Betrüger hereingefallen war. Der nämlich hatte den kompletten Internetauftritt einer bekannten Frachtbörse getürkt: vom Namen bis zu den Referenzen und Kontaktdaten.

Ganoven haben oft leichtes Spiel

Wie bei einem gefälschten Gemälde hätten ein paar kritische Profiblicke genügt, um den ganzen Hokuspokus auffliegen zu lassen. An diesem kritischen Blick fehlt es leider allzu oft. Nicht nur im Fallbeispiel des österreichischen Einkäufers. Mehr noch: Kriminalbeamte und Wirtschaftsdetektive beklagen immer wieder, dass Unachtsamkeit und Naivität in allen Branchen Ganoven geradezu Steilvorlagen liefern. Besonders zu Spitzenzeiten in der Vorweihnachtszeit und zum Jahreswechsel, wenn viel transportiert wird und die Nachfrage groß ist, wird in der Hektik nicht so genau hingesehen, wem denn da sein kostbares Gut anvertraut wird.

Frachtbetrug ist kein Kavaliersdelikt … ... sondern immer organisierte Kriminalität!

Die nationalen und internationalen Polizei- und Zollbehörden setzen ganze Heerscharen von Fahndern auf die kriminellen Gruppierungen an. Da sollten Sie den Beamten – im eigenen Interesse – bei ihrer Arbeit zur Seite stehen, indem Sie

  • sich Fahrzeug und Frachtführer genau ansehen, u nur mit zuverlässigen, d. h. langjährig bekannten Partnern zusammenarbeiten,

 

  • immer wieder (sorgfältig) alle Papiere prüfen (Personalausweis/Pass der Fahrer, Kfz-Schein/-Kennzeichen, Versicherungsnachweis, Gewerbeanmeldung) und sich keinesfalls auf Handy- oder Freemail-Kontakte einlassen.
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