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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Gefahrgutverordnung und ADR: nicht nur für Kleintransporter, auch für Pkws

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Auch Fahrer von Kleintransportern unter 3,5 Tonnen, die Gefahrgüter transportieren, müssen im Besitz eines Gefahrgut-Führerscheins sein. In vielen Betrieben ist es aber an der Tagesordnung, dass solche Güter auch in Pkws und Kombis befördert werden. Zwar ist hier der Gefahrgut-Führerschein nicht vorgeschrieben, aber einige Dinge müssen Fahrer solcher Fahrzeuge trotzdem beachten.

In der Logistik ist die Beförderung gefährlicher Güter an der Tagesordnung. Kleinere Mengen werden „mal auf die Schnelle“ in Pkws zum Kunden geliefert. Und wer denkt in solchen Fällen daran, dass zum Beispiel auch Sprühdosen unter die Gefahrgutverordnung fallen? Doch die gültigen Transportvorschriften zur Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße gelten immer – also auch für Pkws.
Dabei sind diese Fahrzeuge in der Regel aufgrund ihrer technischen Auslegung für diese Transporte weniger geeignet. Auch die höhere Fahrdynamik solcher Fahrzeuge stellt oft erhebliche Ansprüche an die Ladungssicherung. Und dabei sind nicht nur Ihre Fahrer in der Pflicht!
Denn nach dem Gesetz haben immer alle Beteiligten am Transport gefährlicher Güter – also insbesondere Sie als Fahrzeugverantwortlichernach Art und Ausmaß der vorhersehbaren Gefahren Vorkehrung zu treffen, um Schadenfälle zu verhindern.Darüber hinaus muss der betroffene Personenkreis bei einem Schadeneintritt diesen so gering wie möglich halten.

Grundsätzliche Anforderungen an Gefahrguttransporte

Punkt 1.1.3.1 des ADR sieht für eine ganze Reihe von Gefahrguttransporten eine weitestgehende Freistellung vor. Sie gilt zum Beispiel für kleinere Transportmengen, aber auch für Unternehmen, die Gefahrgüter herstellen und diese weder zur internen noch externen Versorgung transportieren.
Die genauen Definitionen finden Sie unter dem Absatz „Freistellungsvoraussetzungen von den ADR-Vorschriften 1.1.3.1 und 3.4“. Doch auch hier müssen Sie und Ihr Personal einige Regeln einhalten:

  • Güter, die unter Umständen gefährlich miteinander reagieren können, dürfen keinesfalls zusammen verpackt sein.
  • Das Ladegut muss immer so gesichert sein, dass es seine Lage während der Fahrt nicht verändern kann (Verwendung von Zurrgurten, Netzen usw.).
  • Nahrungs-, Genuss- und Futtermittel dürfen nicht mit giftigen oder infektiösen Gütern zusammen transportiert werden.
  • Grundsätzlich werden Güter immer so weit wie möglich entfernt vom Fahrer transportiert.
  • Die Verpackung der Güter muss ordnungsgemäß verschlossen sein.
  • Die Güter werden gewichtsmäßig gleichmäßig im Laderaum verteilt.
  • Beim Gastransport muss auf ausreichende Belüftung geachtet werden.

Achtung:Auch wenn kein Gefahrgut- Führerschein vorgeschrieben ist, muss der Fahrer nachweislich nach den ADR-Vorschriften geschult sein!

Für einen Transport zu erleichterten Bedingungen müssen Sie mehrere Bedingungen erfüllen

Prüfen Sie, ob eine Freistellung nach der Beförderungsart, nach der Mengenbegrenzung oder nach den erleichterten Bedingungen für Beförderungseinheiten infrage kommt. Freistellungsvoraussetzungen zu den ADR-Vorschriften 1.1.3.1 und 3.4

  • Für grenzüberschreitende Transporte und den Transport gefährlicher Güter im Inland in nicht hier zugelassenen Fahrzeugen gibt es einige ADR-Freistellungsmöglichkeiten:
  • wenn 450 Liter pro Verpackung und die Höchstmenge nach ADR, Punkt 1.1.3.6, nicht überschritten werden;
  • wenn die Güter von Unternehmen in Verbindung mit ihrer Haupttätigkeit transportiert werden und dieser Transport nicht Versorgungszwecken dient;
  • wenn die Waren in zusammengesetzten Verpackungen oder Behältern transportiert werden; wenn die Waren mit einer UN-Nummer beziehungsweise den Buchstaben LQ gekennzeichnet sind, die von einem auf die Spitze gestellten Quadrat umrandet sind.

Für alle Transportarten, die oben genannte Bedingungen nicht erfüllen, gelten strengere Regeln. Werden die Mengengrenzen nach ADR 1.1.3.6 nicht überschritten, müssen Sie Folgendes beachten:
Die Verwendung von durch die Gefahrgutverordnung zugelassenen Verpackungen ist zwingend.

  • Das Rauchverbot beim Verladen der Waren und während des Transports muss eingehalten werden.
  • Alle Versandstücke müssen je nach Inhaltsstoffen mit entsprechenden Gefahrenzetteln versehen sein.
  • Der Fahrer muss ein Beförderungspapier mit sich führen, aus dem folgende Angaben ersichtlich sind: UN-Nummern, die offizielle ADR-Benennung, die Gefahrzettelnummer, die Verpackungsgruppe, Zahl und Art der Ware, Masse beziehungsweise das Volumen, Absender- und Empfängeranschrift.
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