Gratis-Download

Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

Jetzt downloaden

Holen Sie sich Ihr Geld zurück: So verschenken Sie keine Steuer ins Ausland

0 Beurteilungen

Erstellt:

Sie sind als Logistiker auch für die Beschaffung von Materialien aus dem europäischen Ausland für Ihr Unternehmen verantwortlich? Sind einige Ihrer Mitarbeiter öfters im Ausland tätig und produzieren so Aufwendungen, die Ihr Unternehmen erstattet? Dann sollten Sie niemals vergessen, sich die anfallende Vorsteuer bei den jeweiligen Staaten zurückzuholen. Sie glauben, das geht nicht oder ist zu aufwändig? Stimmt nicht - Sie müssen nur wissen, wie.

Gerade bei öfters im Ausland tätigen Mitarbeitern ist es gar nicht so einfach, Rechnungen zu bekommen, auf denen als Rechnungsempfänger das Unternehmen genannt ist. Oft zahlen diese Mitarbeiter Hotelübernachtungen und andere reisebedingten Kosten mit eigenen oder auch Firmenkreditkarten.
Doch auch wenn Sie die Rechnungen mit der richtigen Rechnungsadresse hatten, war die Vorsteuerrückerstattung ein mühsames Geschäft, denn Sie mussten diese bei den Finanzbehörden des jeweiligen Staates einfordern. Aber damit ist es ab dem nächsten Jahr vorbei.
Neues Erstattungsverfahren ab dem 1. Januar 2010
Ab dem Jahreswechsel können Sie nämlich die gezahlten Vorsteuern vom Bundeszentralamt für Steuern zurückfordern.
Dazu müssen Sie einen Antrag auf elektronischem Weg an die Behörde richten. Die wird dann Ihren Antrag innerhalb von 15 Tagen an die zuständigen ausländischen Behörden weiterreichen. Haben die zuständigen Organe dann über Ihren Antrag entschieden, werden Sie über die Ergebnisse per E-Mail vom Bundeszentralamt informiert.
Schluss mit den endlosen Wartezeiten
Das Beste an dem neuen Verfahren ist, dass die Vorsteuerrückerstattung innerhalb von 4 Monaten und 10 Tagen erfolgt sein muss. Dabei beginnt die Frist mit der Antragstellung zu laufen. Voraussetzung ist allerdings, dass bei Antragstellung alle erforderlichen Belege beigefügt sind. Fehlen sie, läuft die Frist erst mit der ordnungsgemäßen Nachlieferung. Interessanterweise brauchen Sie im neuen Verfahren die Belege nicht mehr mit dem Antrag abzugeben - es genügt, wenn sich die Unterlagen in Ihrer Buchführung befinden.
Achtung: Das befreit Sie aber nicht von der Pflicht, diese Rechnungen aufzubewahren, denn auf Verlangen der Behörden müssen Sie sie jederzeit vorweisen können.
Nicht jede Vorsteuer wird erstattet
In einigen Ländern gibt es Einschränkungen bei der Rückerstattung von Vorsteuern. Grundsätzlich können Sie aber davon ausgehen, dass sie für folgende Positionen gilt:

  • Hotel
  • Verpflegung
  • Repräsentation
  • Kommunikation
  • Mietwagen
  • Dienstleistungen
  • Messekosten
  • Treibstoffe
  • Maut
  • eventuelle Reparaturen

Diese Voraussetzungen müssen Sie erfüllen
Damit Ihr Unternehmen von diesem neuen Verfahren profitieren kann, müssen 3 Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Ihr Unternehmen ist in Deutschland umsatzsteuerpflichtig.
  2. Ihr Unternehmen darf innerhalb eines festgelegten Zeitraums - in der Regel ein Kalenderjahr - im jeweiligen Land keine oder zumindest nur steuerfreie Umsätze getätigt haben. Steuerlich unschädlich ist es, wenn Ihr Unternehmen Umsätze ausgeführt hat, für die Ihr ausländischer Kunde die Umsatzsteuer bereits abgeführt oder für Ihr Unternehmen einbehalten hat. Und das ist ja zum 1. Januar 2010 die Regel.
  3. Die gezahlte Umsatzsteuer überschreitet gewisse Grenzen - in der Regel 50 Euro - nicht.

Diese Staaten nehmen am neuen Verfahren teil
Grundsätzlich nehmen alle EU-Staaten an dem neuen Erstattungsverfahren teil. Mit allen anderen Staaten müssen entsprechende bilaterale Abkommen existieren, damit Sie die Vorsteuer zurückbekommen. Solche Vereinbarungen nach dem neuen Verfahren scheinen noch nicht zu existieren. Hier hilft nur, Kontakt mit dem Finanzamt aufzunehmen
Das ändert sich im Detail zum Jahresanfang
Das bisherige Papierverfahren wird für alle in Europa ansässigen Unternehmen auf das elektronische Verfahren umgestellt. Die 4 Regeln lauten dabei:

  1. Der Mindestbetrag für die Jahresanträge oder die Anträge für den letzten Zeitraum eines Kalenderjahres beläuft sich auf wenigstens 50 Euro: Er wurde gegenüber der bisherigen Grenze von 25 Euro deutlich angehoben.
  2. Stellt ein Unternehmen einen Antrag für einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten, so muss die Antragssumme bei mindestens 400 Euro liegen.
  3. Dem Vergütungsantrag müssen Sie auf elektronischem Weg die entsprechenden Rechnungen und Einfuhrbelege in Kopie befügen, wenn das Entgelt für den Umsatz oder die Einfuhr mindestens 1.000 Euro und bei Rechnungen über den Treibstoffbezug mindestens 250 Euro beträgt. In begründeten Fällen können die Behörden die Vorlage der Originalrechnungen verlangen.
  4. Sie müssen den Vergütungsantrag bis spätestens zum 30. September des Folgejahres im Mitgliedstaat der Ansässigkeit, also für deutsche Unternehmen beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), stellen. Das geschieht über ein elektronisches Portal beim BZSt. Dieses prüft die Anträge insbesondere auf das Vorliegen Ihrer Unternehmereigenschaft und leitet sie, wenn keine Beanstandungen vorliegen, über elektronische Schnittstellen an den Vergütungsmitgliedstaat weiter.
Logistik & Export aktuell

Praxis-Informationen für Logistiker und exportierende Unternehmen zu Lagerverwaltung, Exportkontrolle, Haftung, zum richtigen Umgang mit Ihrem Personal und zur Senkung von Treibstoffkosten.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen

Nutzen Sie jetzt die besten Praxistipps für Ihren Erfolg in der Transport- und Logistikwelt.

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen