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Innerbetriebliche Transporte: Berufsgenossenschaften prüfen verstärkt (Teil 1)

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Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV) musste im Jahr 2008 in den Betrieben der gewerblichen Wirtschaft 323.555 Arbeitsunfälle beim innerbetrieblichen Transport und im Straßenverkehr verzeichnen. Davon entfielen 208.658 auf den innerbetrieblichen Transport, darunter 28.900 Unfälle mit Flurfördermitteln. Aus diesem Grund wollen die Berufsgenossenschaften dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit bei innerbetrieblichen Transporten richten.

Umsetzung der Vorschriften jetzt prüfen!

Uwe E. Wirth, Chefredakteur des Informationsdienstes LogistikManager meint: Deshalb ist es sicher für jeden Logistikverantwortlichen eine gute Idee, jetzt selbst zu prüfen, ob im eigenen Betrieb allen Vorschriften Genüge getan wird. Hand aufs Herz: Wann haben Sie sich Ihre innerbetrieblichen Transporte hinsichtlich der Sicherheit einmal genauer angesehen? Wenn das schon länger zurückliegt, sollten Sie sich spätestens dieses Jahr um dieses Thema kümmern. Und zwar nicht nur, weil die Berufsgenossenschaften dieses Thema zu einem ihrer Schwerpunkte gekürt haben.

Denn gerade die Logistik ist gekennzeichnet durch permanente Veränderungen - und das gilt insbesondere bei den innerbetrieblichen Transporten. Da werden neue Hilfsmittel eingesetzt, durch Umstrukturierungen und geänderte Warenanteile wurden neue Warenflüsse installiert, die neue Verkehrswege bedingten, und Optimierungen brachten sicherlich auch in Ihrem Unternehmen jede Menge Veränderungen. Da ist es schon fast zwangsweise so, dass Vorschriften und Regelungen, die sich vor Jahren noch als sicher und praktikabel erwiesen haben, nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind.

Transporte innerhalb und außerhalb des Betriebs: Sie sind mitverantwortlich

Aber gerade hier sind Sie in einer erheblichen persönlichen Pflicht. Die Verantwortung für den Transport und das Transportgut liegt nämlich nicht allein beim beauftragten Fahrzeug- und Staplerfahrer oder Kranführer. Vielmehr haben auch der Unternehmer als Betreiber oder weitere durch die Pflichtenübertragung Verantwortliche - also in der Logistik zweifelsfrei Sie - die technischen und personellen Voraussetzungen für die Arbeitsaufgabe zu prüfen und sicherzustellen.

Die Verantwortung für die Organisation von Transportaufgaben liegt übrigens auch dann bei Ihnen, wenn es sich um Transporte außerhalb Ihres Betriebes handelt. Hier übernehmen Sie die Pflichten eines Versenders; Sie müssen die Kontrolle hinsichtlich der Verkehrssicherheit und der Ladungssicherung also selbst wahrnehmen oder organisieren.

Die Transportmittel müssen Sie des Weiteren durch befähigte Personen auf ihren arbeits- und verkehrssicheren Zustand hin prüfen lassen sowie mangelhaftes Gerät aus dem Verkehr ziehen. Darüber hinaus muss der Zustand der Transportmittel arbeitstäglich vor Beginn der Arbeiten kontrolliert und müssen Mängel gegebenenfalls beseitigt werden.

Zuständigkeiten und Berechtigungen klären

Bei allen diesen Aufgaben und Verantwortungen sollten Sie sich aber zunächst immer die Frage stellen, wer eigentlich welche Transportaufgaben in Ihrem Unternehmen überhaupt wahrnehmen darf. Maßgeblich sind hier nämlich die Forderungen aus den Unfallverhütungsvorschriften BGV D29 Fahrzeuge, BGV D27 Flurförderzeuge und BGV D6 Krane hinsichtlich der Eignung, Ausbildung und Befähigung der betreffenden Mitarbeiter. Dabei haben Sie unbedingt sicherzustellen, dass die zu beauftragenden
Mitarbeiter aufgrund ihres Alters, ihrer Ausbildung, Erfahrung und Zuverlässigkeit sowie durch den Nachweis ihrer Befähigung in der Lage sind, die geforderten Transportaufgaben zu erledigen.

Vor der Erteilung des Transportauftrags sollten Sie dabei auch die gesundheitliche Eignung durch eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach G25 festgestellt haben. Die theoretische und praktische Ausbildung der vorgesehenen Mitarbeiter können Sie selbst durchführen, wenn eigene Kenntnisse und Erfahrungen ausreichend sind und Sie dabei die berufsgenossenschaftlichen Grundsätze BGG 921 und BGG 925 berücksichtigen.

Tipp: Zur Erlangung der Befähigung als Ausbilder für Staplerfahrer und Kranführer bieten die Berufsgenossenschaften entsprechende Lehrgänge an.
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