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Kosten senken 2010: Mit Zollzwischenlagern sparen Sie Geld und gewinnen Geschwindigkeit

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Sie kennen das böse Spiel sicher aus eigener Erfahrung: Bei der Zollabfertigung stellt sich heraus, dass eine kleine Angabe auf den Papieren fehlt, und schon bleibt die von Ihren Kunden dringend benötigte Lieferung an der Grenze stehen. Nicht nur, dass sich Ihr Kunde über die verspätete Lieferung ärgert, wird Ihnen Bauchgrimmen bereiten, sondern auch die Mehrkosten durch festgehaltene Lieferfahrzeuge und die Nachreichung der fehlenden Angaben, die sich schnell zu erheblichen Summen addieren.

Oft lassen sich solche Misslichkeiten jedoch mit Zollzwischenlagern elegant umgehen. Darüber hinaus können Sie mit der Nutzung solcher Speziallager noch einige andere Transportprobleme lösen und beim geschickten Einsatz sogar die Zollkosten erheblich senken beziehungsweise manchmal ganz vermeiden.

Dabei profitieren interessanterweise alle am Transport Beteiligten, wenn Sie die Stärken solcher Lager richtig nutzen.

Das sind die Vorteile des Zolllagers
Zollzwischenlager können - geschickt genutzt - mit einer ganzen Reihe von Vorteilen glänzen:

  • Für Waren, die in ein Zollzwischenlager verbracht werden, brauchen Sie die Zölle und die anderen Einfuhrabgaben nicht gleich zu bezahlen. Das bringt Liquiditätsvorteile.
  • Bei Transit-Transporten können Sie die Zahlung der Abgaben oft sogar ganz vermeiden.
  • Die Zollformalitäten werden zum Teil erheblich vereinfacht und stehen nicht unter einem so großen Zeitdruck wie bei der üblichen Einfuhrprozedur.
  • Bei geschicktem Einsatz von Zollzwischenlagern können Sie für Ihren ausländischen Kunden eine schnelle und dynamische Lieferfähigkeit sicherstellen.
  • Der Grenzübertritt beim Transport wird erheblich vereinfacht und somit schneller.
  • Bei den Zollformalitäten können Ihnen die Betreiber des Zolllagers oft erhebliche Hilfestellungen bieten, denn sie kennen die Zollvorschriften ihres Heimatlandes und auch die zuständigen Zollbeamten meist bestens.
  • Oft können Sie sogar bei Zusatzarbeiten, wie beispielsweise dem Verpacken oder auch Umetikettieren, von günstigeren Lohnkosten im Ausland profitieren.

So funktioniert das Zollzwischenlager
Der Clou bei diesen Lagern ist, dass sie unter der Aufsicht der jeweils zuständigen Zollbehörden betrieben werden. Ware auf dem Weg in ein fremdes Land wird auf dem direkten Weg unter Aufsicht der Behörden von der Grenze in dieses Lager verbracht und bleibt auch hier unter der Aufsicht des Zolls.

Durch dieses Verfahren gestalten sich in der Regel die Formalitäten an der Grenze wesentlich einfacher, da die Zollbehörden die Ware ja „unter ihren Fittichen“ haben, bis sie das Zollzwischenlager wieder verlassen soll.

Sie als Exporteur und Beschicker eines Zollzwischenlagers haben aber einige Voraussetzungen zu erfüllen, wenn das Verfahren reibungslos funktionieren soll. In vielen Ländern müssen Sie oder auch Ihr Kunde bei den zuständigen Zollbehörden zunächst um eine Erlaubnis zur Nutzung des Zwischenlagers nachfragen. Viele Länder verlangen hierbei eine Begründung, warum Sie diese Lagerform verwenden wollen. Gründe hierfür können sein:

  • Waren, die nicht im Land bleiben, sondern entweder im Transitverkehr nur kurze Zeit im Land verbleiben sollen oder
  • mit anderen Transportchargen zum Weitertransport zusammengestellt werden sollen.
  • Zwischenlagerfunktion, um beispielsweise für Ihren Kunden eine „Just in time“-Lieferkette sicherzustellen.
  • Anpassung der Waren an örtlich geltende Vorschriften. Das können beispielsweise zusätzlich anzubringende Warenkennzeichnungen sein.

Übrigens ist es auch möglich, ein Zolllager in Eigenregie zu betreiben. Dazu müssen Sie in Deutschland aber eine Bewilligung der Zollbehörden besitzen. Diese können Sie direkt beim Zoll beantragen. Den Link zu weiteren Informationen finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Diese Voraussetzungen müssen Zolllager erfüllen

Zolllager stehen immer unter der Aufsicht der zuständigen Zollbehörden. Bei ihnen muss immer sichergestellt sein, dass Waren nur unter Aufsicht des Zolls hinein- und hinaustransportiert werden dürfen. Diese Lager können direkt vom Zoll oder auch von freien Unternehmen betrieben werden. Die Regelungen hierzu sind in den einzelnen Ländern recht unterschiedlich gestaltet.

Hier finden Sie die Anträge zur Bewilligung des Betriebs eines Zolllagers.

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