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Kosten senken in der Logistik: Mit Zolllagern können Sie jede Menge Geld sparen (Teil 2)

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In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtiger denn je, auf die Kostenbremse zu treten. Eine clevere Möglichkeit dazu bieten Zolllager: Das Führen und Nutzen eines Zolllagers bietet viele Vorteile, vor allem in finanzieller Hinsicht. Durch ein Zolllager können Sie beispielsweise mit der Bezahlung von Einfuhrabgaben jonglieren. Sie können sich diese bei Transitwaren sogar komplett sparen. Voraussetzung allerdings ist, dass das Zolllager 100%ig nach den Vorschriften der Zollbehörden geführt wird und bei Prüfungen und Inventuren keine unerklärlichen Differenzen auftauchen.Denn sonst ist die Bewilligung für ein Zolllager genauso schnell, wie Sie sie erhalten haben, auch wieder weg! Lesen Sie heute, was bei der Benutzung von Zolllagern unbedingt zu beachten ist.

Was Sie bei der Zolllagerbenutzung beachten müssen

  • Nach der Überführung der Waren in das Zolllagerverfahren sind diese unmittelbar zu den in der Bewilligung genannten Lagereinrichtungen zu befördern. Eine Lagerung an einem anderen Ort ist nicht zulässig.
  • Der Lagerhalter muss Bestandsaufzeichnungen führen. In diesen Aufzeichnungen müssen insbesondere alle Warenbewegungen dokumentiert werden. Die Zollverwaltung prüft anhand der Bestandsaufzeichnungen und der tatsächlich vorhandenen Warenmengen die ordnungsgemäße Abwicklung des Zolllagerverfahrens. Die Bestandsaufzeichnungen des Lagerhalters müssen nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung geführt werden, bestandsgenau und zeitnah sein, und der jeweilige Lagerbestand muss jederzeit einem sachkundigen Dritten in vertretbarer Zeit plausibel gemacht werden können.
  • In den Bestandsaufzeichnungen sind die Abgänge grundsätzlich nach dem ‘First in, first out’-Prinzip auf die jeweils am längsten lagernden Zugänge zu buchen.
  • Fehl- und Mehrmengen müssen in den Bestandsaufzeichnungen vermerkt werden. In diesen Fällen ist die Überwachungszollstelle zu informieren.
  • Alle Unterlagen über die Warenbewegungen und -behandlungen sind gesammelt und geordnet aufzubewahren. Sie müssen den einzelnen Positionen in den Bestandsaufzeichnungen zugeordnet werden können.
  • Der Lagerhalter muss regelmäßige Inventuren im Zolllager durchführen. Wenigstens einmal jährlich muss er der Überwachungszollstelle ein Verzeichnis der Lagerbestände zum Inventurstichtag vorlegen. Bei der Inventur festgestellte Mehrmengen sind als Zugänge, Fehlmengen als Abgänge in den Bestandsaufzeichnungen zu erfassen. Für die Fehlmengen erstellt die Überwachungszollstelle einen Einfuhrabgabenbescheid.
  • Im Zolllager dürfen Waren grundsätzlich nur gelagert werden. Einfache Tätigkeiten können aber durchgeführt werden. Hierzu gehören z. B. das Verwiegen, die Probenentnahme oder das Abfüllen/Abpacken von Waren. Diese Behandlungen dürfen aber nur nach vorheriger Bewilligung durchgeführt werden.
  • Waren dürfen aus dem Zolllager nur vorübergehend entfernt werden, wenn dies zuvor von der Überwachungszollstelle bewilligt worden ist. Die Warenbewegungen im Zusammenhang mit dem vorübergehenden Entfernen sind in den Bestandsaufzeichnungen zu erfassen.
  • Die Frist für das vorübergehende Entfernen der Waren ist dem jeweiligen wirtschaftlichen Zweck entsprechend festzusetzen; sie sollte 1 Monat nicht überschreiten und darf höchstens 3 Monate betragen.
  • Führen und Nutzung eines Zolllagers hat also viele Vorteile, vor allem in finanzieller Hinsicht. Durch ein Zolllager kann man mit der Bezahlung von Einfuhrabgaben jonglieren. Sie können sich diese bei Transitwaren sogar komplett sparen. Voraussetzung allerdings ist, dass das Zolllager 100%ig nach den Vorschriften der Zollbehörden geführt wird und bei Prüfungen und Inventuren keine unerklärlichen Differenzen auftauchen. Denn sonst ist die Bewilligung für ein Zolllager genauso schnell, wie Sie sie erhalten haben, auch wieder weg!


Autor: Wolfgang Rieß
Lesen Sie hier Teil 1 dieses Beitrages.

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