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Krankgeschriebene dürfen ihre Heilung nicht gefährden

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Von coupling-media,

Ist ein Arbeitnehmer krankgeschrieben, bedeutet dies, dass er nicht arbeitsfähig ist. Während seiner Krankschreibungszeit muss er alle Tätigkeiten unterlassen, die den Heilungsverlauf negativ beeinflussen können.

Doch was das genau heißt, ist zuweilen ein Streitpunkt, wie ein Fall aus der Praxis zeigt, den Ihnen der Fachinformationsdienst LogistikManager heute präsentiert.

Im vorliegenden Fall war ein Lagerarbeiter wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben. Während dieser Zeit stand seine Hochzeit an. Diese wollte der Verliebte natürlich nicht verpassen und so ehelichte er seine Verlobte.

Natürlich hatte sein Arbeitgeber gegen diese Hochzeit nichts einzuwenden, denn schließlich bedeutet eine Hochzeit ja keine körperliche Belastung, die den Heilungsverlauf negativ beeinflussen könnte.

Im Überschwang der Gefühle ließ sich der Lagerist nach der Trauungszeremonie jedoch dazu hinreißen, seine frisch Vermählte auf Händen durch ein von Freunden aufgestelltes herzförmiges Portal zu tragen. Das allein hätte ihm wohl keinen Ärger eingebracht.

Allerdings beging er den Fehler, Fotos von dieser Aktion auf seiner Facebook-Seite einzustellen. Und damit begannen die Probleme. Sein Chef sah diese Fotos und war der Meinung, ein wegen eines Bandscheibenvorfalls schon über einen Monat Krankgeschriebener dürfe keine schweren Lasten heben, wenn er den Heilungsverlauf nicht negativ beeinflussen will.

Schließlich ist jeder Mitarbeiter dazu verpflichtet, alles zu unternehmen, um wieder gesund zu werden, da er dies seinem Arbeitgeber ja vertraglich schuldet.


Aus diesem Grund bekam der frisch Vermählte von seinem Arbeitgeber die fristlose Kündigung präsentiert. Der Gekündigte vertrat jedoch die Auffassung, er habe seine Ehefrau nur im Überschwang der Gefühle einmal kurz hochgehoben und dies rechtfertige keine fristlose Kündigung wegen fahrlässiger Gefährdung der Heilung.

Also klagte er beim Arbeitsgericht Krefeld auf Nichtigkeit der Kündigung. Bevor der Fall jedoch vor Gericht verhandelt wurde, kam es zu klärenden Gesprächen zwischen den Parteien, in deren Verlauf der Lagerist eine normale – also fristgerechte – Kündigung akzeptierte, weil er obendrein noch eine Abfindung von seinem ehemaligen Unternehmen angeboten bekam.

Offensichtlich war der Arbeitgeber sich gar nicht so sicher, dass er den Fall auch vor Gericht in seinem Sinne durchfechten könnte – und kaufte sich mit der Abfindung von einer drohenden Niederlage frei.

Tatsächlich hätte der Lagerist bei Gericht auf Milde hoffen dürfen, wog seine Frau – obwohl hochschwanger – bei der Hochzeit gerade einmal 62 Kilogramm; er selbst kann eine Größe von 1,92 Metern mit einem entsprechend starken Körperbau vorweisen.

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