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Kündigungsschreiben: Persönliche Zustellung erforderlich?

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So mancher Mitarbeiter hat sich mit folgender Behauptung aus der Kündigungs-Schlinge zu retten versucht: Das Kündigungsschreiben hätte ihn nicht erreicht, weil beispielsweise seine Frau das Einschreiben nicht an ihn weitergegeben hätte. Doch ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz schiebt diesem Treiben einen Riegel vor.

Der Fall

Im vorliegenden Fall wehrte sich eine Arbeitnehmerin zunächst erfolgreich gegen die Kündigung ihres Arbeitgebers: Sie war schwanger. Später kündigte ihr der Arbeitgeber erneut fristgerecht und stellte das Kündigungsschreiben durch einen privaten Zustelldienst zu. Da dieser die Arbeitnehmerin aber nicht persönlich antraf, nahm ihr Schwiegervater das Schreiben entgegen und bestätigte den Empfang auch schriftlich.

Wochen später behauptete die Mitarbeiterin, ihr sei das Schreiben nicht bekannt, somit wäre die Kündigung nicht rechtens. Ihr Arbeitgeber erwirkte daraufhin vor dem Verwaltungsgericht einen Bescheid, der die Rechtmäßigkeit der Kündigung bestätigte.

So entschieden die Richter

Die Mitarbeiterin klagte vor dem Arbeitsgericht Mainz: Die Kündigung wurde für rechtens erklärt. Der Zusteller bestätigte in einer Befragung die ordnungsgemäße Zustellung des Kündigungsschreibens. Mit diesem Urteil war die Gekündigte nicht einverstanden und legte Berufung beim Landesarbeitsgericht (LAG) ein – ohne Erfolg. Nach Ansicht des LAG muss eine Kündigung einem Mitarbeiter nicht zwangsläufig persönlich übergeben werden.

Die Meinung der Richter: Es reiche aus, wenn ein in der Wohnung des Betroffenen lebendes und auch volljähriges Haushaltsmitglied den Brief per Unterschrift entgegennimmt. Nur wenn ein Gesetz oder etwa der Arbeitsvertrag die persönliche Übergabe der Kündigung vorschreibt, gelte eine Ausnahme (LAG Rheinland-Pfalz, 26.8.2011, Az. 9 Sa 226/11).

Tipp der LogistikManager -Redaktion: Kündigungsschreiben müssen nach diesem Urteil nicht persönlich ausgehändigt werden. Es genügt vollkommen, wenn das Schreiben an eine volljährige Person, die im Haushalt des Gekündigten lebt, übergeben wird. Wichtig ist dabei allerdings, dass der Empfang schriftlich bestätigt wird. Sie sollten also eine Kündigung immer per Übergabe-Einschreiben schicken.

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