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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Ladungssicherung: Regeln und Vorschriften für Sie und Ihre Mitarbeiter

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Jedes Jahr werden unbeteiligte Verkehrsteilnehmer durch verrutschte oder heruntergefallene Ladung verletzt oder gar getötet. Wenn auf einem Transport Ihre Ladung verrutscht und so ein Schaden an Waren verursacht wird oder - noch schlimmer - Personenschaden entsteht, können die Folgen gravierend sein.

Denn: In solchen Fällen verweigern die Versicherungen die Regulierung oder fordern ihre Ausgaben von Ihnen oder Ihrer Firma zurück. In besonders schweren Fällen drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen. Das ist Grund genug, sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen.
Die einschlägigen Gesetze und die sich daraus ergebenden Regeln zur Ladungssicherung finden Sie in der Straßenverkehrs- Ordnung (StVO), der Straßenverkehrszulassungs- Ordnung (StVZO) und der Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn (GGVSE). Darüber hinaus beinhaltet das Handelsgesetzbuch (HGB) einige Vorschriften; diese haben allerdings nur zivilrechtliche Auswirkungen.

Die wichtigsten Punkte in den einzelnen Vorschriften sind:

§ 22 StVO (Ladung): Dieser Paragraf schreibt vor, dass „die Ladung einschließlich der Geräte zur Ladungssicherung sowie alle Ladeeinrichtungen so zu verstauen und zu sichern sind, dass sie selbst bei Vollbremsung oder einem plötzlichen Ausweichmanöver nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen. Dabei sind die einschlägigen Regeln der Technik zu beachten …“ Wirklich hilfreich und praxisnah klingt das nun wahrlich nicht, oder?
§ 23 StVO (Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers): „Der Fahrer eines Fahrzeugs ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht nicht durch Ladung, Geräte oder den Zustand seines Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Er muss dazu sicherstellen, dass das Fahrzeug sowie die Ladung in einem vorschriftsmäßigen Zustand sind und dass die Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs durch die Ladung oder die Fahrzeugbesetzung nicht leidet.“ Wie Sie sehen, hilft auch dies nicht so recht weiter.
Die StVZO: Diese verpflichtet Fahrzeughalter – also im Zweifelsfall Sie als Fahrzeugverantwortlichen –, „alle ihre Fahrzeuge mit ausreichenden und geeigneten Ladungssicherungsmitteln auszustatten und genügend solcher Ladungssicherungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.“ Nur wie und mit welchen Mitteln Sie dies bewerkstelligen sollen, bleibt wiederum offen.
Die GGVSE: Diese nationale Vorschrift regelt die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße und der Eisenbahn. Die Regelungen gelten übrigens nicht nur in Deutschland, sondern auch für den grenzüberschreitenden Verkehr innerhalb der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang müssen Sie auch das Europäische Abkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) berücksichtigen.
Hier sind die Detailvorschriften übrigens in den Anlagen A und B enthalten. So ist zum Beispiel in Abschnitt 7.5.7.1 des ADR festgelegt: „Die einzelnen Teile einer Ladung mit gefährlichen Gütern müssen so auf dem Fahrzeug oder im Container so verstaut sein oder durch geeignete Mittel so gesichert sein, dass sie ihre Lage zueinander sowie zu den Wänden des Fahrzeugs oder Containers nur geringfügig verändern können.“ Und wieder sind diese Ausführungen recht allgemein gehalten und helfen in der Praxis recht wenig.
Achtung: Bei nicht ordnungsgemäßer Ladungssicherung gefährlicher Güter im Bereich des ADR oder der GGVSE drohen wesentlich höhere Strafen als beim Transport von normalen Gütern.
Wie Sie sehen, strotzen alle diese Gesetze und Regelungen von allgemeingültigen Aussagen. Die dabei oft genannten technischen Regeln stützen sich auf die VDI-Richtlinien ab der Nummer 2700 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“, die durch weitere Festlegungen in den Normen EN und DIN EN ergänzt werden.
Diese Pflichten und Verantwortlichkeiten müssen Sie und Ihre Fahrer beachten
Aus den Vorgaben der StVO, der StVZO, der GGVSE und aus dem HGB ergeben sich zusammen mit oben genannten VDI- und DIN-Vorschriften folgende Verpflichtungen:
Pflichten des Fahrzeugverantwortlichen:

  • Sie müssen Ihren Fahrern für den Ladungstransport geeignete Fahrzeuge und Ladungssicherungseinrichtungen zur Verfügung stellen.
  • Sie dürfen nur geeignetem Personal das Führen eines Fahrzeuges erlauben.
  • Sie müssen nicht nur sicherstellen, dass alle Fahrzeuge und deren Aufbauten die technischen Vorschriften erfüllen, sondern auch, dass diese auch funktionsfähig sind.

Pflichten der Fahrer:

  • Jeder Fahrer muss vor Fahrtantritt die Ladung und die Lastverteilung kontrollieren.
  • Jeder Fahrer hat sein Fahrverhalten an die Eigenschaften seines Fahrzeugs und seiner Ladung anzupassen.
  • Insbesondere muss jeder Fahrer die Geschwindigkeit an die Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anpassen.
  • Er hat bei der Fahrt darauf zu achten, dass er keine Ladung verliert.
  • Er darf nur Fahrzeuge führen, wenn er eine entsprechende Fahrerlaubnis besitzt.
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