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Lagerreinigung: mit der richtigen Technik unnötige Kosten gezielt einsparen

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Bei der Wahl der richtigen Reinigungstechnik und der richtigen Maschinen sind sich viele Logistikverantwortliche oft recht unsicher und verschenken dabei unnötig Geld. Doch mit der 2x10-Punkte-Systematik finden Sie schnell Ihre richtige Ausstattung. Haben Sie sich schon mal ausgerechnet, wie teuer die Lagerreinigung im Jahr für Sie ist? Sie werden sich wundern, was bei einer Vollkostenbetrachtung herauskommt. Doch mit ein bisschen Mühe sparen Sie hier richtig – ohne auf Sauberkeit zu verzichten. Stellen Sie dazu einige Überlegungen und Analysen an, bevor Sie eine Neuanschaffung planen.

Klären Sie diese 10 Punkte bereits im Vorfeld

1. Welche Reinigungsart brauchen Sie?
Ermitteln Sie, wie bei Ihnen gereinigt werden muss. Oft genügt es, wenn die Lager- und Verkehrsflächen nur gekehrt werden.

2. Welche Fläche ist zu reinigen?
Überdimensionierte Reinigungsmaschinen sind genauso falsch wie zu kleine. Die einen kosten in der Anschaffung und im Betrieb oft viel zu viel und müssen vor engen Gängen häufig kapitulieren.

3. Wann wird die Reinigung durchgeführt?
Nicht immer genügt es, wenn die Lagerreinigung nur außerhalb der normalen Betriebszeiten erfolgt. Das hat schnell weitreichende Auswirkungen in Bezug auf die infrage kommende(n) Reinigungsmaschine(n).



4. Welche Schmutzmengen muss die Reinigungsmaschine sicher bewältigen?

5. Welche Schmutzart muss beseitigt werden?
Das ist eine zentrale Frage, die Sie besser für jeden Lagerbereich getrennt beurteilen. Prüfen Sie: Fällt vielleicht nur Staub an?

Oder sind auch schmierige oder zähe Verschmutzungen zu be-seitigen, die eine einfache Kehrmaschine kaum bewältigen kann?

6. Wie lange ist die Reinigungsmaschine pro Tag im Einsatz?

7. Werden die Maschinen nur in geschlossenen Lagerhallen oder auch im Außenbereich eingesetzt? Auch dies ist bei der Wahl der Antriebstechnik von entscheidender Bedeutung.

8. Haben Sie Räumlichkeiten, in denen Betriebsstoffe gelagert werden können, oder Räume, die die gefahrlose Ladung von Akkumulatoren erlauben?

9. Welche Anforderungen stellen Sie an Wartung und Service?
Muss es in Ihrem Lager immer peinlich sauber sein, so ist ein Ausfall einer Reinigungsmaschine mehr als ärgerlich. Doch schneller Service kostet Geld.

10. Welche Sicherheitseinrichtungen benötigen Sie?
Diese Frage müssen Sie insbesondere dann detailliert beantworten, wenn die Maschinen auch in Regallagergängen eingesetzt werden.

Mit diesen 10 Grundregeln finden Sie die richtige Technik

Wenn Sie die oberen 10 Fragen geklärt haben, ist es jetzt gar nicht mehr schwer, die richtigen Maschinen für Ihren Zweck auszuwählen.

1. Fläche: Nehmen Sie als Grundregel, dass Aufsitz-Scheuersaugmaschinen ab etwa 2.500 m2 wirtschaftlich arbeiten.

Reine Kehrmaschinen setzen Sie schon ab 1.300 m2 effizient ein. Ist die zu reinigende Fläche kleiner, so bieten sich handgeführte Modelle an.

2. Art der Reinigung: Fällt bei Ihnen hauptsächlich Staub an und sind die Reinheitsansprüche nicht allzu hoch, dann ist eine reine Kehrmaschine die richtige Wahl.

Anders sieht es aus, wenn der Reinigungsstandard hoch sein muss oder auch zähe und klebrige Verunreinigungen an der Tagesordnung sind. Hier empfiehlt sich in jedem Fall eine Scheuersaugmaschine.

3. Reinigungszeitpunkt: Wird nur außerhalb der normalen Betriebszeiten gereinigt, so wählen Sie Reinigungsmaschinen mit Verbrennungsmotoren (Benzin, Diesel, Gas).

Wird jedoch auch regelmäßig während des Betriebs gereinigt, so kommen wegen der geringeren Lärm- und Abgasbelastung eher stromgetriebene Maschinen infrage.

4. Schmutzmengen: Ist der Schmutzauffangbehälter zu klein, fallen unnötig viele Entsorgungsfahrten an. Wählen Sie also diese Behälter großzügig.

5. Einsatzdauer: Dieser Parameter bestimmt die Antriebsart in entscheidendem Maße. Ist das Gerät nur einige Stunden im Einsatz, kann ein günstigerer Elektroantrieb richtig sein. Ist das Gerät aber im Dauereinsatz, sind Verbrenner besser.

6. Einsatzort: Wird nur in Außenbereichen oder auf überdachten Lagerflächen gereinigt, ist der Verbrennungsantrieb sicher die 1. Wahl.

7. Art der zu reinigenden Flächen: Haben Ihre Lagerflächen schwierige Geometrien und verwinkelte Ecken,greifen Sie eher zu kleineren und wendigeren Maschinen.

8. Betriebsstofflagerung oder Ladeeinrichtungen: Wollen Sie Verbrenner einsetzen, klären Sie vorab, wo Sie die Betriebsstoffe lagern. Denn Tanks und Gaslager sind in der Anschaffung oft recht teuer. Für akkugespeiste Maschinen brauchen Sie zum Laden einen geeigneten Raum, weil beim Ladeprozess immer feuergefährliches Knallgas entsteht.

9. Wartung und Service: Wartung und schneller Service kosten Geld. Schließen Sie deshalb nur dann einen umfassenden Servicevertrag, wenn Sie wirklich unbedingst schnelle Reaktionszeiten benötigen.

10. Sicherheit: Gerade dieser Punkt wird von vielen Kollegen oft vernachlässigt. Kommt es dann aber zu einem Unfall, ist der Ärger groß.

Sehen Sie deshalb – insbesondere wenn die Geräte während des normalen Lagerbetriebs in Regalgängen unterwegs sind – entsprechende Sicherungseinrichtungen wie beispielsweise Dachkäfige vor.

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