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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Lassen Sie sich keine maroden Paletten unterschieben!

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Tauschpaletten sind an sich eine feine Sache – durch das Tauschsystem müssen diese Transporthilfsmittel nicht unnötig und teuer hin- und hertransportiert werden. Das spart richtig Geld, aber nur dann, wenn Sie bei der Verrechnung höllisch aufpassen und sich keine maroden Paletten unterschieben lassen, die Sie kaum wieder losbekommen oder umständlich auf eigene Rechnung reparieren lassen müssen.

Und setzen Sie in Ihrer internen Logistik auch maschinenfördertechnische Anlagen ein, können beschädigte Paletten schnell für einen veritablen Anlagenstillstand sorgen, der Sie Zeit und Geld kostet.

Es gilt also, bei der Warenannahme höllisch aufzupassen und marode Paletten erst gar nicht anzunehmen. Doch gerade hier gibt es bei Mitarbeitern immer wieder Unsicherheiten, ab wann eine Palette als untauglich gilt. Obendrein entsteht immer wieder Streit mit Lieferanten, die steif und fest behaupten, ihr Holzschrott sei in Ordnung.

Zum Glück gibt es aber zur Beurteilung der Palettenqualität ganz eindeutige Regeln. Wenn Ihre Mitarbeiter die kennen und berücksichtigen, haben Sie sich jede Menge Ärger und Bares gespart.

Die EUR-Tauschpalette ist eine 4-Wege-Flachpalette aus Holz nach UIC 435 - 2. Sie wird bei bestimmungsgemäßer Verwendung als Ladungsträger, als Lagergerät nach der BGR 234 sowie als Transportverpackung gemäß der Verpackungsverordnung (VerpackV) verwendet und im nationalen Bereich des Geräteund Produktsicherheitsgesetzes im neuen wie auch im gebrauchten Zustand als technisches Arbeitsmittel in Verkehr gebracht und/oder den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

In diesen Vorschriften und Normen ist allgemein festgehalten, welche Eigenschaften Transporthilfsmittel aufweisen müssen. Bei der sogenannten Europalette – auch EUR-Palette genannt – wurden diese Vorschriften und Normen berücksichtigt und darüber hinaus ein Ladungsträger genau spezifiziert.

In dieser Spezifikation ist exakt festgehalten, aus welchem Material eine solche Palette bestehen muss, ihre genauen Abmaße, ihr Aufbau und auch ihre Kennzeichnung. So ist beispielsweise definiert, dass festgelegte Kennzeichnungen an den Stützklötzen angebracht sein müssen. Betrachtet man die Palette von ihrer Längsseite, müssen hier auf dem linken Klotz die Kennzeichnung EPAL in einer ovalen Einkreisung und das Logo der zulassenden Länderbahn stehen.

Heute finden sich die Bahnlogos immer zusammen mit dem EPAL-Logo auf diesem linken Eckklotz. Auf dem rechten Eckklotz finden Sie die eindeutige EURKennung, die auch von einem Oval umschlossen wird.

Noch mehr verrät der Mittelklotz, auf dem sich seit Anfang 2011 ablesen lässt, in welchem Land und oft auch in welcher Region die Palette hergestellt wurde. Darüber hinaus finden sich hier Angaben, mit welchen Methoden die Palette beziehungsweise deren Holz behandelt wurde. Diese Angaben sind im oberen Bereich der Kennzeichnung rechts neben dem IPPC-Symbol zu finden.



Unter diesen Angaben befindet sich das Logo der Landesbahn, die die Palette zugelassen hat. Rechts davon ist der Herstellercode aus 3 Ziffern, das Herstelljahr und der Herstellmonat der Palette nach folgendem Schema: XXX – 1 – 4 aufgedruckt. Hierbei steht die 1 für das Jahr 2011 und die 4 für den Monat April.

So können Sie Palettenzustände eindeutig erkennen

Das Schöne an dem Europalettensystem ist, dass alle Parameter dieses Transporthilfsmittels genau festgelegt sind und nur zertifizierte Hersteller solche Paletten anbieten dürfen. Gleiches gilt übrigens für die Reparatur beschädigter Paletten – auch das dürfen nur zertifizierte Betriebe tun.

Das Beste an der EUR-Palette ist aber, dass auch klar festgelegt ist, wie man den Zustand einer Palette eindeutig erkennen und klassifizieren kann. Hier unterscheidet die Norm 4 Zustände: neu und die Klassen A bis C.

Grundsätzlich gilt eine Palette als neu, wenn das Holz hell und ohne Verschmutzungen ist, der Feuchtegrad unter 22 % liegt, alle notwendigen Kennzeichnungen vorhanden sind und die Palette ohne Gebrauchsspuren ist.

Paletten der Klasse A müssen sauber sein und das Holz muss eine helle Färbung aufweisen. Gebrauchsspuren hingegen sind beispielsweise erlaubt, aber keine verdrehten Stützklötze.

Auch diese Paletten sind für die Lagerung, den Transport von Waren und für Maschinenförderanlagen zugelassen.

Bei der Klasse B darf das Holz zwar schon dunkler und die Gebrauchsspuren können schon deutlich sichtbarer sein, aber die Palette darf beispielsweise keine abstehenden Holzsplitter haben. Auch diese Paletten sind noch für die Lagerung, den Transport von Waren sowie für Maschinenförderanlagen zugelassen.

Paletten der Klasse C können schon stärker verdrehte Klötze aufweisen oder auch stärker verschmutzt sein. Allerdings darf es nicht möglich sein, dass dieser Schmutz auf das Ladegut übertragen wird. Diese Paletten sind nur noch für die Lagerung und den Warentransport zugelassen. In Maschinenförderanlagen dürfen sie nicht mehr verwendet werden.

Paletten, die nicht einmal mehr der Klasse C entsprechen, müssen entweder aussortiert oder einer Reparatur durch einen zertifizierten Betrieb zugeführt werden.

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