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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Lassen Sie teure Fracht IMMER detailliert ausweisen

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Dieses Urteil macht deutlich, dass Sie bei Versand und Transport teurer oder hochwertiger Waren nicht vorsichtig genug sein können!

Der Fall:
Ein Kurierdienst sollte drei Pakete von Amsterdam nach Karlsfeld bei München befördern. Beschriftet waren diese Pakete mit dem Hinweis:„Edelmetall“. Geliefert werden sollten Sie an eine Kunstprägeanstalt. Doch es kam, wie es kommen musste: Nur 1 der 3 Pakete erreichte sein Ziel. Daraufhin klagte die Transportversicherung des Empfängers. Sie macht geltend, in den Paketen wären Goldmünzen im Wert von mehr als 90.000 Euro gewesen. Entsprechend wollte die Versicherung ein vorsatzgleiches Verschulden des Frachtführers festgestellt wissen. Schließlich haftet der Frachtführer in so einem Fall ohne Haftungsbeschränkung und muss vollen Schadensersatz leisten.
Die Entscheidung:
Das sahen die Richter am Bundesgerichtshof aber nicht ganz so:
Richtig ist: Ein Frachtführer muss seinen Betrieb so organisieren, dass eine ausreichende Schnittstellenkontrolle gegeben ist. Sprich: Bei der Übergabe dürfen Pakete nicht einfach abhandenk ommen. Diese Schnittstellenkontrolle muss bei einer aus mehreren Paketen bestehenden Sendung für jedes einzelne Paket gewährleistet sein.

Auch der Versender ist in der Pflicht

Im zugrunde liegenden Fall sahen die Richter am Bundesgerichtshof aber auch eine Mitschuld des Versenders! Denn der hatte mit dem Hinweis „Edelmetall“ in keinster Weise auf die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens hingewiesen.Oder andersherum: Allein die Angabe „Edelmetall“ und die Adressierung an eine Prägeanstalt reichen in so einem Fall nicht aus. Deshalb:
Wenn Sie wertvolle Fracht zu transportieren haben:

  • Weisen Sie den Frachtführer imAuftrag ausdrücklich auf den Wert des zu versendenden Gutes hin.
  • Fragen Sie konkret nach der Versicherungssumme, die er gewährleistet.
  • Schließen Sie gegebenfalls eine zusätzliche Versicherung ab.


Sie sehen - es ist nicht viel zu tun. Aber mit diesen wenigen Schritten können Sie viel erreichen. Denn Sie werden - anders als der Versender im Urteilsfall - eben im Verlustfall NICHT auf einem Großteil des Verlustes sitzen bleiben (Bundesgerichtshof, Urteil vom 13. September 2007, veröffentlicht im Juli 2008, Az: I ZR 155/04).

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