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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Lenkzeiten: Tachografen-Manipulationen sind kein Kavaliersdelikt

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Vor einiger Zeit tauchten in der Presse und in den einschlägigen Internetforen Berichte auf, nach denen auch der digitale Tachograf manipuliert werden kann. Ob es auf die dort beschriebene Art und Weise geht, spielt eigentlich keine Rolle. Denn wird ein Fahrer - oder gar ein Unternehmen - dabei erwischt, gibt es richtig Ärger.

Zweifelsohne kann jedes technische Gerät manipuliert werden - und so wird das auch bei den digitalen Tachografen sein. Doch im Gegensatz zu den alten Scheibenschreibern, bei denen sich die Suche nach solchem Treiben doch zumindest zeitaufwändiger gestaltete, können die Kontrollorgane wie das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) beim digitalen Aufzeichnungsgerät in Sekunden feststellen, ob etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

Und das kann dann sehr schnell unangenehme Folgen für den Fahrer und auch Sie als Fuhrparkverantwortlichen haben. Denn wie Sie sicher wissen, müssen Sie die auf den Tachogr! afen gespeicherten Daten regelmäßig auslesen und archivieren. Und solche Archive lassen sich schnell auslesen und analysieren.

Denn was nutzt es, wenn das Gerät - wie behauptet mit einem starken Magneten - daran gehindert wird, die Fahrzeiten richtig zu dokumentieren, aber der Zug während dieser Zeit nachweislich größere Strecken zurückgelegt hat? Der Kontrolleur sieht auf einen Blick, ab wann die Aufzeichnung unterbrochen wurde, und kann meist relativ leicht anhand von anderen Unterlagen nachprüfen, wo der Lastwagen wann Ladung aufgenommen oder abgeliefert hat. Mit ein bisschen Rechnerei kann er schnell abschätzen, ob hier in größerem Umfang manipuliert wurde. Und dann wird es richtig unangenehm.

Das geschieht nach einer nachgewiesenen Manipulation am Tachografen:
Vorsätzliche Manipulationen sind kein Kavaliersdelikt, sondern stellen einen Betrugsversuch und somit eine Straftat dar. Zunächst wird der ! Verdacht immer auf den Fahrer fallen, aber die Kontrollorgane! könnten sich genötigt sehen, doch einmal im Betrieb des Fahrers nach dem Rechten zu schauen. Und kommen hier weitere solche Fälle ans Licht, dann wird es für den Fuhrparkverantwortlichen richtig böse: Ihm wird man dann nämlich mit ziemlicher Sicherheit systematischen Betrug unterstellen. Deshalb sollte kein Fuhrparkverantwortlicher auch nur im Traum daran denken, solche Manipulationen zu decken oder gar selbst anzuzetteln.

So vermeiden Sie Ärger
Sie sollten die aus den Tachografen ausgelesenen Daten regelmäßig ansehen und kontrollieren, ob bei Ihnen im Unternehmen alles in Ordnung ist. Stellen Sie Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeitbestimmungen, Bedienungsfehler oder gar Manipulationen fest, sollten Sie konsequent und umgehend reagieren:

  • Machen Sie die betreffenden Fahrer schriftlich auf die Verstöße aufmerksam.
  • Schulen Sie Fahrer, die die Geräte nicht richtig bed! ienen, schnellstmöglich nach und halten Sie diese Nachschulung immer schriftlich fest.
  • Bemerken Sie Manipulationen an den Tachografen, fordern Sie die betreffenden Fahrer dazu auf, dies zu unterlassen.
  • Drohen Sie bei permanenten Verstößen nicht lange, sondern mahnen Sie schnell ab und kündigen Sie im Wiederholungsfall rigoros.
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