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Mehrwertsteuer-Paket 2010: Worauf sich die Logistikbranche jetzt einstellen muss (Teil 1)

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Zum Jahreswechsel kommt eine steuertechnische Veränderung, deren Ursachen 1993 in der Schaffung des Europäischen Binnenmarktes liegen. Und das Mehrwertsteuerpaket wirbelt bisher gewohntes Recht kräftig durcheinander. So gilt beispielsweise das bisher geltende Herkunftslandprinzip bei Auslandsgeschäften nicht mehr.

Um einheitliche Rahmenbedingungen bei innergemeinschaftlichen Geschäften sicherzustellen, hat der Rat der Europäischen Union bereits 2008 zwei Richtlinien (2008/8/RG und 2008/9/EG) und eine Verordnung (EG Nr. 143/2008) beschlossen, die mit Wirkung zum Jahreswechsel in Deutschland in nationales Recht umgesetzt werden

Die für die Distribution und die Logistik wichtigste Änderung ist dabei der Wechsel zum fast durchgängigen Leistungsempfängerprinzip oder auch Empfängerortprinzip bei der Umsatzbesteuerung. Danach werden fast alle Geschäfte im Gegensatz zur bisherigen Praxis im Land des Leistungsempfängers zur Umsatzbesteuerung herangezogen. Nur da, wo diese Umsatzbesteuerung von Dienstleistungen nicht mit dem Ort des tatsächlichen Verbrauchs übereinstimmt, gibt es einige Sonderregelungen.

Hierbei wird übrigens auch fein säuberlich unterschieden, ob es sich um ein Geschäft zwischen Unternehmen oder um ein so genanntes Endkundengeschäft handelt.

Erhebliche Erweiterung des Unternehmensbegriffs
Bisher wurden juristische Personen - also auch Unternehmen -, die nicht steuerpflichtig waren, aber eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID) zugewiesen bekommen hatten, steuertechnisch bei der Dienstleistungs-Ortbestimmung nicht unbedingt so wie andere Unternehmen behandelt. Das ist mit der Einführung des Mehrwertsteuerpakets grundsätzlich vorbei.

Doch keine Regel ohne Ausnahme: Die Regel gilt nämlich nicht, wenn Sie oder Ihr Personal eine Dienstleistung höchstpersönlich in Anspruch nehmen.

Achtung: Ein Leistungserbringer, also beispielsweise ein Lieferant, ist ab dem Jahreswechsel dazu verpflichtet, sich über den Status des Leistungsempfängers genau zu informieren. Das dürfte in der täglichen Praxis oft zu Problemen führen. Deshalb sollten Sie in solchen Fällen immer Kontakt mit Ihrem Finanzamt aufnehmen und den Sachverhalt mit dessen Unterstützung abklären.

So bestimmen Sie den Dienstleistungsort richtig
Bestimmte Arten von Dienstleistungen bedurften bisher einer besonderen Ortsbestimmung, um ihre Besteuerung am Ort des tatsächlichen Verbrauchs korrekt umzusetzen (Verbrauchsortprinzip). Bei anderen Dienstleistungen musste man bisher je nach Status des Empfängers - also Unternehmer oder privater Endverbraucher - unterscheiden und dann nach dem Empfängerortprinzip versteuern.

Ab dem Jahreswechsel wird hingegen einheitlich danach unterschieden, ob es sich um ein Geschäft zwischen Unternehmern (B2B) oder um ein Geschäft eines Unternehmens mit einer Privatperson (B2C) handelt.

Hier gehts zum 2. Teil

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