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Mit diesem Lieferantenbewertungssystem können Sie sparen und werden flexibler

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Verlässliche Lieferanten sind das A und O einer funktionierenden Logistikkette – insbesondere in produzierenden Unternehmen.

Doch können Sie auf Anhieb sagen, welche Ihrer Lieferanten am zuverlässigsten arbeiten? Bauchgefühl allein hilft Ihnen hier nämlich nicht weiter, wenn Sie optimieren wollen. Gebraucht werden harte Fakten.

Denn nur damit können Sie Ihre Logistikkette auf Effizienz und Kostensparen trimmen. Übrigens: Auch gegenüber Ihrer Geschäftsleitung machen sich solche Zahlen hervorragend …

Als Verantwortlicher für die Logistikkette setzen Sie sicher einige Instrumente ein, die Ihre Materialflussqualität bewertbar machen. So hilft Ihnen beispielsweise Ihr Qualitätsmanagement, ständig das Optimum aus Ihrer Logistikkette zu holen.

Doch bei genauerer Betrachtung nützt es Ihnen recht wenig, wenn Sie beispielsweise Ihre interne Materialflusskette immer prima in Schuss halten, Ihre Lieferanten Ihnen jedoch ständig Streiche à la verspätete Lieferungen, Fehllieferungen oder Über- und Untermengen spielen. Denn dann sind alle Ihre Bemühungen vollkommen umsonst.

Diese Dinge wirbeln nämlich auch die beste interne Logistik so gründlich durcheinander, dass sie zwangsweise ineffektiv und damit teuer wird – von den direkten Kosten durch Produktionsausfälle oder Lieferverzögerungen Ihrerseits ganz zu schweigen.

Was Sie also dringend brauchen, sind verlässliche und nachvollziehbare Kenngrößen, die Ihnen helfen, schwarze Schafe unter Ihren Lieferanten sicher aufzuspüren, um sie dann zielsicher auf Vordermann zu bringen.

Tipp: Ziel einer Bewertung muss dabei immer sein, die Leistung jedes einzelnen Lieferanten zu verbessern. Erarbeiten Sie dabei allerdings genau, wo es im Einzelnen Probleme gibt.

Diese 6 Punkte muss ein Lieferanten-Bewertungssystem leisten

Nun können Sie Ihre Lieferanten sicher nach einer ganzen Reihe von Bewertungskriterien beurteilen.

Doch Vorsicht: Wenn Sie zu viele Einzelkriterien aus zu zahlreichen Kategorien betrachten, bekommen Sie zwar einen großen Berg schöner Zahlen, die Sie aber Ihrem eigentlichen Ziel – effizienter zu werden – kein Stück näherbringen, jede Menge Ihrer kostbaren Zeit kosten und Sie schlussendlich mehr verwirren, als zu helfen. Worauf es nämlich wirklich ankommt, sind die folgenden 6 Aspekte:

Das Lieferanten-Bewertungssytem muss …

  • … die Leistung jedes Lieferanten klar und eindeutig nach Ihren Bedürfnissen (etwa Termintreue, Mengentreue) bewerten. ”
  • … einfach und modular aufgebaut sein.
  • … nachvollziehbar sein und mit für alle Beteiligten klaren und eindeutigen Kriterien arbeiten.
  • … Ihnen eine konkrete Hilfestellung geben, wenn es darum geht, Lieferanten auf bestimmte Probleme hinzuweisen.
  • … natürlich „schlank“ sein – denn nur so können Sie dieses Instrument einsetzen, ohne wertvolle Zeit zu verschenken.
  • … auch ohne allzu starke Unterstützung Ihrer IT arbeiten können.

Tipp: Machen Sie aus Ihrer Lieferantenbewertung keine Wissenschaft, sondern halten Sie sich immer vor Augen, was dieses Tool für Sie ist: eine praktische Arbeitshilfe, die einfach zu handhaben sein muss!

Lieferantenbewertung gibt es nicht von der Stange

So, wie sich kaum eine Logistikkette mit einer anderen vergleichen lässt, ist es auch bei einem guten Lieferanten-Bewertungssystem: Es muss genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Und dabei kann Ihnen eine einfache Tatsache, die nur auf den 1. Blick negativ erscheint, helfen.

Jede Bewertung ist grundsätzlich subjektiv. Das ist auch dann der Fall, wenn Sie objektive Kriterien – also genau messbare Größen wie beispielsweise Terminoder Mengentreue – bewerten. Und diese Subjektivität ist bei näherer Betrachtung sogar gewünscht, denn Sie wollen ja immer die Punkte verbessern, die für Sie besonders wichtig sind.

Wenn Sie Lieferanten sinnvoll bewerten wollen, müssen Sie immer die Punkte Zusammenarbeit, Unternehmen und auch Kostentransparenz beachten. Aus diesem Grund nennen wir diese Methode das ZUK-System.

So hilft Ihnen ZUK bei der Bewertung der einzelnen Lieferanten

In unserem ZUK-System bildet jeder dieser genannten Punkte ein eigenes Modul. Innerhalb dieser Einzelmodule kommen dann jeweils wieder 3 verschiedene Einzelkriterien zum Einsatz. In unserem Beispiel besteht das System also aus 3 x 3 = 9 Kriterien.

Tipp: Es wird sicher so sein, dass Ihre Ansprüche an Lieferanten mehr oder weniger an Einzelkriterien gemessen werden, um eindeutige und zielgerichtete Aussagen über die Qualität jedes einzelnen Lieferanten zu erhalten. Hier können Sie also ohne Weiteres variieren. Versuchen Sie aber, sich immer auf möglichst wenige Punkte zu beschränken. Weniger ist hier nämlich mehr.

Unser Beispiel-ZUK-Formular am Ende dieses Artikels zeigt Ihnen das Redaktionsteam des „LogistikManager” , wie dieses System funktioniert und wie flexibel Sie hiermit arbeiten können.

Grundsätzlich werden Sie in Ihrem Unternehmen sicher auch bewerten, wie wichtig die einzelnen Module für Ihr Unternehmen sind und wie es deshalb um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten bestellt ist.

Hier hat sich allgemein die sogenannte ABC-Klassifizierung durchgesetzt. A-Teile sind besonders wichtig, C-Teile eher weniger.

Genauso lässt sich die Abhängigkeit klassifizieren: Können nur wenige Lieferanten beispielsweise ein bestimmtes Bauteil liefern, fallen diese in die Klasse A. Handelt es sich hingegen um Teile, die Sie quasi überall bekommen können, sind solche Lieferanten der Klasse C zuzuordnen. Aus diesem Grund sollten Sie diese Felder im Kopf der Tabelle grundsätzlich ausfüllen.

In der 1. Spalte tragen Sie alle Punkte ein, die für Sie besonders wichtig sind. In unserem Beispiel sind dies unter Zusammenarbeit die Messgrößen Liefertermintreue, Mängelfreiheit und Reaktion bei Lieferpannen.

In der 2. Spalte gewichten Sie anschließend die einzelnen Kriterien aus Spalte 1, und zwar nach einem Wertesystem von 0 bis 1.

In der 3. Spalte tragen Sie die Leistung in % zu den jeweiligen Kriterien für den entsprechenden Lieferanten ein.

In der 4. Spalte bilden Sie dann die jeweiligen Resultate aus Gewichtung und Leistung. Diese Ergebnisse zählen Sie anschließend für jeden der ZUK-Abschnitte zusammen.

Für die anderen Kriterien unseres Beispiels, wie Unternehmen mit den Unterkriterien Beherrschung des Geschäftsbzw. Fertigungsprozesses, Innovationsfreude etc., wiederholt sich dieses Spiel.

Weitere geeignete Parameter sind beispielsweise die Kostentransparenz mit den Unterpunkten Preis und Zahlungsbedingungen.

Tipp: Sie können dieses Schema noch um zusätzliche Kriterien erweitern, doch sollten Sie dieses größere Arbeitsblatt dann nur noch auf Ihre Hauptlieferanten anwenden. Alle anderen bewerten Sie mit der Kurzversion. Das spart Zeit!

Im unteren Teil der Tabelle gewichten Sie die einzelnen Kriterien Zusammenarbeit, Unternehmen und Kostentransparenz. Dabei muss die Summe der Gewichtung immer 1 ergeben. Wenn Sie nun noch die Punkteergebnisse der einzelnen Kriterien eintragen, können Sie eine Gesamtpunktzahl errechnen, die die Qualität des betrachteten Lieferanten klar beschreibt.

Haben Sie das für alle Lieferanten berechnet, sehen Sie auf einen Blick, ob die Qualität ausreichend ist. Die Einzelergebnisse liefern Ihnen darüber hinaus wertvolle Hinweise, ob bei einzelnen Punkten beim betreffenden Lieferanten Verbesserungsbedarf besteht. Ist das der Fall, prüfen Sie diese Punkte mit dem betreffenden Lieferanten und besprechen Verbesserungsmöglichkeiten mit ihm.

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