Gratis-Download

Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

Jetzt downloaden

Mit diesen Maßnahmen halbieren Sie Ihre Frachtkosten im Jahr 2013

0 Beurteilungen

Erstellt:

Haben Sie sich in letzter Zeit einmal genauer angesehen, was Sie für Ihren Warenversand ausgeben? Dann sollten Sie das unbedingt tun! Der „LogistikManager” zeigt eine Methode auf, wie Sie mit ziemlicher Sicherheit jede Menge Geld sparen können.

Untersuchen Sie dabei immer die einzelnen Frachtwege separat. Um Ihre Kosten für den Warenversand sicher im Griff zu haben und potenzielles Sparvolumen erkennen zu können, brauchen Sie zunächst einen klaren Überblick über die Ist-Kosten.

Betrachten Sie grundsätzlich die einzelnen Frachtwege – also beispielsweise Paketdienste, Stückgut- und Maschinenfrachten – getrennt.

4 Schritte, nach denen Sie schnell sehen, wo Sie Kosten senken können

Wenn Sie die folgenden 4 Arbeitsschritte sauber durchlaufen, erkennen Sie rasch, wo Sie handeln müssen:

  1. Vergleichen Sie zunächst die Gesamtfrachtkosten, die auf Ihrer Kostenstelle Versand gebucht sind, mit denen, die in der Finanzbuchhaltung auflaufen. Sehen Sie hier Abweichungen, ist es bei Ihnen um die Kostentransparenz nicht allzu gut bestellt.Tipp: Übrigens: Fahnden Sie in der Finanzbuchhaltung nicht nur nach den direkten Transportkosten, sondern auch nach sogenannten Auftragsabwicklungskosten. Die müssen Sie nämlich zwingend zur Beurteilung Ihrer Gesamtfrachtkosten heranziehen.
  2. Ein weiterer wichtiger Indikator ist die Verteilung der tatsächlichen Kosten – aufgeschlüsselt nach den unterschiedlichen Transportarten. Wenn Sie diese Zahlen genau analysieren, werden Sie geradezu über massive Kosteneinsparungspotenziale stolpern. Ein Kollege hatte sich zum Beispiel vor einiger Zeit diese Mühe gemacht und musste feststellen, dass der Anteil an teurem Expressversand extrem hoch lag. Mit wenigen Maßnahmen senkte er die Kosten für Expresssendungen um mehr als 60 %.
  3. Im 3. Schritt sehen Sie sich genau an, wie es bei Ihnen um Frei-Haus-Lieferungen bestellt ist. Hier tragen Sie nämlich die ganzen Transportkosten, während bei Ab-Werk-Lieferungen Ihre Kunden zahlen müssen. Allerdings können Sie sicherlich nicht einfachvon heute auf morgen Ihren Kunden mitteilen, dass Sie die oft vereinbarte Frei-Haus-Lieferung nicht mehr anbieten wollen. Doch ist dieser Punkt bei anstehenden Verhandlungen sicherlich nicht zu vernachlässigen. Tipp: Wenn Sie Ihre Kostenanalyse komplett durchgeführt haben, steht als Nächstes ein Gespräch mit Ihren Lieferanten und Kunden an. Das kann übrigens auch im Rahmen eines Lieferantentags geschehen. Sprechen Sie hier das Thema Frei-Haus- versus Ab- Werk-Lieferungen auf jeden Fall an.
  4. Jetzt prüfen Sie, mit wie vielen Transportpartnern Sie zusammenarbeiten. Dabei werden Sie sich wundern, wie hoch die Zahl tatsächlich ist. Es ist sicherlich richtig, sich nicht auf zu wenige Partner zu verlassen, um bei einem Ausfall eines Transporteurs flexibel zu bleiben, doch bei zu vielen Partnern können Sie kaum über vernünftige Garantievolumen zu besseren Preisen kommen.

Behalten Sie Ihre Projektziele im Auge

Berücksichtigen Sie bei der Analyse konsequent Ihre Projektziele. Hier einfach nur zu sagen, „die Kosten müssen runter“, ist meist nicht unbedingt direkt zielführend. Richtig rund und optimal wird das Ganze nämlich erst, wenn Sie den Gesamtprozess in Einzelprozesse unterteilen. Das sind:

  • Interne Transparenz: Sie stellen genau fest, wie hoch Ihr Transportvolumen wirklich ist.
  • Aufschlüsselung: Hier trennen Sie sauber die Einzelkosten von Paketdienst, Stückgut- und Maschinenfrachten.
  • Konsolidierung: Sie prüfen und optimieren die Anzahl der von Ihnen beauftragten Dienstleister im Frachtbereich.
  • Aushandeln: Haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht, können Sie sicher mit den verbleibenden Dienstleistern günstigere Preise verhandeln. Allein durch das gestiegene Volumen pro Dienstleister haben Sie einigen Spielraum.
  • Umstellung: Wenn Sie festgestellt haben, dass der Expressversand-Anteil bei Ihnen recht hoch ist, prüfen Sie Ihre Versandabwicklung genau. Hier lässt sich sicherlich einiges optimieren, um wertvolle Zeit zu gewinnen. Werden Sie hier grundsätzlich schneller, sinkt die Anzahl der Expresssendungen von ganz allein.

Tipp:Meist ergibt sich noch ein weiteres Kosteneinsparungspotenzial, wenn Sie von Frei-Haus- auf Ab-Werk- Versand umstellen und hierbei auch versuchen, konsequent auf Routing- Order-Lieferungen auszuweichen. Das sind aber eher mittelfristige Maßnahmen, da Sie Ihre Kunden mit ziemlicher Sicherheit verlieren, wenn Sie dies mit der Brechstange durchsetzen.

  • Einheitliche Rechnungsdesigns: Unterschiedlich aufgebaute Rechnungen Ihrer Dienstleister verursachen einen hohen Aufwand bei Ihrer Rechnungskontrolle. Bringen Sie deshalb Ihre Partner dazu, die Ihnen gestellten Rechnungen nach Ihren Vorstellungen zu vereinheitlichen.
  • Externe Transparenz: Nur wenn die Kosten sowie der genaue Materialfluss zwischen Ihnen und Ihren Partnern offen und transparent sind, können Sie hier Optimierungspotenzial finden.

So optimieren Sie anschließend konkret

Haben Sie diese 4 Schritte durchlaufen, können Sie schon gut erkennen, wo die Kostentreiber sind. Um diese sicher abzustellen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Zunächst gilt es, das Transportvolumen und die Ist-Kosten sauber unterteilt nach den Transportarten zu bestimmen und festzuhalten. Hierzu ziehen Sie am besten die kompletten Zahlen des letzten Geschäftsjahres heran. Innerhalb der einzelnen Untergruppen – also Paket, Stück- und Maschinentransporte – kategorisieren Sie die Kosten jetzt nach Menge bzw. Größe der Packstücke und nach Zielorten (national/international/Import/ Export).
  2. Wenn Sie diese Aufgabe erledigt haben, geht es im nächsten Schritt darum, die besten Dienstleister für die einzelnen Transportkategorien zu finden und zu kontaktieren. Meist werden diese Dienstleister auch schon in der Vergangenheit mit Ihrem Unternehmen zusammengearbeitet haben. Allerdings wird sich bei Ihrer Analyse oft zeigen, dass Sie gar nicht so viele Partner brauchen. Suchen Sie also diejenigen heraus, die hinsichtlich der Preise, aber auch der Zuverlässigkeit am interessantesten erscheinen.
  3. Jetzt führen Sie mit Ihren Wunschpartnern eingehende Gespräche. Dabei ist es keine schlechte Idee, diese Gespräche im Rahmen eines Lieferantentages zu beginnen. In diesem Rahmen können Sie allen Partnern nämlich auf einen Schlag die Ergebnisse Ihrer Analysen sowie Ihre qualitativen und quantitativen Zielvorstellungen präsentieren. Neben diesem allgemeinen Tagesordnungspunkt bitten Sie in Einzelgesprächen alle Partner, Ihnen ein Angebot im Rahmen Ihrer Vorstellungen zu unterbreiten.
  4. Liegen Ihnen diese Angebote vor, untersuchen Sie nun, welche individuellen Vor- und Nachteile die einzelnen Anbieter haben. Auch dies sollten Sie anhand der konkreten Vorjahreszahlen mit den einzelnen Angeboten simulieren. Danach zeigt sich nämlich recht schnell, wie groß die Einsparungen bei den verschiedenen Anbietern und insgesamt sind. Sie werden feststellen, dass die einzelnen Angebote sehr unterschiedlich ausfallen. Da kann die Spannweite von sogenannten Flatrates für den nationalen Paketdienst (Pakete bis zu 30 Kilogramm an alle nationalen Zielorte zu einem Einheitspreis) bis hin zu den verschiedenen mehr oder weniger geclusterten Angeboten von internationalen und nationalen Stückgutversendungen reichen. Wenn Sie nun die Einzelangebote anhand der Ist-Zahlen des Vorjahres durchrechnen, trennt sich schnell die „Spreu vom Weizen“.
  5. Nach Abschluss der Berechnung laden Sie die Besten – das sind nicht immer die Günstigsten, da Sie auch die Lieferqualität und -zuverlässigkeit berücksichtigen sollten – zu Einzelgesprächen ein, um die quantitativen und qualitativen Details genau zu besprechen.
Logistik & Export aktuell

Praxis-Informationen für Logistiker und exportierende Unternehmen zu Lagerverwaltung, Exportkontrolle, Haftung, zum richtigen Umgang mit Ihrem Personal und zur Senkung von Treibstoffkosten.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen

Nutzen Sie jetzt die besten Praxistipps für Ihren Erfolg in der Transport- und Logistikwelt.

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen