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Palettentausch: Jetzt bei Palettenkonten ein Alarmsystem installieren

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Im täglichen Logistikbetrieb kommt es schon einmal vor, dass es mit dem physikalischen Tausch der Paletten nicht klappt. Und wenn das öfters geschieht, ergeben sich schnell größere Differenzen von einigen 100 Paletten. Das ist im Normalfall nichts Dramatisches, wenn die Palettenkonten sauber geführt werden. Wenn sich jedoch der Partner von einem trennen will oder Sie sich von einem Spediteur verabschieden wollen, kommt es wegen der ausstehenden Paletten schnell zum Streit. Folgen: der ehemalige Partner übt sich in Funkstille und auch bereits gegebene Versprechungen über Palettenlieferungen oder den finanziellen Ausgleich des offenen Palettenkontos werden schlicht nicht eingehalten...

Ein aktuelles Praxis-Beispiel
So war es auch bei einer Spedition und einem Transportunternehmer. Der Spediteur beendete die Geschäftsbeziehung, und das mit einigen 100 fehlenden Paletten auf dem Konto. Als auch mehrfache Kontakte auf Sachbearbeiterebene zu keinem für den Spediteur befriedigenden Ergebnis führten, kam es zu einem persönlichen Gespräch auf Leitungsebene. Die Einigung war gütlich, der Schuldner sollre 50 % des Fehlbetrags - in diesem Fall rund 2.500 Euro - überweisen.

Glücklicherweise bestätigte der Geschäftsführer diese Vereinbarung noch einmal schriftlich per E-Mail, denn eine Zahlung erfolgte nicht. Der Spediteur später, dass sein ehemaliger Partner sich entschlossen hatte, keinen Cent zu überweisen. Daraufhin schickte ihm der Spediteur eine letztmalige Zahlungsaufforderung, in der er eine Klage ankündigte. Aber auch hiervon ließ sich der Transportunternehmer nicht beeindrucken, worauf der Spediteur klagte.

Der Transporteur bekam kalte Füße und konsultierte einen Anwalt: Der sagte ihm klar, dass er zumindest aus der mündlichen und schriftlich bestätigten Vereinbarung kaum herauskommen würde. Der bisher so störrischen Transporteur gerat ins Grübeln, und der Spediteur konnte sich kurze Zeit später über einen Zahlungseingang der gesamten offenen Forderung plus Zinsen freuen.

So halten Sie Ihre Konten sauber
Der Spediteur hätte sich den Ärger mit ein wenig Arbeit schon im Vorfeld vermeiden können. Wenn Sie Palettenkonten führen, dann sollten Sie

  • mindestens einmal im Jahr 'Kassensturz' machen. Fällt Ihnen dabei auf, dass einer Ihrer Partner ein größeres Minus auf dem Konto hat, fordern Sie ihn auf, es innerhalb einer gesetzten Frist auszugleichen. Solange er nämlich noch Aufträge von Ihnen bekommt, wird er diesem Wunsch sicherlich schnell nachkommen;
  • gewisse Höchstpegel vorgeben. Legen Sie fest, welcher Partner wie viele Palettenschulden bei Ihnen ansammeln darf. Wird diese Marke überschritten, dann sollten Sie sich automatisch darüber informieren lassen. So können Sie schon frühzeitig gegensteuern.

Wenn Ihr Partner auf Ihre Anfragen trotzdem einfach nicht reagiert, müssen Sie konsequent reagieren:

  • Korrespondieren Sie schriftlich. Machen Sie Ihren Partner noch einmal schriftlich darauf aufmerksam, dass ein größerer Posten auf seinem Palettenkonto offen ist. Drohen Sie ruhig damit, den fehlenden Betrag bei der nächsten Rechnung, die er Ihnen schickt, abzuziehen.
  • Bauen Sie rechtlichen Druck auf. Sollten Sie in der nächsten Zeit keine Rechnung von ihm erwarten, dann drohen Sie ihm mit dem Klageweg.
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