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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Schon beim Fahrzeugkauf den Dieselverbrauch reduzieren

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Treibstoffkosten machen einen großen Anteil der Betriebskosten eines Fuhrparks aus. Welcher Fuhrpark-Verantwortliche möchte da in den heutigen Zeiten nicht sparen? Dass eine moderate Fahrweise hier einiges bewirkt, ist mehr als eine Binsenweisheit. So kann dies bei einem Sattelzug schon einen Minderverbrauch von gut 5 Litern pro 100 Streckenkilometer ausmachen.

Aber auch andere Einflussgrößen bewirken zum Teil erheblichen Mehr- oder Minderverbrauch eines Fahrzeugs. So ist gemeinhin bekannt, dass zum Beispiel zu locker verzurrte Aufbauplanen oder auch eine falsch eingestellte Spur die Tanknadel schneller in die falsche Richtung bewegen. Doch was bisher gefehlt hat, war eine Untersuchung, welche Einflussgrößen welche konkreten Auswirkungen auf den Treibstoffverbrauch haben.

Und genau hier setzt die Studie an, die der Nutzfahrzeughersteller MAN zusammen mit der Spedition Schenker durchgeführt hat. Es wurde untersucht, wie viel Mehr- oder Minderverbrauch in Litern einzelne Einflussgrößen haben. Und die Ergebnisse werden sicherlich auch einige alte Hasen überraschen.

So steigert beispielsweise eine Fahrgeschwindigkeit von 90 km/h statt 80km/h den Dieselverbrauch nur um moderate 2,6 Liter pro 100 Streckenkilometer, während eine Fahrt durch die Stadt statt der Umfahrung über die Autobahn mit satten 33 Litern Mehrverbrauch zu Buche schlägt. Da können sich sogar weite Umwege schnell lohnen.

Tipp: Es lohnt sich immer, wenn Ihre Fahrer Städte beim Transit meiden und diese stattdessen auf Autobahnen umfahren. Zwar mag die Strecke länger sein, aber die benötigte Zeit und auch der Spritverbrauch sind erheblich kleiner. Bei den durch die Fahrpersonalverordnung gestiegenen Personalkosten ein sicherlich nicht zu unterschätzender Faktor.

Sparpotenzial Reifen und Räder
Aber auch andere Ergebnisse der Studie lassen aufhorchen: So können Sie beispielsweise durch ein geschicktes Reifenmanagement 3,5 Liter auf 100 Kilometer sparen. Denn ein nachgeschnittenes Reifenprofil bringt in der Regel eine Dieseleinsparung von gut 1,3 Litern, während Neureifen mit ihrem vollen Profil gegenüber einem eingefahrenen Reifen einen Mehrverbrauch von etwa 2,2 Litern ausmachen. Hier liegt ein wesentlich größeres Einsparpotenzial als beim Einsatz von Energiesparreifen, die nur einen Minderverbrauch von 0,2 Litern ausmachen.

Tipp: Wenn Sie Reifen bei einem abgefahrenen Profil nicht gleich gegen Neureifen austauschen, sondern das Profil nachschneiden lassen, sparen Sie richtig Geld. Erstens müssen Sie keine neuen Reifen bezahlen, und zweitens steigt die Laufleistung der Altpneus. Voraussetzung ist allerdings, dass die alten Reifen noch genügend Laufflächendicke haben und auch ansonsten in einem guten Zustand sind.

Überraschend ist sicherlich ebenfalls die Tatsache, dass Breit- und Niederquerschnittsreifen keinen Mehrverbrauch nach sich ziehen, sondern bis zu 1 Liter Sprit auf 100 Kilometern einsparen.

Die Gestaltung von Fahrerhaus und des Aufbaus entscheidet über den Dieselverbrauch

Große Fahrzeuge brauchen mehr Treibstoff als kleinere. So sparen Sie beispielsweise mit kleineren Fahrerkabinen und Aufbauten manchen Liter Diesel. Ist das Fahrzeug nur 3 statt 4 Meter hoch, so ergibt dies einen Minderverbrauch von deutlich mehr als 3 Litern/100 km. Da lohnt es sich, schon bei der Fahrzeugeinsatzplanung darauf zu achten, welcher Zug für welche Waren eingesetzt wird.

Auch oft gesehene "Spielereien" treiben den Spritverbrauch unnötig nach oben
So kosten zum Beispiel zusätzliche Dachscheinwerfer 0,8 Liter Mehrverbrauch und extra Drucklufthörner weitere 0,2 Liter. Wenn ein solches Fahrzeug bei Ihnen im Laufe seiner Dienstzeit 300.000 Kilometer auf dem Tacho hat, haben Sie diese oft verzichtbaren Anbauten 3.000 Liter Sprit gekostet. Bei mehreren Fahrzeugen kommt da ein richtig munteres Sümmchen heraus ...

Aber auch auf andere Dinge wie Seitenverkleidung von Fahrzeug und Hänger beziehungsweise Auflieger sollten Sie Wert legen, denn die bringen einen Minderverbrauch von gut 1 Liter. Noch mehr Geld schmeißen Sie zum Fenster hinaus, wenn die Dachspoiler Ihrer Fahrzeuge falsch eingestellt sind und somit nicht zum Aufbau passen.

Tipp: Man mag es kaum glauben, aber offene Aufbauten und nicht richtig verzurrte Planen schlagen mit einem um 5 Liter erhöhten Verbrauch zu Buche. Halten Sie Ihre Fahrer also dazu an, hier immer sorgfältig zu arbeiten.

Falsche Fahrgestell-Geometrie kostet richtig Sprit

Besonders gemein bei diesen Dingen ist, dass man sie nicht immer gleich bemerkt. So kann Sie eine falsch justierte Spur fast 6 Liter mehr Diesel auf 100 Kilometern kosten. Dass die Spur aber falsch eingestellt ist, bemerken Sie meistens erst nach mehreren 10.000 Kilometern, weil der Reifen einseitig abgefahren ist. Gleiches gilt für den Schräglauf, hier kommen Sie aber mit etwa 1,7 Litern Mehrverbrauch noch günstig davon. Auch auf die Dichtheit der Luftfederanlage sollten Sie achten. Denn muss der Kompressor die Luftfederanlage ständig nachpumpen, kostet dies bis zu 0,6 Liter Diesel.

Auch konstruktive Merkmale beeinflussen den Dieselverbrauch zum Teil erheblich. So spart eine moderne Hypoidachse gegenüber der herkömmlichen Außenplanetenachse gut 0,7 Liter Sprit je 100 Kilometer. Und Zwillings-Antriebsachsen schlagen gegenüber der Monolösung mit einem Mehrverbrauch von 3,3 Litern zu Buche

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