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Shop and Go

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Die Tankstellen von morgen werden zu komfortablen Entspannungs- und Genuss-Stationen

Das Tankstellen-Sterben hält an. Gab es 1990 noch 18.271 Tankstellen in Deutschland, waren es zehn Jahre später nur noch 16.061. Und im letzten Jahr hat sich diese Zahl noch einmal verringert - auf heute 15.722 Stationen. Neben dem Verdrängungs- und Konzentrationswettbewerb, der vornehmlich die kleinen und unabhängigen Anbieter trifft, ist für diese Entwicklung die ständig sinkende Nachfrage nach Kraftstoff verantwortlich, so ein Sprecher des Mineralöl-Wirtschaftsverbands ( www.mwv.de ). Doch ein Segment innerhalb des Tankstellenangebots erfreut sich wachsender Nachfrage: der Fast Food- und Lebensmittelbereich.

Nice for now-Business
Rund 35 Prozent des Umsatzes erwirtschaften deutsche Tankstellenbetreiber heute insgesamt mit kraftstofffremden Produkten, beinahe die Hälfte aller Kunden kommt ohne Tankabsicht. Immer häufiger geht es also beim Besuch eines Tankstellenshops um die Befriedigung mobilitätsfremder Bedürfnisse oder des leiblichen Wohls - schließlich locken die Stationen mit flexiblen Öffnungszeiten und bieten zudem eine überzeugende Auswahl frischer und abgepackter Speisen und Getränke an. Besonders erfolgreich agiert in diesem Feld der deutsche Marktführer, die Tankstellenkette Aral. Deren Betreiber haben sich allein mit ihren 150 Millionen belegten und unbelegten Brötchen im letzten Jahr auf Platz vier der deutschen Fast-Food-Anbieter katapultiert, unmittelbar hinter McDonalds, Burger King und der Nordsee-Fischkette. Dass dieser Ansatz auch für die Zukunft glänzende Marktchancen verspricht, belegen folgende Beispiele:

  • Der größte niederländische Supermarktbetreiber, Albert Heijn, ist unlängst eine Kooperation mit dem Esso-Konzern eingegangen, um seine neuen AH to go Convenience Stores nach vorne zu bringen. In diesen Läden mit einer Größe zwischen 1.000 und 2.500 qm, die sich allesamt in der Nähe von Tankstellen befinden, werden Produkte zweier Kategorien angeboten: Nice for Now- (ready to eat Snacks, Sandwiches, Salate und Getränke) und Nice for Later-Waren (ready to cook-Produkte, ready to use-Vegetables, Brot, Pasta, Saucen und Wein). 300 solcher AH to go Shops ( www.ah.nl ) soll es bis 2005 geben.


  • Vorbild dieses Kooperationskonzeptes ist die amerikanische Quiktrip.com-Kette . Deren Supermärkte befinden sich ausnahmslos in der unmittelbaren Nachbarschaft zu einer Tankstation und das Konzept ist so erfolgreich, dass jährlich rund 25 neue Läden aufmachen. Inzwischen sind es US-weit über 400 Shops.



Mobiles Feng Shui

  • Nicht direkt an einer Tankstelle gelegen, aber ausschließlich für die mobile Kundschaft geeignet, präsentiert sich der Drive-Thru-Supermarkt, der von der französischen Groupe Auchan kürzlich in Nordfrankreich eröffnet wurde. 150 Produkte werden hier angeboten, die allesamt an einem Terminal gekauft und bezahlt werden - die Ware wird anschließend direkt in den Kofferraum geladen. Näheres unter www.auchan.com .


  • Auch die Raststättenbetreiber haben inzwischen erkannt, dass ein attraktiv präsentierter Convenient-Foodbereich Umsatz und Verweildauer der Tankenden erhöhen kann. Die Raststätte Gruibingen wurde von ihrem Pächter dafür jetzt eigens zur ersten Feng-Shui- Raststätte Europas umgestaltet. Helle Farben und ein kräftiges Rot dominieren, rechte Winkel sind tabu und in der Mitte der Rastanlage beruhigt ein Chi-Brunnen. Fahrer auf der A8 in südlicher Richtung zwischen Stuttgart und Ulm können das asiatisch inspirierte Rasthaus besuchen.


  • Eine andere Möglichkeit, das Shop and Go-Prinzip an den Tankstellen umzusetzen, besteht in einer konsequenten Ausweitung des Angebots. Darauf setzen neben den Lebensmittel- seit kurzem auch die Technikhersteller: Die Kettenbetreiber von BP haben dazu unlängst die zweite Phase ihres Testlaufs gestartet. An nunmehr 17 Standorten können die Kunden knapp 100 IT-Produkte erwerben. Bislang waren es nur 2 Tankstellen. Neben Druckerpatronen, Computerzubehör und Software sind nun auch Notebooks, PDAs und Digitalkameras im Angebot. Bei ausreichender Akzeptanz durch die Autofahrer soll dieses Sortiment zukünftig auf alle BP-Shops ausgeweitet werden.



Die Tankstellen-Fusionen der Zukunft müssen nicht zwangsläufig zwischen den Mineralölkonzernen abgewickelt werden - auch Kooperationen mit dem Lebensmittelhandel oder mit Technikherstellern versprechen beste Chancen. Die Tankstelle wird sich in Zukunft in einen branchenübergreifenden Convenience-Shop verwandeln.

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