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So bekommen Sie ausreichenden und bezahlbaren Gebäude-Versicherungsschutz

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Hand aufs Herz: Wann haben Sie sich zuletzt mit Ihrer Lagerversicherung beschäftigt und dabei überprüft, ob sie noch ausreichend ist? Wenn dies schon eine Weile her ist, sollten Sie sich besser zügig mit diesem Thema auseinandersetzen, wenn Sie keine böse Überraschung erleben wollen.

Es gibt eine ganze Reihe von Kollegen, die sich mit der Schadenabwicklung beispielsweise nach einem Lagerbrand beschäftigen mussten. Und die berichten unisono, dass dabei von allen Seiten mit recht harten Bandagen gekämpft wird. Kommt dazu noch eine Unterversicherung oder, fast noch schlimmer, die Assekuranz mutmaßt, dass es mit der Betriebssicherheit nicht zum Besten bestellt war, so wird es richtig unangenehm.

In der Regel bleiben Sie dann nämlich auf einem Großteil des Schadens sitzen. Sie sollten also immer alles in Sachen Arbeits- und Betriebssicherheit unternehmen sowie mit regelmäßigen Prüfungen sicherstellen, dass Ihr Versicherungsschutz ausreichend ist.

Diese Versicherungen brauchen Sie immer

Zu einer vernünftigen Schadenabsicherung von Logistikeinrichtungen gehören 3 Elemente:

Die Gebäudeversicherung: Zwar ist ein Mietgebäude vom Vermieter in der Regel gegen Elementarrisiken im üblichen Umfang versichert. Unter Umständen müssen Sie aber Schäden am Inventar, Ihren Lagereinrichtungen, am Warenlager und an den von Ihnen installierten Maschinen separat versichern, weil hierfür kein Deckungsschutz besagter Versicherung des Vermieters bestehen kann.

Tipp: Berücksichtigen Sie bei der Versicherungssumme auch so wichtige Aspekte wie beispielsweise entgangener Gewinn im Schadenfall oder den Betriebsverlust bei einem Totalschaden. Nachdem bei diesen Schadenereignissen der Vermieter nicht haftet – außer es können ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden –, liegt es allein in Ihrer Verantwortung als Mieter, hierfür eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Die Schadenversicherung: Gegen Ereignisse wie Einbruch, Diebstahl, Feuer, Wasser, Sturm, Hagel und Vandalismus ist das Gebäude vom Vermieter versichert. Anders sieht es beim Inventar, der Einrichtung, dem Warenlager und den Maschinen aus. Auch hier liegt es allein in Ihrer Verantwortung, entsprechende Versicherungen abzuschließen.

Die Haftpflichtversicherung: Nicht nur die Gebäude selbst beziehungsweise die Einrichtungen oder die Waren wollen versichert sein, ein spezielles Augenmerk müssen Sie auch auf die Versicherung von Personen- und Sachschäden legen. Bei Mietabschluss müssen Sie als Mieter dem Vermieter eine Betriebshaftpflichtversicherung mit einer ausreichenden Mindest - deckungssumme vorlegen. Die Haftpflichtversicherung muss auch für alle Mitbenutzer der Anlage wie Angestellte, Handwerker, Lieferanten, Abholer und so weiter Versicherungsschutz gewähren.

Achtung: Wenn Sie Güter bei einem Spediteur zwischenlagern oder Ihr Lagerwesen ganz oder teilweise an einen Dienstleister ausgelagert haben, dann sollten Sie auch über die Haftungsgrundlagen seiner Versicherung informiert sein.

Auf diese Punkte müssen Sie bei Lagerversicherungen achten

Dezidierte Lagerversicherungen schließen die Assekuranzen nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch ab. Allerdings wird Sie ein guter Versicherungsbetreuer immer auf einen solchen Schutz ansprechen. Hier allzu argwöhnisch zu sein, er wolle damit nur seine Provision nach oben schrauben, ist selten angebracht. Diese Lagerversicherungen greifen in 2 Bereichen:

  • bei Elementarrisiken wie Feuer, Wasser, Sturm, Vandalismus, Einbruch
  • bei Haftungsrisiken wie für beschädigte Ware (wenn der Schaden beispielsweise durch eine Unachtsamkeit eines Mitarbeiters entstanden ist)

Gerade beim Brandschutz müssen Sie aufpassen

Beugen Sie Bränden vor – Sie ersparen sich viel Kosten und Aufwand. Denn: Ein Brand, der gar nicht erst entsteht, ist nicht nur ein Schaden weniger, sondern Sie bleiben auch von jeder Menge Ärger und Stress verschont.

Um ausreichenden, aber nicht teuer bezahlten Versicherungsschutz zu bekommen, sehen Sie sich immer im Vorfeld Ihre Maßnahmen zum Brandschutz genau an.

Das ist gar nicht so kompliziert. Teilen Sie hierzu zunächst die einzelnen Bereiche in Ihrem Lager nach folgendem Schema ein:

Brandgefährdung gering: Lager mit nicht brennbaren Baustoffen (z. B. Fliesen, Keramik) mit geringem Verpackungsanteil, Lager mit nicht brennbaren Stoffen und geringem Verpackungsanteil

Brandgefährdung mittel: Lager mit brennbarem Material (Holzlager im Freien, Lager für Möbel, Leergut, Verpackungsmaterial, Reifenlager)

Brandgefährdung hoch: Lager mit leicht entzündbaren bzw. leicht entflammbaren Stoffen (Speditionslager, Lager mit Lacken und Lösungsmitteln, Altpapier-, Baumwoll-, Holz-, Schaumstoffund Spraydosenlager)

Dann geht es an die Einstufung der einzelnen Bereiche nach den Brandschutzklassen. Um hier die richtigen Maßnahmen zu treffen und die Anlage ausreichend zu versichern, müssen Sie erst wissen, wie Ihre eingelagerten Stoffe den folgenden Klassen zugeordnet werden können:

  • Brandklasse A: feste, glutbildende Stoffe wie Holz, Papier, Pappe, Textilien, Kohle und Gummi
  • Brandklasse B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe wie Benzin, Verdünner, Öl, Fett, Farbe, Lack, Spiritus, Wachs und Harz
  • Brandklasse C: gasförmige Stoffe, auch unter Druck, z. B. Erdgas (Methan), Flüssiggas (Propan, Butan) und Acetylen
  • Brandklasse D: brennbare Metalle wie Aluminiumstaub

Tipp: Ihre Versicherung wird hinterfragen, wie viele Feuerlöscher Sie aufgestellt haben, und prüfen, ob die Anzahl ausreicht!

So berechnen Sie die notwendige Zahl von Feuerlöscheinrichtungen

Anhand der Brandklassen und der Berechnungstabelle, die Sie im exklusiven Download-Bereich für Abonnenten finden, können Sie beziehungsweise Ihre Versicherung die Anzahl und Art der benötigten Feuerlöscher bestimmen. Wie das geht, sehen Sie an unserem Berechnungsbeispiel:

Nehmen wir an, Sie haben in Ihrem Lager Waren der Brandklassen A und B, der Betriebsbereich ist 500 Quadratmeter groß, mit mittlerer Brandgefährdung.

Laut Tabelle sind für 500 Quadratmeter 42 Löscheinheiten erforderlich. Gewählt werden Pulverlöscher mit Löschvermögen 21 A 113 B, was für diese Bauart 6 Löscheinheiten entspricht. Es sind demnach 42 Löscheinheiten geteilt durch 6 = 7 Feuerlöscher dieser Bauart erforderlich.

Auch bei den Brandmeldeanlagen hat die Versicherung ein Wörtchen mitzureden. Stimmen Sie deshalb schon im Vorfeld mit Ihrem Versicherer das Konzept und die Installation Ihrer Brandmeldeanlage ab.

Achtung: Es ist Ihre Pf licht, eine Brandmeldezentrale einzubauen und auf die Feuerwehr aufzuschalten. Das regelt entweder die Bauaufsicht mittels Baugenehmigung; oder der Bedarf entsteht durch den Versicherungsschutz nach VdS. Sie können sich auch auf unserer Internetseite die Funktionen einer Brandmeldezentrale anhand einer Grafik anschauen.

Denken Sie an den Brandschutzbeauftragten

Es ist nötig und auch vonseiten der Versicherung gefordert, dass Sie eine Person benennen, die in Ihrem Unternehmen, in Ihrem Lager, für den Brandschutz verantwortlich ist – die also Maßnahmen zum Brandschutz in die Wege leitet und überwacht. Der Brandschutzbeauftragte kann entweder aus Ihren eigenen Reihen kommen – durch spezielle Schulung und Ausbildung kann dieser Status erlangt werden –, oder Sie können diesen extern bestellen.

Diese Haftungsbegrenzungen gelten bei Spediteuren und Dienstleistern

Informieren Sie sich auch über den richtigen Versicherungsschutz, wenn Ihre teuren Waren sich nicht in Ihrer Obhut befinden. Dies ist immer dann der Fall, wenn sie ein Transporteur übernimmt oder die Waren bei einem Dritten eingelagert werden. Hier gibt es nämlich einige Vorschriften zur tatsächlichen Haftung von Spediteuren und Lagerern:

 

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