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So finden Sie Ihr optimales Lagerkonzept für 2013

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Festplatzlager sind in Bezug auf die Lagerfläche meist großzügig angelegt. Die Folge sind oft hohe Kosten. Viele Kollegen denken deshalb daran, zur platzsparenden Freilagerkonzeption zu wechseln. Ein solcher Wechsel ist häufig mit hohen Investitionskosten verbunden. Doch mit ein bisschen Systematik bekommen Sie schnell heraus, ob sich ein Wechsel für Sie rechnet.

Lagerplatz ist ein teures Gut. Ein gewiefter Logistiker versucht deshalb, sein Lager so klein wie möglich zu halten. Eine Raumoptimierung hat aber oft jede Menge Nachteile: beispielsweise hinsichtlich der Flexibilität und der dynamischen Lagerraumumgestaltung.

Und: Eine effiziente Kommissionierung braucht einfach Platz. Hier bietet sich deshalb das sogenannte Freiplatzlager oder auch chaotische Lager an, das den oben genannten Forderungen eher Rechnung trägt.

Wer jetzt allerdings eine „Entweder-oder“- Lösung anstrebt, begeht mit Sicherheit einen klassischen Fehler, denn neben diesen beiden Grundlagerarten gibt es zahlreiche Varianten, die die Vorteile der jeweiligen Lagerarten geschickt kombinieren.

So finden Sie 2013 Ihr passendes Lagerkonzept

Es ist gar nicht so schwer, die für Ihre Bedürfnisse richtige Lagerorganisation zu finden. Was Sie dazu brauchen, sind klare Definitionen. Diese finden Sie in der Lagerordnung. Sie sieht beispielsweise vor, wie eine Ware im Lager abgelegt wird. Das ist wichtig! Denn im optimalen Fall ist das der Ort, der die größte Produktivität bietet.

Die Lagerordnung ist fester Bestandteil der Lagerplanung (Untergruppe Lagergestaltung). Das ist leichter, als Sie jetzt vielleicht denken: Gestalten Sie Ihre Lagerordnung einfach so, dass die geforderten logistischen Funktionen und Aufgaben optimal unterstützt werden. Eine strukturierte Lagerordnung haben Sie zum Beispiel, wenn sich Ihr Lager aus mehreren Lagerbereichen zusammensetzt, deren innere Struktur wiederum auf Ihre spezifischen Anforderungen, Ihr Waren- Portfolio und Ihre Logistikstrategie zugeschnitten ist.

Festplatz- und Freiplatzlager: Das sind die Unterschiede

Die 2 Grundlagermodelle unterscheiden sich wie folgt:

  • Im Festplatzlager hat jede Ware einen Stammplatz, der nach einem bestimmten System zugewiesen wird. Die Waren dürfen nur an diesem Platz gelagert werden.
  • Im Freiplatz- oder auch chaotischen Lager wird jeder zur Verfügung stehende Platz wahlfrei zur Einlagerung genutzt. Das bedeutet, dass der Ware kein Stamm-Lagerplatz zugewiesen wird.

Achtung: Das Freiplatzlager setzt zwingend ein leistungsfähiges Lagerverwaltungssystem voraus, das 2 Aspekte erfüllt. Es muss klar ausgeben können,

  • auf welchem Lagerplatz sich welche Ware befindet und
  • welcher Artikel auf welchem Lagerplatz gelagert wird.


Die Vor- und Nachteile der beiden Grundlagermodelle:

Festplatzlager
Vorteile

  • kein Lagerverwaltungssystem erforderlich
  • fester Lagerplatz
  • konstante Lagerordnung vereinfacht manuelles Auffinden der Waren

Nachteile

  • schlechte Raumnutzung
  • erheblicher Aufwand bei Umorganisation des Lagers
  • nach Veränderung des Warenumschlags entstehen schnelllange Transportwege
  • ineffiziente Kapazitätsreservierung bei Teilbelegung des Lagerplatzes

Freiplatzlager/chaotische Lagerhaltung
Vorteile

  • gute Raumnutzung
  • hohe Flexibilität
  • Lagerplatzvergabe erfolgt nach Warenumschlag
  • kleinere Reservekapazitäten
  • kürzere Transportwege

Nachteile

  • Lagerverwaltungssystem zwingend erforderlich
  • Artikel mit langer Verweilzeit blockieren oft Lagerplätze in den vorderen Zonen

Unterarten der Grundlagermodelle

Neben diesen grundsätzlichen Lagertypen gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Modelle.

Lagerzonenmodell

Waren mit ähnlichen Durchschnittswerten für bestimmte Eigenschaften – wie beispielsweise physikalische Merkmale oder Nachfragehäufigkeit – werden in vordefinierten Zonen eingelagert. Die Einlagerung innerhalb dieser Zonen erfolgt nach dem Freilagerkonzept, also chaotisch.

Der Vorteil dieser Lagergestaltung:
Häufig nachgefragte Waren liegen in günstiger zu erreichenden Lagerzonen. Berücksichtigen Sie aber bei dieser Unterart, dass größere Lagerreservekapazitäten gegenüber der rein chaotischen Lagerhaltung notwendig sind.

Dynamische Lagerzonen

Zonengrenzen und auch die Zonenzugehörigkeit der Lagerplätze werden in gewissen Zeitabständen der jeweiligen Situation angepasst.

Der größte Vorteil dieses Modells ist, dass Reservekapazitäten nur für die jeweils folgende Planungsperiode ausreichen müssen. Hier kann teilweise erheblich Platz gespart werden.

Kundenlagerzonen

Für einzelne Kunden werden Lagerzonen eingerichtet. Hier lagern nur Waren dieses Kunden.

Insbesondere Kundenlager fordern Ihre Planungsqualitäten heraus

Wollen Sie Ihre Lager auch am Markt anbieten, also für andere Unternehmen Lagerdienstleistungen erbringen? Dann müssen Sie besonders genau planen, wenn Sie Ihre Kunden auf Dauer halten wollen. Berücksichtigen Sie dazu grundsätzlich 3 wichtige Eckpunkte:

  1. Kundenprofil: Informieren Sie sich schon im Vorfeld über Ihren potenziellen Kunden und versuchen Sie, seine Bedürfnisse so genau wie möglich zu analysieren.
  2. Kundenauftrag: Die einzelnen Aufträge Ihrer Kunden sollten schon bekannt sein, bevor die Ware zu Ihnen kommt.
  3. Bedarfsermittlung: Richten Sie die Planung des Platzbedarfs, also die Prognose des Lagerbestands, grundsätzlich auf den einzelnen Kunden aus.

Warum sind diese Punkte so wichtig? Das erkennen Sie leicht an unserem Beispiel eines Textilkunden-Lagers: Textilien werden in der Regel 2-mal pro Jahr geordert und ins Lager geliefert. Was bei einer Artikelart noch recht einfach ist, wird bei mehreren Warenarten recht komplex. Denn: Sie müssen hier sicherstellen, dass die von unterschiedlichen Produzenten zu verschiedenen Zeitpunkten angelieferten Waren zu einem nicht genau vorhersehbaren Termin in unterschiedlicher Menge an die jeweiligen Kunden ausgeliefert werden. Dabei stehen Sie oft vor dem Problem, dass die Ware just dann angeliefert wird, wenn Sie sie eigentlich schon für den Versand vorbereitet haben sollten. Ziehen Sie deshalb ein strukturiertes Kundenkommissionslager in Betracht.

Das Kundenkommissionslager

Die Zuteilung der Ware zum Kunden erfolgt bei der Warenanlieferung, also nicht erst, wenn ein Liefertermin ansteht. Beachten Sie bei der Planung eines solchen Lagersystems folgende Punkte:

  1. Berücksichtigen Sie die verkauften Stückzahlen pro Kunde.
  2. Achten Sie auf kontinuierliche Aktualität aller Anliefer- und Auslieferpläne inklusive der Warenmenge.
  3. Bestimmen Sie grundsätzlich auch den Füllgrad des Lagers pro Kunde.
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