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So sparen Sie sich teure Verpackungs-Entsorgungskosten

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Haben Sie sich n schon einmal genauer angesehen, was Sie Ihr Müll wirklich kostet? Schließlich fällt in der Logistik davon jede Menge an. Nicht mehr wiederverwendbare gebrauchte Packungsmaterialien stellen sicherlich auch bei Ihnen den größten Abfallposten dar. Und die Entsorgungskosten kennen in den letzten Jahren nur eine Richtung: Sie steigen unaufhörlich. Doch mit ein bisschen Geschick sparen Sie sich diese Kosten und verdienen eventuell sogar noch ein bisschen Geld.

Den Grund für die in den letzten Jahren immens gestiegenen Entsorgungskosten kennen Sie sicher: Aus Umweltschutzgesichtspunkten hat der Gesetzgeber die Regelungen zur Müllentsorgung und -vermeidung drastisch verschärft. Doch mit ein bisschen Geschick nutzen Sie eine solche Verordnung dazu, Ihre Entsorgungskosten erheblich zu drücken.

Die Verpackungsverordnung (VerpackV) schreibt nämlich vor, dass Hersteller und Vertreiber von Waren die Verpackungen, die sie in den Verkehr gebracht haben, auch wieder zurücknehmen und ordnungsgemäß entsorgen müssen. Explizit nennt die Verordnung hier:

  • Verpackungshersteller
  • Vertreiber, die gewerbsmäßig verpackte Ware in den Verkehr bringen. Hier ist es egal, ob dies ein Groß- oder Einzelhändler ist.
  • Gewerbliche Endverbraucher, die für den Betrieb Ihrer Unternehmung verpackte Waren zum Ge- oder Verbrauch benötigen und diese Ware nicht weiterverkaufen.

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Mit § 4 VerpackV sparen Sie richtig Geld

Ein genauer Blick in besagte Verordnung zeigt Ihnen nämlich recht schnell, wie Sie hier so manchen Euro sparen. Der § 4 VerpackV Rücknahmepflichten für Transportverpackungen beinhaltet nämlich:

Hersteller und Vertreiber sind verpflichtet, Transportverpackungen nach Gebrauch zurückzunehmen. Im Rahmen wiederkehrender Belieferungen kann die Rücknahme auch bei einer nachfolgenden Anlieferung erfolgen.

Damit ist klar, dass Ihre Lieferanten dafür verantwortlich sind, ihre Verpackungen wieder zurückzunehmen und sie fachgerecht zu entsorgen.

Werfen Sie deshalb einmal einen genauen Blick in Ihre Warenannahme. Hier wird nämlich oft das Verpackungsmaterial nicht an den Absender zurückgegeben, sondern auf eigene Kosten entsorgt. Diese Kosten müssen Sie aber auf keinen Fall übernehmen. Sorgen Sie vielmehr dafür, dass die Verpackungen an den Sender zurückgehen oder dass zumindest dieser die Entsorgungskosten übernimmt.

Tipp: Schicken Sie Verpackungen unfrei an den Versender zurück; das ist nach den Buchstaben der Verordnung absolut gedeckt.

Nun ist die Rücksendung von Plastikfolie bestimmt nicht gerade wirtschaftlich und auch unter ökologischen Gesichtspunkten keine ganz so gute Idee. Sie vor Ort entsorgen zu lassen, spart zumindest unnötige Transporte ein.

Sie brauchen auf den Entsorgungskosten jedoch nicht sitzen zu bleiben, denn Sie können sich diese nach dieser Verordnung vom Absender erstatten lassen. Große Verpackungsentsorgungs-Unternehmen empfehlen hier einen Betrag von 2 % der Rechnungssumme als sogenannte Entsorgungspauschale.

Tipp: Diese Zahlung vermeidet ein Unternehmen nur dann, wenn es einen sogenannten Entsorgungsvertrag vorweist, der eine andere Firma dazu verpflichtet, seine Verpackungsmaterialien zurückzunehmen und zu entsorgen.

Dies ist in § 11 VerpackV detailliert geregelt. Zur Beauftragung Dritter heißt es nämlich:

Hersteller und Vertreiber können sich von der in dieser Verordnung bestimmten Verpflichtung Dritter bedienen.

Das gilt übrigens auch für ausländische Lieferanten, wenn der Liefervertrag nach deutschem Recht abgeschlossen wurde.

Tipp: Weisen Sie Ihre Lieferanten spätestens bei Neuverhandlungen über die weitere Zusammenarbeit explizit auf diese Bestimmungen der VerpackV hin. Klären Sie mit ihnen ab, ob die gelieferten Verpackungsmaterialien an sie zurückgesendet werden oder ob sie sich gegen eine Unkostenbeteiligung von 2 % der Rechnungssumme an Ihren Entsorgungskosten beteiligen.

Weisen Sie Ihre Einkaufsabteilung auf diesen Umstand hin und regen Sie an, dass die Regelungen zur Verpackungsentsorgung in jeden Lieferantenvertrag mit aufgenommen werden.

Als Versender von Waren zahlen Sie die Zeche!

Ist Ihr Unternehmen im Sinne der Verordnung für die Rücknahme und Entsorgung von Verpackungen verantwortlich, so untersuchen Sie diesen Kostenblock genauer. Denn oft sparen Sie etwa durch mehrwegfähige Verpackungen viel Geld.

Alternativ vereinbaren Sie mit Ihren Kunden, dass die Materialien dem Transporteur übergeben werden, der diese dann wieder bei Ihnen abliefert.

Hier beachten Sie aber immer die zusätzlichen Transportgebühren. Fahren Speditionen in Ihrem Auftrag Waren quasi im Linienverkehr von Ihrem Betrieb zu Ihren Kunden, so empfiehlt es sich, den Rücktransport kostenfrei zu vereinbaren.

Sollten sich beide Wege als wenig praktikabel erweisen, nehmen Sie auf alle Fälle mit Ihren Kunden Kontakt auf. Der Grund: Werden Sie als Erster in Sachen Verpackungsentsorgung aktiv, haben Sie eine recht große Chance, mit weniger als der üblichen 2-%-Regel davonzukommen. Denn welcher Kunde freut sich nicht, wenn sein Lieferant anbietet, sich an den Entsorgungskosten zu beteiligen. Denken Sie aber immer daran, die getroffenen Regelungen vertraglich zu vereinbaren.

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