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So steigern Sie mit Abruf-Teilzeit Ihre Flexibilität und fangen Arbeitsspitzen kostengünstig ab

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Zu Spitzenzeiten oder auch als Urlaubsvertretung trifft man sie fast in jedem Lager an: temporär beschäftigte Aushilfen. Doch während man für die typische Urlaubsvertretung leicht auf Schüler oder Studenten zurückgreifen kann, ist dies in Spitzenzeiten oft nicht möglich, weil besagter Personenkreis die Schulbank drücken muss. Gerade hier kann sich das Arbeitszeitmodell „Teilzeit auf Abruf“ bewähren. Doch wie immer gilt es hier, einige Fallstricke zu umgehen. Der LogistikManager gibt Ihnen hier einen Überblick:

Sicher träumen Sie als Logistik-Verantwortlicher von Arbeitskräften, die nur dann bezahlt werden müssen, wenn sie auch wirklich gebraucht werden. Und wenn sie obendrein immer dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden, so ist dies quasi der Idealzustand. Was sich bei Urlaubsvertretungen noch recht einfach mit Studenten realisieren lässt, ist bei den in Spitzenzeiten zusätzlich benötigten Arbeitskräften oft unmöglich.

Doch gibt es ein Arbeitszeitmodell, das obigem Ideal schon recht nahe kommt - die so genannte Abruf-Teilzeit. Hier vereinbaren Sie mit Arbeitnehmern, die nicht voll beschäftigt sein wollen, ein Arbeitszeitkonto, das in einem festgelegten Zeitraum abzuleisten ist. Den genauen Zeitpunkt der Arbeitsleistung bestimmt hierbei der Arbeitgeber - also Sie. Klingt einfach - doch Sie müssen dabei einige Gesetzesregelungen beachten, wenn Sie nicht in die Falle laufen wollen.

Das schreibt das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) vor

Nach § 12 TzBfG muss nämlich die Arbeitszeit bei Abruf-Teilzeit genau mit dem betreffenden Mitarbeiter geregelt sein. In der Gestaltung und Bemessung der vereinbarten Arbeitszeit können Sie sich dagegen relativ frei bewegen. Es ist also durchaus möglich, eine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit auf Wochen-, Monats- oder sogar Jahresbasis mit dem Mitarbeiter zu vereinbaren.

Natürlich dürfen Sie auch bei diesen Arbeitskräften die für alle angestellten Mitarbeiter geltenden Arbeitshöchstzeiten pro Arbeitseinsatz nicht überschreiten. Wann ein solcher Mitarbeiter seine Arbeitsleistung zu erbringen hat, können Sie frei bestimmen. Dadurch sind Sie in der Lage, je nach Arbeitsanfall die zu leistenden Stunden genau festzulegen.

Achtung: Sie müssen dem Mitarbeiter einen Arbeitseinsatz mindestens 4 Tage vorher ankündigen. Halten Sie diese Pflicht nicht ein, kann der Mitarbeiter Ihnen ohne Konsequenzen einen Korb geben und die Leistung zum gewünschten Zeitpunkt verweigern.

Darüber hinaus Sie müssen bei diesem Arbeitszeitmodell einige Vorschriften bezüglich der Arbeitszeiten beachten. Nehmen wir an, Sie haben mit einem Teilzeit-Mitarbeiter eine wöchentliche Arbeitszeit von 15 Stunden vertraglich vereinbart. Planen Sie, diesen Mitarbeiter in der nächsten Woche von Montag bis Mittwoch jeweils für 5 Stunden einzusetzen, dann müssen Sie ihn bis spätestens Mittwoch der laufenden Woche hierüber informieren.

Haben Sie jedoch keine festen Arbeitsstunden für einen gewissen Zeitraum vereinbart, gilt automatisch die gesetzliche Arbeitszeitregelung von wöchentlich 10 Stunden bei einer Mindestarbeitszeit von 3 zusammenhängenden Arbeitsstunden. Sie können in diesem Fall also nicht verlangen, dass der betreffende Mitarbeiter am Vormittag eine Stunde arbeitet und dann am Nachmittag weitere 2 Stunden ableistet.

LogistikManager -Tipp: Rechnen Sie bei der Festlegung der pro Zeiteinheit (Wochen, Monate, Jahr) vom Mitarbeiter abzuleistenden Stunden immer mit spitzer Feder. Rufen Sie diese vereinbarten Arbeitsstunden nämlich nicht ab, dann müssen Sie sie trotzdem bezahlen. Gleiches gilt, wenn die gesetzliche Arbeitszeit gilt. Das heißt, wenn Sie einen Mitarbeiter in einer Woche weniger als 10 Stunden beschäftigen, müssen Sie auch die nicht geleisteten Stunden bezahlen.
Aus diesem Grund kann es im Einzelfall also durchaus günstiger für Sie sein, die zu leistenden Arbeitsstunden auf einen längeren Zeitraum als zum Beispiel wöchentlich zu vereinbaren. So gewinnen Sie noch mehr Flexibilität.

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