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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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So vermeiden Ihre Fahrer Ärger bei Kontrollen

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Von dgx,

Verkehrsprofis müssen eine ganze Reihe von gesetzlichen Bestimmungen wie die Fahrzeitregelungen, Vorschriften zur Ladungssicherung und vieles mehr einhalten. Damit das auch wirklich geschieht, führen Polizei und auch das BAG gerade auf Autobahnen immer wieder umfangreiche Kontrollen durch. Gerät einer Ihrer Fahrer in eine solche Kontrolle, dann ist es leicht verständlich, dass er darüber und über die verlorene Zeit nicht gerade erfreut ist.

So vermeiden Ihre Fahrer Ärger bei Kontrollen Doch auch hier gilt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus. Denn auch die Kontrolleure sind nur Menschen - und die sehen durchaus mal großzügig über kleinere Mängel hinweg, wenn das Verhalten des Kontrollierten entsprechend ausfällt.

In Sachen Ladungssicherung sollte inzwischen eigentlich jeder Fahrer wissen, dass sich Nachlässigkeit nicht auszahlt, weil schnell große Schäden und auch erhebliche Bestrafungen die Folge sein können.

Doch auch Fahrer sind nur Menschen - und die machen nun einmal Fehler beziehungsweise übersehen gerne im täglichen Stress das eine oder andere Sicherungsdetail. Zum Glück führen kleinere Fehler bei der Ladungssicherung auch nicht immer gleich zu einem massiven Schaden. Doch wenn ein Fahrer in einer Kontrolle landet, dann kann es auch bei kleineren Lässlichkeiten schnell zu ärgerlichen bußgeldbewehrten Verwarnungen kommen.

Und das geschieht sicherlich besonders dann, wenn der Fahrer seinem Ärger über die lästige Kontrolle richtig Luft macht. Schärfen Sie deshalb Ihren Fahrern ein, auch bei in ihren Augen ungerechtfertigten Kontrollen immer ruhig Blut zu bewahren und freundlich zu bleiben.

Machen Sie Ihren Fahrern klar, dass auch die Kontrolleure und Polizisten nur ihren Pflichten nachgehen und dabei genau wie die meisten Menschen bestrebt sind, ihre Arbeit anständig und schnell zu erledigen.

Fühlen sie sich aber von Ihrem Fahrer ungebührlich behandelt, dann neigen sie dazu, Vorschriften besonders eng auszulegen, um so zu beweisen, dass sie im Recht sind, in diesem Fall die Kontrolle also durchaus berechtigt war.

Diese 13 Regeln sollten Ihre Fahrer bei Kontrollen beherzigen hier kostenlos herunterladen Diese 13 Regeln für Ihre Fahrer bei Kontrollen können Sie sich auch als PDF kostenlos herunterladen

Diese 13 Regeln sollten Ihre Fahrer bei Kontrollen beherzigen

Mit einer Kontrolle muss jeder Fahrer grundsätzlich immer rechnen. Die Gefahr, aus dem fließenden Verkehr herausgepickt und dann genauer kontrolliert zu werden, steigt jedoch ziemlich stark an, wenn ein Fahrer sich nicht an die Verkehrsregeln hält. Deshalb sollte die erste Regel immer lauten:

  1. Halten Sie sich an die Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Doch auch bei der Einhaltung der Vorschriften gerät man schon mal in eine Kontrolle. Und hier können Ihre Fahrer richtig punkten und so die „Schärfe“ der Kontrolleure erheblich mindern, wenn sie darüber hinaus die folgenden Punkte beherzigen.
  2. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Fahrer grundsätzlich alle wichtigen Papiere wie Führerschein, Fahrzeug- und Ladepapiere, Genehmigungen etc. griffbereit haben. Es ist übrigens eine gute Idee, das zumindest stichprobenartig zu kontrollieren, bevor ein Lastwagen oder Transporter vom Hof fährt.
  3. Tragen Sie dafür Sorge, dass die Lenk- und Ruhezeiterfassung nachvollziehbar korrekt ist. Stellen die Beamten hier schon Fehler fest, wird in der Regel jeder weitere kleine Verstoß moniert und entsprechend geahndet. Deshalb sollten Sie schon im eigenen Interesse - schließlich können auch Sie als Fahrzeugverantwortlicher zur Rechenschaft gezogen werden - auch hier stets besonders aufmerksam sein und die Fahrzeiten regelmäßig kontrollieren.
  4. Schärfen Sie Ihren Fahrern ein, bei Kontrollen immer freundlich und höflich mit den Beamten umzugehen. Auch Beamte sind Menschen - und die werden eben „sauer“, wenn sie angeraunzt werden. Eine pingelige Auslegung der Vorschriften ist dann quasi programmiert.
  5. Zeigen Sie sich gegenüber den Kontrolleuren oder Beamten immer kooperativ. „Bocken“ Fahrer bei Kontrollen, dann vermuten Kontrolleure schnell weitere Fehler und fangen dann erst richtig an zu suchen. Werden bei der Kontrolle Fehler bei der Ladungssicherung festgestellt, kann es von entscheidender Bedeutung sein, wie sich ein Fahrer zu dem Fehler stellt - insbesondere wenn es nur ein vergleichsweise kleiner Verstoß ist. Deshalb sollten Ihre Fahrer, wenn sie auf Fehler aufmerksam gemacht werden, auf alle Fälle Folgendes vermeiden:
  6. Fahrer sollten nie versuchen, sich mit fadenscheinigen Ausreden aus der Verantwortung zu ziehen. Insbesondere bei kleineren Lässlichkeiten ist es besser, den Fehler einzugestehen und ohne Murren für Abhilfe zu sorgen. Denn dann drückt auch der korrekteste Beamte schon mal ein Auge zu.
  7. Fahrer sollten nie der Versuchung erliegen, die Schuld auf einen anderen zu schieben. Letztendlich ist nämlich immer der Fahrer für die Sicherheit von Fahrzeug und Ladung verantwortlich.
  8. Jeder Fahrer sollte immer klar signalisieren, dass er sich bemüht, Sicherungsfehler sofort zu beheben. Damit das auch klappt, sollte er immer einige zusätzliche Sicherungselemente mit sich führen, die er im Zweifelsfall einsetzen kann. Oft verzichten die Beamten dann auf eine offizielle Verwarnung - insbesondere bei nur einem kleinen Fehler. Sprechen die Beamten jedoch eine offizielle Verwarnung aus, kommen Ihre Fahrer in der Regel um die Zahlung eines Verwarnungsgeldes kaum herum. Da diese Verwarnungsgelder meistens noch recht moderat ausfallen, sollte sich ein Fahrer immer genau überlegen, ob er die Zahlung verweigert.

LogistikManager -Tipp: Kleinere Verwarnungsgelder sollten immer sofort bezahlt werden. Denn der Aufwand eines Einspruchs steht in der Regel nicht in Relation zu dem zu zahlenden Betrag.

Wie sich Ihre Fahrer bei massiven Beanstandungen richtig verhalten Brenzlig wird es, wenn die Kontrolleure massive Fehler bei der Ladungssicherung feststellen. Hier ist in der Regel mindestens ein Bußgeld fällig. Um seine Rechte zu wahren, sollte jeder Fahrer in einem solchen Fall folgende Punkte beachten:

  1. Fahrer müssen den Beamten gegenüber nur Angaben zu ihrer Person, zu ihrem Unternehmen und zur Ladung machen. Forderungen nach weiteren Angaben sind nicht rechtens - das wissen auch die Beamten. Hier gilt jedoch ebenfalls: Immer freundlich bleiben.
  2. Fahrzeugführer brauchen keine Aussagen zum Sachverhalt zu machen. Das kann dann wichtig werden, wenn die Situation rechtlich nicht eindeutig ist. Manchmal ist es einfach besser, sich mit einem Rechtsanwalt zu beraten, welche Angaben genau gemacht werden. Die Angaben kann man ja auch nachreichen, wenn es zu einem Bußgeld oder einer Strafe kommen sollte.
  3. Fahrer sollten niemals ein mündliches oder schriftliches Schuldanerkenntnis abgeben. Allzu schnell tappt man nämlich dabei vor Aufregung in rechtliche Fallen. Hier ist es immer besser, sich zuerst rechtlichen Beistand zu holen.
  4. Ihre Fahrer sollten grundsätzlich von der von den Beamten bemängelten Situation Fotos anfertigen. Damit können sie, sollte es zu einem Prozess kommen, belegen, wie schwer ein Fehler war. Oft sehen die Gerichte nämlich die Schwere eines Vergehens anders als die Kontrolleure.
  5. Schärfen Sie Ihren Fahrern ein, umgehend die Firma beziehungsweise Sie als Fuhrparkverantwortlichen über die Kontrolle zu informieren. Sie können dann nämlich schnell reagieren und im Zweifelsfall sofort einen Rechtsanwalt einschalten.

Normalerweise können Ihre Fahrer nach Behebung der monierten Sicherungsmängel die Fahrt fortsetzen. Allerdings kommt es danach immer zu einem so genannten Ordnungswidrigkeitsverfahren. Das leitet die zuständige Behörde gegen alle am Fall Beteiligten ein. Unter Umständen kann das auch Sie als Fuhrparkleiter betreffen, wenn Sie es versäumt haben, Ihren Fahrern ausreichende Sicherungsmaterialien zur Verfügung zu stellen.

Achtung: Ein solches Verfahren kann für Sie recht unangenehme Folgen haben. Wird Ihnen nämlich ein Mitverschulden angelastet - und das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie dem Fahrer keine oder unzureichende Sicherungsmaterialien mitgegeben haben -, werden Sie schnell selbst mit einem Bußgeld sowie Punkten in Flensburg bestraft.

Das Bußgeld müssen Sie aus Ihrem Privatbudget begleichen, die Firma darf es nicht für Sie übernehmen. Kommt es zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren, bekommen zunächst alle Beteiligten so genannte Zeugen- oder Anhörungsbogen zugesandt. Diese müssen Sie und auch der Fahrer auf alle Fälle innerhalb der angegebenen Frist ausgefüllt zurücksenden.

Sie können jedoch, genauso wie der Fahrer, von Ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen. Holen Sie allerdings, wenn Sie dies tun, immer den Rat eines Rechtsanwalts ein. Denn als Fahrzeugverantwortlicher können Sie sich nur äußerst selten aus der Verantwortung stehlen.

Die Behörde wird dann anhand der Fragebögen entscheiden, ob ein Bußgeld verhängt wird, sowie einen entsprechenden Bescheid an Sie und den Fahrer erlassen. Weigern Sie oder der Fahrer sich dann immer noch, dem Zahlungsbefehl nachzukommen, wird in der Regel ein Gerichtsverfahren eingeleitet.

Deshalb sollten Sie sich - wenn Sie mit dem Bescheid nicht einverstanden sind - mit einem Rechtsanwalt beraten, ob ein Einspruch gegen den Bescheid Aussicht auf Erfolg hat.

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