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Sparprojekt 2. Halbjahr 2012: Warenausgangskosten senken - 20 % weniger sind drin

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Innerhalb einer Logistikkette ist oft der Warenausgang inklusive der Kommissionierung der personalintensivste und damit teuerste Posten. Doch mit relativ einfachen Maßnahmen können Sie hier recht wirksam sparen. Neben diesem Spareffekt gewinnen Sie zusätzlich erheblich an Flexibilität und bewältigen etwa auch Auslastungsspitzen zuverlässig.

Beginnen Sie dabei mit Ihren Überlegungen grundsätzlich am Anfang der Logistikkette
Konkret heißt dies: Je weiter vorne Sie in der Materialflusskette mit der Prozessoptimierung starten, desto größer können die Effizienzeffekte in Packerei und Warenausgang werden. Beginnen Sie bei der Auftragsentstehung, also dort, wo die Bestellungen für die Kommissionierung und den Versand vorbereitet werden.
Kunden erwarten die Lieferung ihrer bestellten Waren natürlich schnellstmöglich. Normalerweise ist dies bei Normalbetrieb auch kein Problem; in Spitzenzeiten allerdings kommt es hingegen oft zu Engpässen. Spitzenzeiten treten oft sogar täglich auf. Darüber hinaus gibt es in jeder Branche saisonale Spitzenzeiten – beides gilt es sicher abzudecken.
Die dafür notwendige Flexibilität und die Forderung, kostensparend zu arbeiten, können Sie mit etwas Nachdenken unter einen Hut bringen.

Geschickte Organisation der Auftragsannahme spart Aufwand in den Folgeprozessen

Schon bei der Bearbeitung eingehender Aufträge – das heißt bei den Abläufen in der Arbeitsvorbereitung – können Sie feststellen, dass sich Prozesse schlanker und schneller gestalten lassen.
Lenken Sie Ihr Augenmerk dabei besonders auf folgende Punkte:

  • Untersuchen Sie, ob bereits in der Arbeitsvorbereitung alle Aufträge und die zur Auftragsbearbeitung benötigten Unterlagen, wie beispielsweise Kommissionier-Listen, Rechnungen und Lieferscheine, so aufbereitet werden, dass nachfolgende Bereiche wie Kommissionierung und Packerei sofort auf die vollständigen Unterlagen zugreifen können.
  • Tragen Sie dafür Sorge, dass einheitliche Aufträge grundsätzlich zusammengefasst werden. Stellen Sie den Mitarbeitern der Kommissionierung ausreichend dimensionierte Warenbehälter zur Verfügung. Wird gleich in einen Versandkarton kommissioniert, dann geben Sie vorab auf den Kommissionier-Listen die benötigte Größe der Verpackung an.
  • Denn: Sind die ausgewählten Kartons beim Packvorgang zu klein, muss umständlich umgepackt werden. Sind sie zu groß, werden die Waren mit unnötig viel Füllmaterial umgeben (das Ihre Kunden auch noch entsorgen müssen) – oder es muss erneut umgepackt werden. Das kostet jeweils unnötig Zeit und Geld.
  • Befragen Sie Ihre Mitarbeiter, wo sich in der Vergangenheit Schwierigkeiten beim Kommissionieren und Verpacken gezeigt haben. Ermöglichen Sie hier Verbesserungen
  • Stellen Sie sicher, dass bei fehlenden Artikeln in der Kommissionierung alle unvollständigen Aufträge entsprechend gekennzeichnet werden. Diese können so sofort an die Fehlerstelle ausgeschleust werden und landen nicht fälschlicherweise in der Packerei beziehungsweise im Warenausgang..

Begutachten Sie die Arbeitsbedingungen in Kommissionierung und Packerei

Häufig ersetzt Technik gerade in der Packerei und der Kommissionierung manuelle Tätigkeiten nur unzureichend. Deshalb beurteilen Sie genau die ergonomischen Gegebenheiten, unter denen Ihr Personal arbeitet:

  • Untersuchen Sie, ob die Behälter- oder die Karton-Kommissionierung für Sie ein geeigneter Weg ist. Dabei hilft Ihnen unsere Übersicht unten.
  • Sind die Arbeitsflächen passend?
  • Ist die Beleuchtung der Arbeitsstationen ausreichend?
  • Sind die Arbeitsplatten höhenverstellbar?
  • Können Sie in der Packerei die Wege zu den Verpackungsmaterialien und den Übergabestationen zur Kommissionierung verkürzen?
  • Legen Ihre Kommissionier-Mitarbeiter lange Strecken zurück? Lässt sich dies durch andere Zusammenstellungen der Warengruppen ändern?
  • Prüfen Sie, ob Sie für den Transport zwischen Kommissionierung und Packerei optimale Transportmittel einsetzen. Die Vor- und Nachteile dazu finden Sie in der Übersicht „Kommissionier-Wagen und Förderstrecke im Vergleich“.
  • Sorgen Sie für ergonomische Packstationen. Haben die Mitarbeiter alle benötigten Materialien und Werkzeuge im schnellen Zugriff und stimmen die Arbeitshöhen der Packtische?

Tipp:Hier erweisen sich Regale über dem Packtisch als praktisch. Alle Materialien und Werkzeuge sind leicht zu finden und im direkten Zugriff.

Kommissionier-Wagen und Förderstrecke in der Packerei – nur eine Kostenfrage?

Gedanklich befinden Sie sich nun bei der Analyse in Ihrer Packerei. Und genau hier – konkreter: beim verwendeten Transportmittel – versteckt sich oft erhebliches Optimierungspotenzial. Für eine Optimierung bieten sich grundsätzlich 2 Verfahren an: zum einen durch den Einsatz des klassischen Kommissionier-Wagens und zum anderen durch die Förderstrecke. Beide zeigen ganz spezifische Vor- und Nachteile:

Der Kommissionier-Wagen

Eine der größten Stärken des Wagens ist sicherlich seine Flexibilität. Auftragsspitzen lassen sich leicht abfangen, indem Sie einfach mehr Wagen einsetzen. Auch wenn Ihr Waren-Portfolio recht umfangreich ist und darüber hinaus sehr unterschiedliche Geometrien aufweist, ermöglicht der Wagen eine äußerst flexible Arbeitsweise. Vorsicht: Wenn Sie sowieso mit Raumproblemen kämpfen, wird es mit Kommissionier- Wagen schnell noch enger.

Die Förderstrecke

Wenn Ihr Waren-Portfolio bezüglich Gewicht und Geometrie nicht allzu ausgefallen ist, bietet sich der Einsatz einer Förderstrecke geradezu an. Doch kalkulieren Sie hier immer mit einem besonders spitzen Stift, weil in der Regel große Investitionen anfallen. Beschäftigen Sie sich jedoch schon länger mit einem solchen Automatisierungsgedanken, sind diese Mehrkosten eventuell verschmerzbar.

Übersicht Karton- versus Behälterkommissionierung

Kartonkommissionierung

Vorteile

  • Kartons bieten geringen Handling-Aufwand in der Packerei.
  • Schnelles, oft sogar automatisches Schließen der Kartons ist möglich.

Nachteile

  • Kartonlaschen behindern oft beim Kommissionieren.
  • Kleine und leichte Kartons werden auf Rollenförderern oft nicht sicher befördert.

Behälterkommissionierung

Vorteile
Behälter lassen sich gut und sicher auf Rollenförderern bewegen.

  • Durch das Umpacken kann noch einmal auf Vollständigkeit geprüft werden.
  • Keine Laschen behindern den Pick- und Put-Vorgang.
  • Zusammenlegung mehrerer Aufträge ist möglich.

Nachteile

  • Leere Behälter müssen wieder zurücktransportiert werden.
  • Zusätzlicher Arbeitsaufwand entsteht durch Umpacken.
  • Notwendiges Aufrichten und Schließen der Kartons in der Packerei ist oft nur manuell lösbar.
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