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Stellenausschreibungen: Tappen Sie nicht in die Diskriminierungsfalle!

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Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schreibt eindeutig vor, dass diskriminierende Formulierungen in Stellenausschreibungen nichts zu suchen haben. Die folgenden Urteile sollten Sie stets beachten.

Achten Sie bei einer Stellenausschreibung tunlichst darauf, dass der Text Ihrer Stellenanzeige neutral und frei von Wertungen abgefasst ist, da eine neue Stelle von Arbeitgebern nicht unter Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ausgeschrieben werden darf. Eine unterschiedliche Behandlung von Bewerbern ist nur zulässig, wenn der Grund für die Ungleichbehandlung eine wesentliche berufliche Anforderung für die Art der auszuübenden Tätigkeit ist.

Das gilt insbesondere hinsichtlich der Geschlechtsneutralität und hinsichtlich des Alters des Kandidaten. Sie sollten also auf Formulierungen wie etwa "Junger Kollege gesucht" verzichten. So wurde beispielsweise ein Unternehmen vom Bundesarbeitsgericht (BAG) wegen einer ähnlichen Formulierung dazu verdonnert, einem 47-Jährigen eine Entschädigung in Höhe eines Monatsgehalts zu zahlen, weil es einen Jüngeren eingestellt hatte (BAG, Urteil vom 19. August 2010, Az. 8 AZR 536/08).

Ist hingegen beispielsweise eine Geschlechtsbevorzugung durch die Natur der Tätigkeit gegeben, so ist dies rechtens und stellt keine Diskriminierung im Sinne des AGG dar. Das zeigt ein höchstrichterliches Urteil des Bundesarbeitsgerichts. Hier hatte ein Mann gegen ein Mädcheninternat geklagt, weil seine Bewerbung mit der Begründung, man würde grundsätzlich nur Frauen einstellen, abgelehnt worden war (BAG, Urteil vom 28. Mai 2009, Az. 8 AZR 536/08).

Tipp: Auch wenn Sie eine Arbeitsstelle mit einem jungen kräftigen Mann besetzen wollen, weil die Arbeit zum Teil erhebliche körperliche Anstrengungen mit sich bringt, sollten Sie die Stellenausschreibung grundsätzlich immer geschlechtsneutral abfassen, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Denn es genügt den Gerichten oft schon als Beweis einer Diskriminierung, wenn eine Anzeige mit derartigen Einschränkungen vorgelegt wird.

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