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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Steuerrecht: Nach diesen Urteilen können Sie und Ihre Firma richtig Geld sparen

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Von coupling-media,

Unser Finanzamt ist bestrebt, seine Einnahmen zu steigern, und agiert deshalb manchmal recht pedantisch. Doch nicht immer kommt der Fiskus mit seiner steuerlichen Optimierung in eigener Sache vor den Gerichten durch.

Hier die interessantesten Urteile, die sicherlich Sie und auch manchen Ihrer Mitarbeiter interessieren dürften.

In unserem 1. Fall wollte der Halter eines Land Rover Defender 130 Crew Cab sein Fahrzeug steuerlich günstiger als Lkw einstufen lassen.

Der Fiskus spielte aber nicht mit; er errechnete eine Ladefläche von 2,58 m² und eine Fläche zur Personenbeförderung von 2,87 m². Da für die Anerkennung als Lkw aber die Ladefläche größer sein muss, wollte der Fahrzeugbesitzer das nicht auf sich beruhen lassen und ließ sein Fahrzeug nochmals von einem Sachverständigen des Finanzamts unter die Lupe nehmen.

Dieser kam bei seiner Vermessung zu einer für die Personenbeförderung vorgesehenen Fläche von 2,8 m² und zu einer für die Lastenbeförderung vorgesehenen Fläche von 2,86 m².

Obwohl die Ladefläche damit etwas größer ausfiel als die Fläche zur Personenbeförderung, lehnte das Finanzamt eine Änderung des Kraftfahrzeugsteuerbescheids ab und wurde darin von den Richtern des Bundesfinanzhofs (BFH) bestätigt.

Zwar komme der Größe der Ladefläche bei Pick-up-Fahrzeugen nach ständiger Rechtsprechung eine besondere, aber eben nicht die allein ausschlaggebende Bedeutung bei der steuerlichen Einstufung zu.

Fahrzeuge, bei denen die Ladefläche größer als die für die Personenbeförderung vorgesehene Fläche ist, können nicht automatisch als Lkw eingestuft werden. Nach Ansicht der Finanzrichter am BFH spielen auch das äußere Erscheinungsbild des Fahrzeugs sowie die Herstellerkonzeption eine erhebliche Rolle bei der Fahrzeugeinordnung.

Der Crew Cab mit 4 Türen, 5 vollwertigen Sitzen (keine Notsitze) und vollständiger Verglasung der Personenkabine lassen auch bei einer rechnerisch etwas größeren Ladefläche das Fahrzeug nach Ansicht des Gerichts als Pkw erscheinen (BFH, 29.8.2012, Az. II R 7/11).

LogistikManager-Tipp: Das Urteil zeigt, wo die Fußangel liegt: Ist ein Fahrzeug von seiner Anmutung – also Vollverglasung und Komfortausstattung – hochwertig, wird es häuf iger Probleme geben, wenn Sie es als Lkw zulassen wollen. Greifen Sie deswegen lieber zu Modellen, die eher einen Arbeitscharakter ausstrahlen.

Kleinbusse beispielsweise gibt es mit Voll- oder auch Teilverglasung. Mit Letzterem können Sie dem Finanzamt leichter Paroli bieten.

Autoreparaturen oft steuerlich absetzbar


Normalerweise können Arbeitnehmer Kosten, die zur Ausführung ihrer Arbeit selbst getragen werden müssen, steuerlich absetzen. Dies gilt insbesondere für Fahrtkosten.

Nach einem Urteil des Finanzgerichts (FG) Niedersachsen gilt das sogar für Kosten, die entstehen, wenn das Fahrzeug des Arbeitnehmers auf dem Arbeitsweg beschädigt wird.


Im konkreten Streitfall hatte ein Angestellter auf dem Weg von seinem Wohnort zur Arbeitsstelle beim Tanken aus Unachtsamkeit statt Diesel Benzin getankt.

Seine Versicherung lehnte eine Erstattung der Reparaturkosten von rund 4.300 Euro für den so entstandenen Motorschaden wegen der Sorgfaltspflichtverletzung des Klägers ab.

Also versuchte der Mann, die Kosten für die Reparatur zumindest steuerlich geltend zu machen. Doch das Finanzamt meinte, eine Falschbetankung sei kein Unfall und könne deshalb nicht berücksichtigt werden.

Neben der Entfernungspauschale, der sogenannten Pendlerpauschale, seien nur Kosten eines Unfalls zum Werbungskostenabzug zuzulassen.

Damit war der Geschädigte jedoch nicht einverstanden und zog vor Gericht. Vor dem Niedersächsischen FG musste der Fiskus eine Schlappe kassieren.

Erleidet nämlich nach Ansicht der Richter ein Fahrzeug auf dem Weg zur Arbeitsstelle einen Schaden, können die Kosten für Reparaturen grundsätzlich steuerlich angesetzt werden.

Zwar sollten mit der im Jahr 2001 eingeführten Entfernungspauschale eigentlich sämtliche Kosten für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abgegolten sein.

Aus Sicht des Gerichts ist es aber verfassungsrechtlich geboten, dass außergewöhnliche Wegekosten – und hierzu zählen auch solche Fälle – als Werbungskosten abzugsfähig sind (Niedersächsisches FG, 24.4.2013, Az. 9 K 218/12).

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