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Steuerrechtliche Änderungen 2010 für Logistik-Verantwortliche

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Von coupling-media,

Zum Jahreswechsel sind wieder einige Steueränderungen in Kraft getreten, die Sie kennen sollten. Denn in einigen Bereichen können Sie nun richtig Geld sparen.

Das so genannte Wirtschaftsförderungsgesetz ist in aller Munde. Es soll nach Meinung der Bundesregierung dazu dienen, der Wirtschaft neue Wachstumsimpulse zu verschaffen. Doch bei genauerer Betrachtung ist zumindest bei einigen Punkten dieses Gesetzes mehr als fraglich, ob Sie als Logistiker hiervon profitieren können. Der verminderte Mehrwertsteuersatz bei Hotel- und Gaststättenübernachtungen wird nämlich kaum bei Ihnen ankommen, vielmehr werden sich diese Unternehmen die Entlastung in die eigenen Kassen fließen lassen.
Doch auch für Ihren Bereich lassen sich einige Änderungen finden, die Ihnen helfen können, Geld zu sparen. So können Sie sich beispielsweise ab diesem Jahr über Änderungen bei der Abschreibung von Wirtschaftsgütern freuen. Sie können den Wert von Sachbezügen, die Sie Ihren Mitarbeitern gewähren, leicht anheben, und auch die Tagessätze, die Sie für Mahlzeiten steuerfrei ersetzen dürfen, sind leicht angehoben worden. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber bei der Erbschaftsteuer zurückgerudert. Und: Die harten Bestimmungen, die bisher bei Betriebsübergängen galten, wurden gelockert.

Höhere Sätze und Wahl der Abschreibung bei geringwertigen Wirtschaftsgütern


Bis Jahresende 2009 galt für so genannte geringwertige Wirtschaftsgüter eine Grenze von maximal 150 Euro des Nettopreises, wenn Sie diese in einem Schlag von Ihrer Steuerlast abschreiben wollten. Seit 1.1. können Sie sich über die Anhebung dieses Werts auf 410 Euro freuen. Alle Wirtschaftsgüter, die unter dieser Grenze liegen, können Sie also gleich als Betriebsausgabe geltend machen und müssen sie nicht mehr über mehrere Jahre abschreiben.
Interessant kann für viele Unternehmen auch die Wiedereinführung des 2007 abgeschafften Wahlrechts zwischen Sofortabsetzung und Aktivierung mit Abschreibung über die Nutzungsdauer sein. Hierbei können Sie Wirtschaftsgüter, deren Wert zwischen 151 und 1.000 Euro liegt, in einen Sammelposten aufnehmen und diesen über 5 Jahre hinweg abschreiben.
Achtung: Bei dieser Wahl legen Sie sich immer für die gesamte Steuerperiode fest! Erwerben Sie also beispielsweise ein Wirtschaftsgut für 700 Euro netto und haben für andere Wirtschaftsgüter unter der Preisgrenze von 410 Euro die Sofortabschreibung gewählt, so müssen Sie Ihre 700-Euro- Investition einzeln aktivieren und über ihre Nutzungsdauer gesondert abschreiben.
Wählen Sie dagegen die Poolmethode, können Sie alle Güter in den Sammelposten aufnehmen und zusammen über 5 Jahre abschreiben.

Bei Sachbezugswerten dürfen Sie etwas großzügiger sein


Die amtlich festgelegten Werte für die Sozialversicherungsfreiheit wurden leicht angehoben. Durften Sie beispielsweise 2009 einem Mitarbeiter bis zu 210 Euro abgabenfrei für freie Verpflegung zuschießen, so dürfen es dieses Jahr 215 Euro sein.
Tipp:
Wenn Sie Ihren Mitarbeitern Restaurantschecks oder Essensgutscheine geben, so können Sie dies bis zu einem Wert von 5,90 Euro pro Tag tun.

Vorsicht: Rechnungen müssen formell korrekt sein!


Eine Falle kann Ihnen drohen, wenn Sie nicht aufpassen, ob die Rechnung für Wirtschaftsgüter oder auch erbrachte Leistungen auch alle geforderten Angaben enthält. Diese so genannten Rechnungspflichtangaben müssen alle Rechnungen über Waren erfüllen, deren Wert über 150 € liegt. Fehlen Angaben, können Sie beispielsweise den Vorsteuerabzug nicht geltend machen. Diese Angaben müssen die Rechnungen mindestens enthalten:

  • vollständiger Name einschließlich der laut Register korrekten Rechtsform des leistenden beziehungsweise liefernden Unternehmens
  • vollständiger Name einschließlich der korrekten Rechtsform des empfangenden Unternehmens
  • entweder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder die Steuernummer des liefernden beziehungsweise leistenden Unternehmens
  • das Rechnungsdatum
  • eine fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und Art der gelieferten Waren bzw. Dienstleistungen
  • der genaue Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung
  • die Aufschlüsselung der Steuersätze und Preise zu den einzelnen Rechnungsposten
  • eventuelle Skontosätze
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