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Superbrummis: Ja oder Nein?

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Für die einen sind die Lkws im XXL-Format der Stein der Weisen, für die anderen ein rotes Tuch. Der Fachinformationsdienst „Einkaufsmanager” stellt Ihnen heute die wichtigsten Argumente, die pro und contra Superbrummi ins Feld geführt werden, vor.

Der Streit schwelt seit nunmehr 7 Jahren. Ausgelöst hatte ihn der Verband der Automobilindustrie (VDA) im September 2006 auf der IAA in Hannover, als er die ersten Superbrummis vorstellte (25 m lang und bis zu 60 t schwer), damals noch „Nutzfahrzeugkonzept Euro-Combi" genannt.

Das Wort „Combi“ stand dabei für die Möglichkeit, mit Anhängern, Sattelaufliegern und Ähnlichem über das bisher erlaubte europäische Lkw-Längenmaß (maximal 18,75 m) unterwegs zu sein. Heute werden diese Euro-Combis meist Gigaliner genannt.

Deutschland ist Schlusslicht

Während die Gigaliner in vielen EU-Ländern bereits gang und gäbe sind – in Schweden wird z. B. bereits seit den 1970er Jahren mit überlangen Lkws experimentiert, in den Niederlanden und Belgien sind sie seit 2004 unterwegs –, konnte sich das hiesige Verkehrsministerium nur zu Feldversuchen durchringen.

Aktuell lassen 13 Speditionen dürftige 25 Gigaliner (200 waren erlaubt) in einem Testbetrieb über bundesdeutsche Straßen rollen. Doch selbst dieses Projekt steht auf der Kippe, da immer wieder wer vor das Bundesverfassungsgericht zieht, zuletzt Baden- Württemberg und Schleswig-Holstein im September vergangenen Jahres. Das Urteil steht bis dato noch aus.

Die Argumente des VDA

Nicht zufällig hat in diesen beiden Bundesländern Rot-Grün das Sagen. Zum ökologischen Glaubenskanon beider Parteien gehört, dass Schienentransporte gefördert, Straßentransporte aber beschränkt werden sollen.

Genau diese Argumentationskette münzt der VDA zu seinem Vorteil um und rechnet vor, dass 2 Gigaliner die Ladung von 3 herkömmlichen Lastwagen aufnehmen und bei entsprechend geringerer Umweltbelastung auch transportieren können.

Der VDA hat natürlich auch die betriebswirtschaftlichen Kostenvorteile errechnet. Danach kann der Einsatz von Gigalinern 2,2 Mrd. Fahrzeugkilometer pro Jahr im deutschen Fernverkehr einsparen oder 16 % weniger Betriebskosten pro Palettenplatz.

An Brummis führt kein Weg vorbei

In den meisten Fällen ist die Schien-kontra- Straße-Diskussion stark ideologisch eingefärbt – sie geht an der Wirklichkeit schlicht vorbei. Und diese Wirklichkeit heißt: Eine ideale Frachtart gibt es nicht, sondern nur immer die beste Lösung für eine spezielle Transportaufgabe.

Es sind ja nicht nur die globalisierten Wirtschaftssbeziehungen mit ihren Arbeitsteilungen über Kontinente hinweg, die ans Transportgewerbe immer höhere Anforderungen stellen (und immer neue Ideen!). Es sind auch die Mittelständler von nebenan, die ihre Ware schnell, sicher und vor allem preisgünstig von A nach B geschafft haben wollen.

Und dazu eignet sich kein Transportmittel so gut wie der Lkw. Umweltappellen und politischen Sonntagsreden zum Trotz, in puncto Schnelligkeit und Flexibilität haben Lastwagen auf kurzen und mittleren Distanzen ganz klar die Nase vorn.

Aufteilung des deutschen Güterverkehrs nach Transportleistung Stand vom vergangenen Jahr:

  • 63 % Straßentransporte
  • 22 % Schienentransporte
  • 12 % Binnenschiffstransporte
  • 3 % Rohrleitungstransporte (Pipelines etc.)
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