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Überflutung: So kommen Sie schneller an Ihr Geld und vermeiden zukünftige Schäden

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Nur langsam traten die Schäden ans Tageslicht, die durch die Überschwemmungen von Inn, Donau und Elbe etc. verursacht wurden. Und so mancher Kollege stand da vor einem Trümmerhaufen....

Die Waren waren vernichtet, Gebäude und Anlagen teilweise so zerstört, dass eine Reparatur oft nicht wirtschaftlich oder sogar unmöglich war.

Doch um in einer solchen Situation den Betrieb wieder aufzunehmen, ist auf jeden Fall Geld notwendig – glücklich war, wer sich hier gegen Elementarschäden ausreichend versichert hatte.

Wenn Sie unsere Tipps bei der Schadenaufnahme und der Versicherungsmeldung berücksichtigen, sollten Sie in solchen Situationen recht schnell an Ihr Geld kommen.

Doch vorsorgen ist immer besser als reparieren, und hier können Sie einiges im Vorfeld unternehmen, damit so etwas so schnell nicht noch einmal geschieht.

So sollten Sie bei Überflutung reagieren

Überflutungen in Logistikeinrichtungen hinterlassen häufig enorme Schäden. Meist sind dann nämlich nicht nur die gelagerten Waren beschädigt, sondern die ganzen technischen Einrichtungen werden durch Wasser und Schlamm zum teuren Reparaturfall.

Gleiches gilt auch für die Verwaltung oder die auf dem Gelände abgestellten Fahrzeuge. Wenn die Flut schnell und unerwartet kommt, geraten hier oft sogar Menschen in Not.

Grundsätzlich sollten Sie nach einem Hochwasserereignis – wie bei jedem Schaden – darauf bedacht sein, die Schadensumme gering zu halten und die einzelnen Schäden sorgfältig zu dokumentieren:

  1. Markieren Sie die erreichten Wasserstände an allen betroffenen Bauten/ Gegenständen, und dokumentieren Sie akribisch jeden Schaden. Hierbei können auch Fotos hilfreich sein.
  2. Halten Sie den Schadenumfang zum Beispiel durch schnellstmögliches Abpumpen des Wassers sowie eine grobe Reinigung und Trocknung der durchnässten Einrichtungen so gering wie möglich.
  3. Setzen Sie nach einer Überschwemmung auf keinen Fall technische Einrichtungen vor einer gründlichen Überprüfung durch einen Fachmann in Betrieb. Damit werden Sie den entstandenen Schaden mit Sicherheit nur vergrößern und bleiben schnell auf einem Teil davon sitzen. Gerade bei elektrischen Einrichtungen besteht bei einer vorschnellen Inbetriebnahme sogar erhebliche Lebensgefahr.
  4. Teilen Sie Ihrer Versicherung umgehend alle Verluste und die voraussichtlichen Schadenhöhen mit. Viele Versicherungen bieten ihren Kunden auch Notrufnummern an. Notieren Sie sich diese, um hier nicht unnötig Zeit zu verlieren.
  5. Entsorgen Sie beschädigte Einrichtungen und Waren keinesfalls, bevor Sie mit Ihrer Versicherung Rücksprache gehalten und von ihr grünes Licht bekommen haben.

Tipp: Nach jedem Wasserschaden sollten Sie auf alle Fälle von den Lieferanten und Herstellern vor der Wiederinbetriebnahme überprüfen lassen, ob Schäden entstanden sind.

Gerade versteckte Schäden können bei einer voreiligen Inbetriebnahme dazu führen, dass der Schadenumfang noch größer wird. Insbesondere bei elektrischen Anlagen kann es darüber hinaus leicht zu einer erheblichen Gefährdung des Bedienpersonals kommen, wenn Wasser im Spiel ist.

Halten Sie für Ihre Schadenmeldung folgende Angaben und Unterlagen bereit:

  • Versicherungsnummer
  • Art und voraussichtliche Höhe des Schadens
  • Fotos, die den Schaden dokumentieren
  • Telefonnummer, unter der Sie ständig erreichbar sind

So sorgen Sie gegen Hochwasser vor

Ist der Schaden erst mal entstanden, ist meist guter Rat teuer. Es gilt deshalb, hier durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen vorzubeugen.

Dies fängt schon bei der Standortwahl an. Planen Sie zum Beispiel einen Neubau oder den Ortswechsel einer Lagereinrichtung, sollten Sie sich immer danach erkundigen, ob der ins Auge gefasste Standort in einem hochwassergefährdeten Gebiet liegt.

Alle Versicherungen haben Zugriff auf Hochwasser-Kataster (wie z. B. „ZÜRS Geo“), aus denen sich leicht ableiten lässt, ob Ihr zukünftiger Standort von Hochwasser bedroht sein kann.

Nehmen Sie also vor den eigentlichen Planungen mit der Versicherung Ihrer Wahl Kontakt auf, um diesen Punkt zu besprechen.

Tipp: Diese Klärung ist auch hinsichtlich der Höhe der Versicherungsprämie wichtig. Hohe Gefährdung bedeutet nämlich auch immer höhere Prämien.

Diese Vorsorgemaßnahme nutzt Ihnen natürlich recht wenig, wenn Ihre Logistikeinrichtung bereits steht. Droht dann ein Hochwasser, informieren Sie sich immer aktuell über Pegelstände und mögliche Dammbrüche und -überf lutungen.

Ergreifen Sie außerdem die folgenden 8 Maßnahmen:

  1. Räumen Sie Lager, die von der Flut akut betroffen werden können. Da solche Lagerräumungen ihre Zeit brauchen, fangen Sie damit rechtzeitig an. Erarbeiten Sie hierfür entsprechende Notfallpläne, in denen Sie auch festlegen, wo die Waren zwischengelagert werden sollen. Machen Sie sich dabei auch immer Gedanken, wie die Waren dorthin kommen sollen, da Transportkapazitäten bei solchen Ereignissen knapp werden können.
  2. Schalten Sie nach der Räumung des Lagers unbedingt alle technischen Anlagen ab. Unter Strom stehende Einrichtungen können durch Kurzschlüsse zusätzlich beschädigt werden.
  3. Evakuieren Sie Mitarbeiter rechtzeitig. Auch diesen Punkt sollten Sie im Notfallplan vorsehen.
  4. Schützen Sie die vom Hochwasser betroffenen Gebäude frühzeitig, so weit es geht. Hierzu bieten sich Verschalungen oder auch Sandsäcke an.
  5. Sorgen Sie dafür, dass Rückstauventile in den Abwasserleitungen funktionsfähig sind. Sonst müssen Sie, trotz aller Maßnahmen gegen das Flutwasser am Gebäude, damit rechnen, dass wegen des Rückstaus durch die Abwasserkanäle dreckige Brühe eindringt.
  6. Bringen Sie auch alle Einrichtungen wie Stapler, Computer oder ähnliche mobile Gegenstände frühzeitig in Sicherheit. Denken Sie dabei auch an die Fahrzeuge auf dem Hof.
  7. Sichern Sie Unterlagen und Einrichtungen in der Verwaltung. Da diese Gebäude meist mehrere Stockwerke haben, transportieren Sie alles Wichtige in die oberen Etagen.
  8. Bringen Sie unbedingt umweltgefährdende Stoffe und Chemikalien rechtzeitig in Sicherheit. Werden diese freigesetzt, so kann Ihnen leicht weiterer Ärger drohen.


Achtung: Seit Mai 2005 müssen neu errichtete Gebäude in hochwassergefährdeten Gebieten entsprechende Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Hier Kosten zu sparen und die Vorschriften nicht zu erfüllen, ist eine Einladung an Ihre Versicherung, die Schadenregulierung abzulehnen.

Treffen Sie entsprechende versicherungstechnische Maßnahmen

Schließen Sie grundsätzlich eine explizite Versicherung gegen Elementarschäden ab.

Das sollten Sie übrigens auch immer dann tun, wenn Ihre Logistikeinrichtung nicht in einem hochwassergefährdeten Gebiet liegt.

Denn auch Starkregen kann schnell zu Überschwemmungen führen. Prüfen Sie Ihre Police am besten mit Ihrer Versicherung.

Führen Sie diese Überprüfung Ihres Versicherungsschutzes in regelmäßigen Abständen routinemäßig durch, da infolge Erweiterungen oder Umbauten schnell eine Unterversicherung eintreten kann.

Planen Sie Veränderungen Ihrer Logistikeinrichtungen, informieren Sie Ihre Versicherung immer über Ihre Vorhaben.

Dies dient 1. der notwendigen Anpassung Ihres Versicherungsschutzes, und zum 2. gibt es bei den Versicherungen Spezialisten, die Sie bei Bedarf zu Maßnahmen in Sachen Hochwasserschutz beraten können.

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