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Warum Sie Verschrottungserlöse bei Schäden berücksichtigen müssen

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Frage: Ein Speditionsunternehmen übernimmt für uns den Versand und die Einlagerung von Stahl- und Edelstahl- Elementen. Dabei kommt es naturgemäß gelegentlich zu Beschädigungen, den uns der Verlader ersetzt. Nun hat er nach einem eventuellen Verschrottungserlös gefragt, um seine Schadensersatzleistungen zu minimieren. Müssen wir ihm diese Auskunft erteilen?


Antwort:
Ja, Sie müssen Auskunft erteilen. Dazu verpflichtet Sie Paragraf 254 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Demnach müssen Sie als Geschädigter alles unternehmen, um den eingetretenen Schaden zu mindern. Unterlassen Sie das, trifft Sie nach der gängigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sogar ein Mitverschulden. Das ist auch dann der Fall, wenn Sie die Edelstahl- Elemente einfach verschrotten und nicht „zu Geld machen würden“, obwohl dies relativ einfach für Sie möglich ist - und auch der gängigen Praxis entspricht.
Letztendlich bedeutet das: Sie müssen bei allen beschädigten Gütern überprüfen, ob Sie noch einen Verschrottungserlös erzielen können - und diesen Erlös bei Ihrer Schadenersatzforderung mindernd berücksichtigen.
Spediteur kann Erklärung verlangen
Im Zuge der Schadensabwicklung kann der Spediteur (oder seine Versicherung) von Ihnen eine entsprechende Erklärung darüber verlangen, was Sie an Maßnahmen unternommen haben, um(Verschrottungs-)Erlöse zu erzielen. Nur wenn es offensichtlich ist, dass die Waren nicht gewinnbringend verschrottet werden können, brauchen Sie ihm keine detaillierte Auskunft zu erteilen. Das ist in der Regel aber nur bei sehr geringwertigen Gütern der Fall. In diesem Fall könnten Sie die Frage als unzulässige Schikane zurückweisen.Das Recht dazu gibt Ihnen § 226 BGB.
Warum Sie kooperieren sollten
Wenn Sie die Auskunft trotzdem verweigern, wird sich ein „kluger“ Spediteur an seinen Versicherer wenden, der die Aufklärungsarbeit dann für ihn übernimmt. Der Versicherer weiß in der Regel, bei welchen Warenarten Verschrottungserlöse zu erzielen sind. „Tricksen“ empfiehlt sich in diesem Fall also nicht.
Behaupten Sie trotzdem, dass sich beschädigte Waren - wie in Ihrem Fall die Edelstahl-Elemente - nicht gewinnbringend verschrotten lassen, wird die Versicherung in der Regel zunächst einen Sachverständigen hinzuziehen. Dieser wird dann den zu erzielenden Verschrottungserlös einfach schätzen und den Betrag von der Schadenszahlung abziehen. Das alles können Sie sich ersparen, wenn Sie sich von Anfang an kooperativ zeigen.

Bei einer Verschrottung kann noch Geld „gutgemacht“ werden durch die so genannten Verschrottungserlöse!

Geld „gutmachen“ mit einer Verschrottung: Schrotthändler zahlen mittlerweile bei Stahlware noch einen nicht unerheblichen Betrag für Altteile und holen diese sogar kostenlos ab. Auch bei Kunststoffspritzgussteilen können Sie versuchen, einen Wiederverwender für Ihre Teile zu finden. Elektronikteile können in Teile-Börsen eingestellt werden oder Lieferanten angeboten werden.
So viel Geld ist drin: 30 bis 60 % des Wiederbeschaffungswertes können derzeit erzielt werden.

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