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Was Sie bei Leiharbeit und befristeten Arbeitsverträge unbedingt beachten müssen

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Gerade um Spitzen oder urlaubsbedingte Personalengpässe zu bewältigen, greifen viele Kollegen gerne zu Leiharbeitnehmern. Doch hier heißt es aufgepasst, denn der Betriebsrat kann Ihnen schnell dazwischenfunken. Denn nach einem Urteil des Hessischen Arbeitsgerichts (Az.: 4 TaBV 203/06) hat der Betriebsrat auch bei kurzzeitig beschäftigten Leiharbeitern ein Mitbestimmungsrecht. Der Informationsdienst LogistikManager stellt Ihnen weitere Aspekte vor, auf die Sie beim Einsatz von Leiharbeitern achten müssen.

Auch bei der Entlohnung solcher Leiharbeiter sollten Sie vorsichtig sein. Denn grundsätzlich sind nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 4 AZR 656/06) solche Arbeitnehmer genauso zu entlohnen wie fest angestellte Mitarbeiter. Nur wenn im Vertrag des Leiharbeiters ein niedrigerer Tariflohn festgeschrieben ist, kann nach Ansicht des Gerichts hiervon abgewichen werden.

Neben Leiharbeitnehmern sind befristete Anstellungen ein probates Mittel, um personelle Engpässe zu überbrücken. Doch auch hier gibt es einige Fußangeln, wie beispielsweise das Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Az.: 2 Sa 793/06) beweist. In diesem Fall hatte ein Arbeitgeber eine neue Kraft zur Überbrückung der Elternzeit einer fest angestellten Mitarbeiterin befristet angestellt, ihr aber überwiegend andere Aufgaben zugewiesen. Als der Teilzeitvertrag auslief, klagte die befristete Kraft auf Festanstellung, da ihrer Meinung nach der Grund der Befristung nur vorgeschoben war. Das Gericht belehrte den Arbeitgeber, dass durch das Zuweisen anderer Arbeitsinhalte gegenüber der Kraft in Elternzeit die Begründung der Befristung hinfällig sei und er somit eine neue Festangestellte hätte.

Tipp:
Lassen Sie eine Angestellte mit einem befristeten Arbeitsvertrag immer nur die Arbeiten erledigen, die im Vertrag festgeschrieben sind. Fassen Sie diese Aufgaben immer möglichst genau zusammen. Nicht zuletzt aus den oben genannten Gründen sollten Sie jeden befristeten Arbeitsvertrag schriftlich festhalten.
Denn nach einem Urteil des 7. Senats des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 7 AZR 700/06) sind mündlich geschlossene Arbeitsverträge immer ungültig.

Vorsicht: Schließen Sie den schriftlichen Vertrag immer vor dem Arbeitsantritt eines Mitarbeiters ab. Tun Sie dies nicht, dann ist dieser Arbeitsvertrag nach dem oben genannten Urteil ungültig!

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