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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Wie Sie bei Bußgeldbescheiden und Fahrernachfragen richtig handeln

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Bußgeldbescheide und Fahrernachfragen gehen immer an den Fahrzeughalter und landen so naturgemäß auf Ihrem Schreibtisch als Fahrzeugverantwortlicher.

Im Prinzip machen solche Dinge auch nicht allzu viel Arbeit, wenn Sie die Tipps aus den vorangegangenen Beiträgen dieser Sonderausgabe berücksichtigt haben und somit schnell nachschauen können, wer das betreffende Fahrzeug zum Tatzeitpunkt gefahren hat.

Doch leiten Sie anschließend den Fragebogen einfach an den ermittelten Fahrer weiter, können Sie schneller Ärger bekommen, als Ihnen lieb ist. Mit ein bisschen Akribie können Sie auch hier vorsorgen und Ärger von vornherein ausschließen.

Nehmen wir einmal an, unter Ihren Mitarbeitern ist ein ehrgeiziger Lieferfahrer, der es sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele Auslieferungen pro Tag durchzuführen.

Dem kann es dabei recht leicht passieren, dass er es mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht immer all zu genau nimmt. In der Folge entsteht so eine Menge mehr oder minder hübscher Porträts, die Radaranlagen von Temposündern aufzunehmen pflegen.

Nun ist Ihr Fahrer eigentlich ein ganz vernünftiger Mitarbeiter. Daher sind seine Tempoüberschreitungen nicht allzu hoch, doch es reicht, um sein Punktekonto in Flensburg nach und nach aufzufüllen. Wie das Leben so spielt, hat er irgendwann vielleicht die kritische Punktezahl erreicht, und sein Führerschein ist zumindest für einige Zeit erst einmal weg.

Wenn der Ehrgeiz dieses Fahrers nun eine Spur zu groß ausgefallen sein sollte (oder er schlicht nur Ärger mit Ihnen vermeiden will und Angst um seinen Job hat), kann er versuchen, das einmonatige Fahrverbot einfach für sich zu behalten und munter weiter auf Tour zu gehen.

Achten Sie immer auf Bußgeldbescheide

Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird es kritisch – und zwar nicht nur für den Mitarbeiter, sondern auch für Sie. Sie dürfen ja schließlich niemandem ohne entsprechende Fahrerlaubnis das Führen eines Fahrzeugs aus Ihrem Fuhrpark erlauben. Doch woher sollen Sie wissen, dass der Führerschein eingezogen wurde?

Mit einer lediglich jährlichen Führerscheinkontrolle können Sie solche Fälle meist nicht aufdecken. Und: Kommt es zu einem weiteren Vergehen, und stellen die Behörden fest, dass der Mitarbeiter derzeit keinen Führerschein besitzt, dann haben Sie schneller ein dickes Problem, als Ihnen lieb sein kann.

Ein Richter könnte nämlich durchaus auf die Idee kommen, Sie zu fragen, ob Ihnen nicht aufgefallen sei, dass in letzter Zeit häuf iger Fahrernachfragen zum Fahrzeug des Delinquenten auftauchten. Haben Sie dann keine wirklich gute Ausrede parat, wird auch Ihr Punktekonto schneller ansteigen, als Ihnen recht sein kann.

Darüber hinaus können Sie in solchen Fällen auch haftungsrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden – und das kann Sie teuer zu stehen kommen, sind Sie doch persönlich in der Haftung. Das heißt, Sie müssen eventuelle Schadenersatzansprüche oder gar Schmerzensgeld beziehungsweise Versorgungsansprüche aus eigener Tasche begleichen. Da kommen Sie schneller, als Sie denken können, in die persönliche Insolvenz!

Prüfen Sie genau, zu welchen Fahrzeugen Fahrernachfragen kommen

Um gar nicht erst in eine solche Situation zu kommen, brauchen Sie eigentlich nur ein bisschen Aufmerksamkeit an den Tag zu legen.

Tipp: Beobachten Sie ganz genau, zu welchen Fahrzeugen Fahrernachfragen auf Ihrem Tisch landen. Kommt dies bei einem Fahrzeug häufiger vor, so nehmen Sie mit dem Fahrer Kontakt auf und eine zusätzliche Führerscheinüberprüfung vor.

Sie sollten auch immer nachsehen, welches Delikt mit einem Fahrzeug begangen wurde. Kleinere Parkverstöße sind sicherlich nicht so wichtig, aber wenn es um massive Tempoverstöße geht, sollten bei Ihnen die Alarmglocken klingeln.

Vermuten Sie wegen der Schwere der Tat sogar, dass es ein Gerichtsverfahren geben wird, müssen Sie besonders aufmerksam sein und lieber einmal zu viel als zu wenig überprüfen, ob der Führerschein noch vorhanden ist.

Die 5 goldenen Regeln bei Fahrerfeststellungs-Anfragen

  • Beobachten Sie genau, zu welchen Fahrzeugen Fahrerfeststellungs-Nachfragen kommen.
  • Überprüfen Sie auch die Schwere der Vergehen. Werden einem Fahrer massive Verkehrsgefährdungen oder hohe Tempoverstöße vorgeworfen, müssen Sie immer mit einem baldigen Fahrverbot rechnen.
  • Fallen Ihnen hierbei einige Fahrer oder Fahrzeuge auf, suchen Sie zunächst stets ein klärendes Gespräch.
  • Informieren Sie gegebenenfalls auch die direkten Vorgesetzten des Fahrers.
  • Führen Sie verstärkt Führerscheinüberprüfungen bei auffälligen Fahrern durch.
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