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Wie Sie ein eigenes Kennzahlensystem für Ihre Unternehmenssteuerung einfach aufbauen können

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Urheber: peshkov | Fotolia

Von Michael Konetzny,

Kennzahlen spiegeln relevante Zusammenhänge in verdichteter, quantitativ messbarer Form wider. Sie sind wichtige Führungsinformationen, haben eine Steuerungsund Informationsaufgabe und sind ein Hilfsmittel für die Planung (Sollwerte) und Kontrolle (Istwerte).

Einzelne Kennzahlen haben allerdings nur eine geringe Aussagekraft. Häufig reichen einzelne Kennzahlen nicht aus, um Sachverhalte genau beurteilen zu können. Andererseits ist eine zu große Anzahl von Kennzahlen auch nicht wirklich hilfreich. Zu groß ist hierbei die Gefahr, dass man aus dem vorhandenen Kennzahlenpool jene auswählt, die den eigenen Zielen am besten entsprechen.

Verknüpfen Sie Kennzahlen zu einem aussagefähigen Kennzahlensystem

Erst in der Beziehung zwischen verschiedenen systematisch ausgewählten Kennzahlen können Sie Zusammenhänge erkennen und Entwicklungstendenzen interpretieren. Man hat daher schon frühzeitig versucht, Einzelkennzahlen zu einem System von gegenseitig abhängigen bzw. einander ergänzenden Kennzahlen zusammenzufassen.

Ein Kennzahlensystem stellt eine geordnete Gesamtheit von Kennzahlen dar, die in einer Beziehung zueinander stehen und in ihrer Gesamtheit über einen Sachverhalt vollständig informieren. Man unterscheidet hierbei grob zwischen eindimensionalen, mehrdimensionalen und Partialansätzen.

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Verschaffen Sie sich mit dem DuPont-Kennzahlensystem einen genauen Überblick

Eindimensionale Kennzahlensysteme zeichnen sich durch eine rein monetär orientierte Spitzenkennzahl aus. Das DuPont-System dürfte nicht nur das älteste dieser Systeme sein, sondern auch das bekannteste. Es geht zurück auf ein im Jahr 1919 von dem Chemiekonzern DuPont entwickeltes Kennzahlenmodell.

Ganz oben an der Spitze steht die wichtigste Kennzahl des Systems, der ROI (Return on Investment). Der ROI-Baum ist quasi der Prototyp für die Bildung anderer Kennzahlensysteme und wird deshalb als Inbegriff eines Kennzahlensystems angesehen. Nicht die Gewinnmaximierung, sondern die Gesamtrentabilität des Unternehmens ist hierbei die wesentliche Zielgröße. In der Abbildung auf der nächsten Seite zeige ich Ihnen, wie der ROI berechnet wird.

Als Spitzenkennzahl verwendet das DuPont-System den ROI, der wie folgt ermittelt wird:

ROI = Betriebsergebnis / Betriebsnotwendiges Kapital * 100

Der ROI lässt sich weiter in Kapitalumschlag und Umsatzrentabilität aufspalten. Bei allen anderen verwendeten Kennzahlen handelt es sich um absolute Größen.

Durch die besondere Darstellung können Sie relativ einfach erkennen, wie sich der ROI in Ihrem Unternehmen verbessern lässt. Bewerkstelligen lässt sich das sowohl durch eine Verbesserung des Kapitalumschlags (Erhöhung des Umsatzes und/ oder Senkung des investierten Kapitals) als auch durch eine Verbesserung der Umsatzrentabilität (Erhöhung des Umsatzes und/oder Senkung des Aufwandes).

Übersicht: Was die ersten 3 Kennzahlen des ROI-Baums für Ihr Unternehmen bede

KennzahlZusammensetzung bzw. FormelAussagekraft
ROI Kapitalumschlag * UmsatzrenditeDer ROI zeigt, welche Rendite aus dem gesamten Kapitaleinsatz einer Abrechnungsperiode erzielt wurde. Er berücksichtigt damit vor allem die Erkenntnis, dass eine gute Umsatzrendite wenig nützt, wenn sie nur mit einem unverhältnismäßig hohen Kapitaleinsatz erzielt werden kann. Hierzu verknüpft die Berechnung des ROI den Faktor der Umsatzrendite mit der Häufigkeit des Kapitalumschlags, und man erhält die Verzinsung des insgesamt eingesetzten Eigen- und Fremdkapitals. Liegt der ROI unter dem durchschnittlichen Fremdkapitalzins, muss zwangsläufig die Verzinsung des Fremdkapitals zulasten des Eigenkapitals bzw. der Eigenkapitalverzinsung erfolgen.
KapitalumschlagUmsatzerlöse / BilanzsummeDer Kapitalumschlag beschreibt, wie häufig das Gesamtkapital im Laufe eines Jahres umgeschlagen wird. Im Branchenvergleich deutet ein hoher Wert auf effiziente interne Prozesse und eine gute Verkaufsleistung hin. Bei einem niedrigeren Wert wird diese Kennzahl unter Umständen durch „unproduktives Kapital“ (nicht betriebsnotwendiges Vermögen) belastet. Ein vergleichsweise hoher Wert ist daher grundsätzlich positiv zu bewerten.
Umsatzrendite Gewinn / UmsatzDie Umsatzrendite stellt das Verhältnis von Gewinn und Umsatz in einer Abrechnungsperiode dar. Sie gibt Auskunft über die „Marktstellung“ Ihres Unternehmens, da die Gewinne im Verhältnis zu den erlösten Umsätzen in einem hart umkämpften Markt in der Regel geringer als in einem weniger umkämpften Markt sein werden. Wenn Sie im Branchenvergleich nur eine geringe Umsatzrendite erzielen, so können unter Umständen die internen Prozesse nicht optimal sein.
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