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Konfliktlösung

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Urheber: Nomad_Soul | Fotolia

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Die meisten Konflikte am Arbeitsplatz entstehen nicht auf sachlicher Ebene, sondern aus persönlichen Antipathien heraus.

Kollegen kann man sich nur selten aussuchen. So ist es die Regel, dass Menschen oft Jahre lang zusammenarbeiten, die sich privat nichts zu sagen haben. Diese Konstellation funktioniert nicht immer reibungslos. Im Extremfall konzentrieren sich die Kontrahenten nur noch auf ihren Konflikt und vergiften die gesamte Arbeitsatmosphäre – die Arbeit bleibt liegen.

Aktive Konfliktlösung

Sie als Vorgesetzter können Streitigkeiten am Arbeitsplatz nicht vermeiden, aber Sie können Konfliktsituationen entschärfen. Dafür sollten Sie die 3 wichtigsten Konflikttypen kennen:

  1. Individueller Konflikt: die Auseinandersetzung geht von einer einzelnen Person aus
  2. 2-Personen-Konflikt: der Konflikt besteht zwischen 2 oder mehreren Personen
  3. Team-Konflikt: innerhalb eines Teams

Konfliktlösung eines individuellen Konflikts

Konflikte einer bestimmten Person betreffen zunächst einmal auch nur diesen einen Mitarbeiter. Die häufigsten Ursachen für individuelle Konflikte sind Stress, Frustration, z. B. durch fehlende Anerkennung, oder Unvermögen. Darüber hinaus können es persönliche Eigenschaften sein wie fehlende Flexibilität („Das hat doch immer wunderbar funktioniert“) eine negative Grundeinstellung („Es bringt nichts, wenn ich mich engagiere“) oder Egoismus („Immer soll ich die schwierigen Aufgaben übernehmen.“).

Beobachten Sie das Verhalten Ihrer Mitarbeiter sorgfältig, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Haben Sie das Gefühl, das Verhalten eines Mitarbeiters habe sich in letzter Zeit verändert, suchen Sie nach konkreten Anhaltspunkten dafür und holen Sie mit neutral gestellten Fragen („Wie kommen Sie denn mit Frau Müller zurecht?“) die Meinung von Dritten ein.

Konfliktlösung bei einem 2-Personen-Konflikt

Konflikte zwischen 2 oder mehreren Personen entstehen oft, weil unterschiedliche Wertesysteme, Eigenarten und Erfahrungen aufeinander prallen. Solche konfliktträchtigen Gegensatzpaare sind z. B.:

Wertkonservativ – innovativ
Raucher – Nichtraucher
Karriereorientierung – Dienst nach Vorschrift
Akribisch – chaotisch
„Gesundheitsapostel“ – Genießer

Als Vorgestzter können Sie Konfliktpotenziale entschärfen, indem Sie sich mit den persönlichen Eigenarten Ihrer Mitarbeiter vertraut machen. So sollten Sie z. B. darauf achten, „Gegenspieler“ nicht in einem Raum unterzubringen, wenn neue Büros eingeteilt werden.

Konfliktlösung des Team-Konflikts

Auseinandersetzungen im Team müssen prinzipiell nicht negativ sein – im Gegenteil: Sie können die Arbeit voranbringen. In einem Team laufen jedoch permanent gruppendynamische Prozesse ab: Mitarbeiter übernehmen ihre Rolle als Gestalter, Ideengeber, Gruppenclown, Mitläufer oder Außenseiter. Damit ein Team funktioniert, müssen Sie darauf achten, dass die Rollenverteilung abgeschlossen ist und den Erwartungen der Team-Mitglieder entspricht.

Konflikte drohen dann, wenn ein Mitarbeiter in eine Rolle gedrängt wird, die er nicht ausfüllen kann oder will. Das ist beispielsweise der Fall, wenn ein Mitarbeiter eine Führungsposition übernehmen soll, die anderen Team-Mitglieder ihn in dieser Rolle aber nicht akzeptieren.

Tipp: Gut eingespielte Teams neigen dazu, die Leistungen anderer Teams herabzusetzen und provozieren so Streit zwischen den Teams. Achten Sie sorgfältig auf solche Tendenzen und betonen Sie die Bedeutung der anderen Teams für Ihr eigenes Team und das gesamte Unternehmen.

Konffliktlösung durch erfolgreiches Konfliktmanagement

Dass Konflikte zwischen Menschen normal sind, müssen viele erst lernen. Entscheidend ist, dass Sie Konfliktpotenziale offen ansprechen und gemeinsam mit Ihrem Team Lösungen entwickeln. Sorgen Sie außerdem für klare Zuständigkeiten, gerechte Arbeitsverteilung und passende Arbeitsfelder, um Konflikte zu vermeiden. Entwickeln Sie im Team Spielregeln für den Umgang untereinander. Sorgen Sie dafür, dass diese Regeln eingehalten werden.

Checkliste: Die richtige Strategie für Ihre Konfliktlösung

  • Erzwingen Sie keine Harmonie.
  • Konzentrieren Sie sich bei Streitigkeiten immer auf die Ursache, nicht den Ablauf.
  • Achten Sie auf individuelle Konfliktpotenziale.
  • Beobachten Sie das Verhalten Ihrer Mitarbeiter und registrieren Sie Veränderungen.
  • Vermeiden Sie konfliktträchtige Mitarbeiterkonstellationen.
  • Berücksichtigen Sie die persönlichen Eigenarten Ihrer Mitarbeiter bei der Verteilung von Aufgaben
  • Lassen Sie Auseinandersetzungen in Sachfragen zu.
  • Legen Sie Regeln für den Umgang miteinander fest.
  • Bauen Sie gemeinsam eine Konfliktkultur auf.
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