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Mobbing am Arbeitsplatz: Was tun?!

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Mobbing am Arbeitsplatz
Mobbing am Arbeitsplatz

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Mobbing am Arbeitsplatz kann Sie schneller einholen, als Sie denken. Damit Sie nicht in kritische Situationen geraten, gilt es schnell zu reagieren.

Defizite im Führungsverhalten haben einen erheblichen Anteil an der Entstehung von Mobbing. Bei einem Verdacht sollten Sie schnell reagieren.

Unstimmigkeiten und Streitereien gehören zum Berufsleben dazu. Ein kritischer Punkt ist allerdings dann erreicht, wenn Auseinandersetzungen in Mobbing umschlagen. Mobbing am Arbeitsplatz ist ein weit verbreitetes Phänomen. Mehr als 1 Mio. Arbeitnehmer sind Tag für Tag Mobbinghandlungen am Arbeitsplatz ausgesetzt. Und die meisten fühlen sich in dieser Situation von ihren Vorgesetzten allein gelassen. Denn von selbst regeln sich solche Konflikte nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Häufig endet Mobbing am Arbeitsplatz erst, wenn der Betroffene kündigt. Lassen Sie es deshalb gar nicht erst so weit kommen. Schreiten Sie rechtzeitig ein.

Mobbing ist klar definiert

Nicht jede Handlung, die sich gegen einen Mitarbeiter richtet, ist gleich Mobbing. Auch reicht es nicht aus, dass sich ein Mitarbeiter gemobbt fühlt. Mobbing liegt nach Definition der „Gesellschaft gegen psychosozialen Stress und Mobbing“ dann vor, wenn eine Person „von einer oder mehreren Personen systematisch und während längerer Zeit direkt oder indirekt angegriffen wird“. Der Begriff Mobbing ist vom englischen Verb „to mob“ (angreifen, attackieren) abgeleitet.

Mobbing am Arbeitsplatz: Auslöser sind Konflikte

Als Führungskraft dürfen Sie Mobbing nicht ignorieren. Denn einen erheblichen Anteil an der Entstehung und Entwicklung von Mobbingprozessen haben Defizite im Führungsverhalten. Führungskräfte übersehen vielfach, dass zwischenmenschliche Konflikte nicht nur auf individuelle Probleme der Beteiligten reduziert werden können, sondern auch durch schlechte Arbeitsorganisation und ein mangelhaftes soziales Klima entstehen. Das Ergebnis ist, dass Spannungen unter den Mitarbeitern als private Angelegenheit angesehen werden und die Führungskraft nicht interveniert. Doch aus ungelösten Konflikten entsteht auf Dauer Mobbing am Arbeitsplatz.

Verdacht auf Mobbing – was tun?

Nicht immer lässt sich Mobbing direkt erkennen. Spätestens aber, wenn einige Ihrer Mitarbeiter ständig negative Bemerkungen über einen Kollegen machen, sich bei Ihnen Beschwerden über diese Person häufen und sie von den Kollegen ignoriert, isoliert, nicht informiert bzw. nicht ins Team eingebunden wird, sollten Sie hellhörig werden. Dann könnte nämlich gemäß der Definition Mobbing vorliegen. Haben Sie einen Verdacht auf Mobbing am Arbeitsplatz, stellt sich die Frage: Was tun?

Als Führungskraft fällt Ihnen ein gemobbter Mitarbeiter am ehesten durch Leistungsminderung, Fehlzeiten und verändertes Verhalten auf. Indizien für Mobbing am Arbeitsplatz sind u.a., dass sich Ihr Mitarbeiter mehr und mehr zurückzieht, zunehmend depressiv wirkt und ohne ersichtlichen Grund versetzt werden möchte oder eines Tages kündigt. Erhärten sich die Anzeichen, dass ein Mitarbeiter aus Ihrer Abteilung gemobbt wird, sollten Sie sofort eingreifen.

1. Schritt: Sprechen Sie den gemobbten Mitarbeiter an

Erwarten Sie aber nicht, dass er sich Ihnen im Gespräch sofort offenbart. Zeigen Sie sich deshalb geduldig. Auch wenn der Mitarbeiter sich Ihnen im ersten Gespräch noch nicht mitteilen möchte, ist es entlastend für ihn, dass Sie das Mobbing am Arbeitsplatz bemerken und ernst nehmen. Das Gespräch mit Ihnen hebt sein angegriffenes Selbstwertgefühl.

2. Schritt: Initiieren Sie ein klärendes Gespräch

Zeigt der Mitarbeiter Gesprächsbereitschaft, fragen Sie ihn, was Sie gegen das Mobbing tun können. Falls sich der Mitarbeiter dafür entscheidet, ein klärendes Gespräch mit den Kollegen in Ihrem Beisein zu führen, sollten Sie als Gesprächsführer keinesfalls Partei für den gemobbten Mitarbeiter ergreifen. Sind Sie im Führen solcher schwierigen Gespräche ungeübt, sollten Sie besser auf einen geschulten Moderator Ihres Unternehmens oder sogar auf einen externen Moderator zurückgreifen.

3. Schritt: Bereiten Sie das Gespräch gut vor

Achten Sie darauf, dass die Mobbingattacken am Arbeitsplatz dokumentiert sind. Am besten berufen Sie sich dabei auf Ihre eigene Beobachtung. Hören Sie sich die Sichtweisen der einzelnen Beteiligten genau an. 

4. Drohen Sie dem Mobber disziplinarische Maßnahmen an

Sollte sich die Zusammenarbeit unter den Kollegen trotz der geführten Gespräche nicht verbessern und das Mobbing am Arbeitsplatz fortgeführt werden, überlegen Sie, welche disziplinarischen Maßnahmen gegen den oder die Mobber möglich sind. Im Notfall (aber auch nur dann) sollte erwogen werden, den gemobbten Mitarbeiter in eine andere Abteilung zu versetzen.

Mobbing am Arbeitsplatz: Das können Sie präventiv tun

Als Führungskraft haben Sie es in der Hand, Mobbing am Arbeitsplatz zu verhindern. Eine vertrauensvolle Umgebung, in der Ihre Mitarbeiter offen und ehrlich miteinander umgehen können, kann dazu ebenso beitragen wie gemeinsam erarbeitete Regeln, die den Umgang untereinander regeln (z.B. „Persönliche Angriffe und Beleidigungen sind bei einer Auseinandersetzung nicht erlaubt“). Denken Sie daran: Sie werden von Ihren Mitarbeitern beobachtet. Seien Sie deshalb in allem ein Vorbild. Unsere Checkliste hilft Ihnen Mobbing am Arbeitsplatz zu vermeiden.

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