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Streit im Team: Praxistipps, wie Sie Konflikte souverän bewältigen

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Wo Menschen miteinander schaffen, machen sie einander auch zu schaffen. Immer wieder gibt es Konflikte und Meinungsverschiedenheiten, mit denen Sie richtig umgehen müssen, um Probleme zu vermeiden. Ignorieren, schönreden oder gar einseitig Partei ergreifen ist immer der falsche Weg.

Oft lassen sich solche Probleme aber mit der notwendigen Umsicht schnell beseitigen. Und selbst tief greifende Konflikte lassen sich – wenn es Ihnen gelingt, an die Wurzel des Übels vorzudringen – meist elegant lösen.

Wollen Sie Konflikte und Zwistigkeiten unter Mitarbeitern sicher auflösenund beherrschen, dann müssen Sie sich zunächst über eine Tatsache im Klaren sein: Konflikte sind vollkommen normal und gehören zum menschlichen Alltag. Brenzlig wird es erst dann, wenn Konflikte sich

  • über einen längeren Zeitraum hinziehen und/oder
  • nicht mehr auf einer sachlichen Ebene ausgetragen werden.

Je mehr Emotionen bei einem Konflikt ins Spiel kommen und je länger diese nicht entsprechend aufgearbeitet werden, umso nachhaltiger sind die Auswirkungen auf Arbeitsmoral und Leistung.

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Bekämpfen Sie Konflikte aktiv

Viele Vorgesetzte setzen in solchen Situationen oft auf die Selbstheilungskräfte von Arbeitsteams und hoffen, dass sich die einzelnen Teammitglieder schon darum kümmern, Konflikte aufzuarbeiten. Doch damit erreichen sie in der Regel nur, dass sich die Fronten verhärten, Zank und Streit immer mehr zunehmen und sich zum Schluss gar nicht mehr beherrschen lassen. So weit dürfen Sie es in gar keinem Fall kommen lassen, denn schließlich ist es Ihre Aufgabe, die Arbeitsteams zusammenzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Arbeitsleistung stimmt.

Darüber hinaus erreichen Sie durch dieses „Aussitzen“ nur, dass Ihre Führungsqualitäten letztendlich von allen Mitarbeitern infrage gestellt werden. Und dies ist der absolute GAU (größter anzunehmender Unfall) für eine Führungskraft. Doch wie gehen Sie richtig mit Konflikten um, und wie lösen Sie sie zielsicher auf?

Probleme entstehen niemals aus dem Nichts, es gibt immer Gründe und Ursachen, die schlussendlich dann zu einem handfesten Konflikt führen. Versuchen Sie deshalb immer, hinter den Auslöser eines solchen Problemkreises zu kommen. Machen Sie sich also auf die Suche nach den Wurzeln des Problems, anstatt an den Symptomen herumzudoktern. Doch wenn der Konflikt ein gewisses Stadium erreicht hat, nutzt es oft auch nichts mehr, wenn Sie in akribischer und mühevoller Kleinarbeit die Ursachen gefunden haben. Der Konflikt ist eskaliert, die Fronten verhärtet, und die Emotionen kochen so hoch, dass Sie fast chancenlos sind.

Gewöhnen Sie sich deshalb an, immer äußerst hellhörig durch das Lager zu spazieren und sich dabei permanent folgende 6 Fragen zu stellen:

  1. Bemerken Sie schlechte Laune bei einigen oder allen Mitarbeitern?
  2. Wie äußert sich die schlechte Stimmung im Team? Ernsthafte Hinweise auf solche Stimmungstiefs können übrigens eisige Ruhe genauso wie lautstarke Auseinandersetzungen sein.
  3. Welche Mitarbeiter sind an dem Konflikt beteiligt?
  4. Von welchen Personen geht eine schlechte Stimmung aus? Zum Streiten gehören mindestens immer 2, deshalb sollten Sie mit Ihrer Suche nach den Verursachern weitermachen, auch wenn Sie schon eine Person ausgemacht haben.
  5. Stellen Sie sich immer die Frage, ob Situationen mit „dicker Luft“ vielleicht nur bei bestimmten Tätigkeiten oder Personenkonstellationen auftreten.
  6. Prüfen Sie, ob solche Konflikte auf einzelne Teams begrenzt sind oder ob sie bereits Auswirkungen auf andere Bereiche haben.

Sie werden recht schnell feststellen, dass sich Konflikte immer auf 4 typische Ursachen zurückführen lassen:

  1. 2 Mitarbeiter können sich im wahrsten Sinne des Wortes „nicht riechen“. Kommen sie in der täglichen Arbeit zusammen, gibt es regelmäßig Ärger.
  2. Eine weitere häufige Ursache ist der Ärger mit einem bestimmten Mitarbeiter, der immer querschießt und so die anderen in Rage versetzt.
  3. Häufig anzutreffen ist auch der gruppendynamische Konflikt, bei dem auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen ist, warum er entstanden ist.
  4. Schließlich gibt es noch den Konflikt, bei dem sich 2 verschiedene Teams in den Haaren liegen.

So erreichen Sie, dass Konflikte gar nicht erst entstehen

Wenn Sie sich die obigen Fragen gestellt und die Art des Konflikts herausgefunden haben, werden Sie oft feststellen, dass die Ursache eine Kleinigkeit ist, die man obendrein sogar noch recht einfach ändern kann. So kommt es beispielsweise recht häufig vor, dass Mitarbeiter auf die bessere Arbeitsmaterialausstattung eines anderen oder eines anderen Teams neidisch sind. Oder die Mitarbeiter arbeiten einfach auf zu engem Raum und gehen sich so leicht auf die Nerven. Manchmal ist es auch schlicht und ergreifend ein gescheitertes Projekt oder ein schiefgelaufener Arbeitsgang, der das Team belastet.

Hier können Sie oft recht einfach eingreifen und so Konfliktsituationen schon in der Entstehung unterbinden. Haben alle gleich taugliche Arbeitsmaterialien, dann entsteht kein Neid. Auch räumliche Missstände lassen sich mit ein bisschen gutem Willen und Organisationstalent leicht beheben oder zumindest verbessern. Schwieriger sind da oft Situationen in den Griff zu bekommen, bei denen sich 2 Teams miteinander streiten.

Auch wenn die Vorstellungen mehrerer Mitarbeiter oder Teams zu Arbeitsabläufen differieren, unterschiedlich hohe Belastungen zwischen einzelnen Stellen oder Teams zutage treten oder Zuständigkeiten nicht genau geklärt sind, kommt es oft zu teilweise erheblichen Konflikten, die sich fatalerweise recht langsam aufbauen – um dann mit geballter Kraft loszuschlagen!

Tipp: Begehen Sie bei der Konfliktanalyse niemals den Fehler, sich selbst außer Acht zu lassen. Denn auch Sie sind Teil des gesamten Arbeitsprozesses.

Wenn Sie sich selbst nämlich in die Analyse einbeziehen, werden Sie feststellen, dass Sie einiges unternehmen können, um Konflikte aufzuarbeiten oder erst gar nicht entstehen zu lassen.

Nehmen Sie sich dabei immer folgende Punkte zu Herzen

  • Binden Sie alle Mitarbeiter so weit wie möglich in Ihre Entscheidungen mit ein. So werden Lösungen und Maßnahmen von den Mitarbeitern mitgetragen.
  • Geben Sie Ziele und Arbeitsweisen nicht „von oben herab“ vor. Wenn Sie diese mit den Teams gemeinsam erarbeiten, steht jedes Teammitglied viel stärker hinter den erarbeiteten Regeln und befolgt sie auch eher.
  • Fällen Sie Entscheidungen nicht nur nach reinen Fakten. Schließen Sie die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Mentalitäten und Interessenlagen Ihrer Mitarbeiter in Ihre Überlegungen mit ein.
  • Sparen Sie nicht mit Lob und Aner kennung. Jeder Mensch freut sich, wenn er etwas besonders gut gemacht hat und hierfür ein kleines „gut gemacht“ zu hören bekommt. Dadurch wird jede Laune besser, und kleinere Probleme bringen einen bei guter Laune nicht so leicht aus dem Konzept.
  • Streben Sie eine umfassende und zeitnahe Informationspolitik an. Wenn ein Team von Ihnen über Änderungen – gleich welcher Art – erfährt, ist dies allemal besser, als wenn die Gerüchteküche brodelt. Selbst wenn es unangenehme Nachrichten sein sollten, die Sie zu überbringen haben.
  • Ein ganz wichtiger Punkt zur Konfliktvermeidung ist die klare und eindeutige Definition von Zuständigkeiten. Und zwar auf der Ebene des einzelnen Mitarbeiters genauso wie zwischen Teams.
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