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Einen "Beauty-Salon" für Hunde richtig aufziehen

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Urheber: fotowebbox | Fotolia

Von Astrid Engel,

Laut Industrieverband Heimtierbedarf leben heute rund 5,4 Millionen Hunde in Deutschland. Nutzen Sie diesen Massenmarkt für Ihren Start in die Selbstständigkeit.

Nicht nur einfach Hunde waschen und striegeln

In ca. 13 Prozent der Haushalte gibt es einen Hund. Natürlich kann sich nicht jeder Besitzer einen professionellen Hundefriseur leisten, doch selbst wenn es nur ein Viertel von ihnen tut, ist das immer noch ein gigantischer Markt. "Der kleine Liebling" soll es schließlich gut haben. 

Vergessen Sie auch nicht, dass diese Art der Dienstleistung regelmäßig in Anspruch genommen wird. Wenn Sie erst einmal Kundschaft haben, wird diese wahrscheinlich ein- bis zweimal im Monat Ihre Dienste benötigen. Und das bedeutet ein regelmäßiges Einkommen für Sie. Selbst in Krisenzeiten geben die Leute trotzdem immer Geld für ihre geliebten Haustiere aus - so wie für ihre Kinder. Daher ist diese Geschäftsidee besonders krisensicher.

Wie man in dieser Branche Fuß fasst 

Diese Geschäftsidee hat den praktischen Vorteil, dass Sie sie auf unterschiedliche Art verwirklichen können, je nachdem, wie Sie sich Ihre Arbeit vorstellen und wie viel Sie investieren wollen.

Sie können zu Hause arbeiten: So benötigen Sie kaum Startkapital. Wenn Sie zu Hause arbeiten, können Ihnen die Kunden ihre Tiere vorbeibringen. Wenn Ihnen ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung steht, können Sie auch anbieten, die Hunde abzuholen und wieder nach Hause zu bringen. Allerdings brauchen Sie einen speziell für Ihre Arbeit eingerichteten Raum mit Wasser- und Stromanschlüssen. Das kann zum Beispiel ein von Ihrem Wohnhaus abgeteilter Raum sein.

Sie können in die Häuser Ihrer Kunden gehen: Genau wie ein mobiler Friseur, nur für Hunde. Fahren Sie zu Ihren Kunden und waschen und pflegen Sie die Tiere in ihrem Zuhause. Das ist die mit Abstand günstigste Variante. Sie eignet sich besonders für Kunden, deren Hunde nicht gerne Auto fahren oder die ihr Haustier nicht in der Obhut Fremder lassen wollen. Vergessen Sie jedoch nicht, dass manche Kunden gerade deshalb an einen Tierfriseur beauftragen, weil sie diese nasse Aktion nicht in ihrem eigenen Haus veranstalten wollen. Das könnte ein Wettbewerbsnachteil für mobile Dienstleister sein.

Sie können mit einem mobilen Hundesalon arbeiten: Einige der zum Kauf angebotenen Hundesalons mit Komplettausstattung (mehr dazu später) sind mobile Salons, bei denen Sie in einem entsprechend ausgestatteten Kleintransporter arbeiten. Diese verfügen oft auch über spezielle eingebaute Geräte zum Waschen und Trocknen der Hunde.

Diese gehobene Geschäftsvariante ist anfangs aber recht teuer und hat hohe Betriebskosten. Deswegen müssen Sie die Preise höher kalkulieren und benötigen viel mehr Kunden, um Gewinn zu machen.

Sie können in einem Laden arbeiten: Mieten Sie ein Ladenlokal und richten Sie es als Hundesalon ein. Der größte Vorteil daran ist, dass dies einen sehr professionellen Eindruck macht und Ihnen auch Laufkundschaft einbringt. Nachteile sind die hohen Start- und Betriebskosten. Dies ist vermutlich die teuerste Variante. 

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Diese Ausstattung benötigen Sie 

Ein Vorteil dieser Geschäftsidee ist, dass man so gut wie keinen teuren Spezialbedarf benötigt, um anfangen zu können. Sie benötigen mindestens folgende Grundausstattung:

  • eine Hundebadewanne - manche Hundefriseure verwenden auch ein (stabiles, nicht aufblasbares) Kinderplanschbecken
  • mehrere Eimer
  • Trimmer
  • Kämme und Bürsten
  • Handtücher
  • Hundeshampoo und Pflegespülung
  • professioneller Haartrockner
  • Feuchttücher
  • Schutzkleidung (für Sie)

Denken Sie daran, Ihr Geschäft zu versichern. So sind Sie gegen Forderungen der Hundebesitzer oder im Verletzungsfall abgesichert. Das wird hoffentlich nicht passieren, aber Sie sollten für den Ernstfall vorbauen.

Benötigte Ausbildung

Falls Sie vorhaben, ein wirklich professionelles Gewerbe aufzuziehen, werden Sie (oder Ihre Angestellten) mit ziemlicher Sicherheit eine Ausbildung benötigen, bevor es losgehen kann. Bedenken Sie, dass Sie wahrscheinlich nicht nur das Waschen und Pflegen lernen müssen, sondern auch den Umgang mit verschiedenen Hunden.

Wenn Sie selbst ein begeisterter Hundehalter sind und das Waschen und Pflegen Ihres Tieres gewohnt sind, müssen Sie wahrscheinlich weniger dazulernen als ein Anfänger. Vergessen Sie dabei nicht, dass die Hunde Ihrer Kunden vermutlich eine größere Herausforderung darstellen als Ihr eigener Hund - besonders in der Obhut eines Fremden.

Bewerben Sie Ihren Hundesalon

Ermitteln Sie zuerst Ihre ideale Zielgruppe. Zwar könnte fast jeder Hundebesitzer zu Ihrem Kunden werden, aber manche werden es eher als andere. Zu ihnen gehören erstens die Besitzer von Rassehunden und zweitens jene, deren Hunde an Ausstellungen teilnehmen.

Diese Kunden werden Ihre Dienste nicht nur häufiger in Anspruch nehmen, sondern sind auch bereit, mehr dafür zu zahlen - wofür sie allerdings auch Qualitätsarbeit verlangen. Ihre Werbung sollte sich also vor allem an diese Kundschaft richten.

So finden Sie Ihre Kundschaft. 

Es spricht nichts dagegen, mit herkömmlichen Methoden zu werben - mit Zeitungsinseraten, Werbepostern oder Postwurfsendungen.

Aber um die gewünschte zahlungsfreudige Kundschaft anzusprechen, müssen Sie pfiffig sein und Ihre Dienste an den Orten bekannt machen, die von den Hundehaltern Ihrer Zielgruppe frequentiert werden. Hier sind ein paar Vorschläge für Sie:

Tierhandlungen. Kontaktieren Sie Tierhandlungen in Ihrer Umgebung. Fragen Sie, ob Sie ein Werbeposter ins Fenster hängen dürfen. Wenn Sie hier auch einkaufen, dürfen Sie vielleicht sogar gratis werben, ansonsten bieten Sie eine geringe Monatsgebühr an. Falls der Ladenbesitzer selbst einen Hund hat, bieten Sie ihm einen kostenlosen Termin an - und bitten Sie ihn danach, Sie weiterzuempfehlen.

Hundeschulen. Ein wertvoller Tipp, denn so treffen Sie auf neue Hundehalter, die noch nicht von anderen Hundefriseuren umworben wurden. Fragen Sie den Ausbilder, ob er Sie weiterempfiehlt, oder, noch besser, stellen Sie sich und Ihr Angebot kostenlos in einem Kurs vor.

Hundepensionen. Das könnte der Haupttreffer sein. Hier wartet vermutlich nicht nur genügend Arbeit auf Sie, sondern vielleicht auch ein perfekt geeigneter Arbeitsplatz, auch wenn Sie vermutlich mit den Betreibern der Hundepension eine Provision aushandeln müssen. (Manche dieser Pensionen bieten solche Dienste selbst an, daher sollten Sie sich vorher schlau machen.)

Tiervermittlung und Tierheime. Fragen Sie, ob man Sie weiterempfehlen oder Ihre Flyer den Informationsmappen für neue Besitzer hinzufügen würde. Machen Sie eine Spende oder bieten Sie ein paar kostenlose Pflegedienste an.

Tierärzte. Auch hier könnte das ganz große Geschäft auf Sie warten. Fragen Sie, ob Sie ein Werbeposter in der Praxis aufhängen dürfen oder ob man Ihre Flyer auslegen würde. Vielleicht dürfen Sie sogar Ihre Postwurfsendungen an die Adressen der Hundehalter in der Kartei verschicken oder außerhalb der Praxiszeiten die Räume verwenden. Handeln Sie eine finanzielle Regelung aus.

Hundeausstellungen. Hier treffen Sie auf Menschen, welche die Hundehaltung wirklich ernst nehmen. Hierfür brauchen Sie wahrscheinlich schon ein gewisses Maß an Erfahrung. Sie könnten sich auch auf bestimmte Hunderassen spezialisieren und sich so von der Konkurrenz abheben. 

Zusätzliche Dienstleistungen 

Und es winken weitere Verdienstmöglichkeiten, wenn Ihr Geschäft erst einmal läuft - und zwar indem Sie Ihren Kunden Zubehör und andere Dienste rund um den Hund anbieten.

Wenn Sie erst das Vertrauen eines Hundehalters gewonnen haben, ist es relativ leicht, ihm noch weitere Produkte und Dienste zu verkaufen, wie etwa 

  • Hundenahrung,
  • das Ausführen der Hunde von viel beschäftigten Hundebesitzern,
  • "Hunde-Sitting" für Hundebesitzer, die auf Reisen gehen und ihre Hunde woanders unterbringen wollen, oder
  • Fotos vom frisch gestriegelten Hund; Sie können mit einem professionellen Fotografen in Ihrer Umgebung eine Kooperation eingehen und die Portraitfotos für ihn anbieten. Sie vereinbaren eine Provision mit dem Fotografen für die Vermittlung.
Gründer-Wissen

Sie haben eine Geschäftsidee? Sie suchen ein zweites Standbein? Sie wollen frischen Wind in Ihr Leben bringen? Aber Sie wissen nicht, wie Sie „es“ anfangen sollen? Was Sie als erstes tun müssen, damit Ihre Idee auch ein Erfolg wird? Lesen Sie „Gründer-Wissen“!

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