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So spüren Sie gute neue Geschäftsideen auf

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Geschäftsideen
Urheber: K.-U. Häßler | Fotolia

Von Michael Jansen,

Haben Sie Lust, nach neuen Ideen zu fahnden, sich Gedanken zu machen und zu überlegen: Was könnte meinen Kunden gefallen und ihnen Lösungen für ein Problem schaffen?

Nehmen wir einfach mal an: Wir wollen unseren Kunden einen Zusatznutzen schaffen. Und diesen Extraservice oder dieses Extraprodukt zahlt der Kunde extra.

Eine einfache Fallstudie erklärt, um welches Muster es gehen sollte, Produktbeispiel: Coca-Cola in Dosen. Der Kunde kann sie als Sechserpack kaufen, im Supermarkt, 48 Cent pro Dose. Im Juni an einem heißen Sommertag im Park hat der Kunde eine ganz andere Wertschätzung.

Für die eisgekühlte Coca-Cola, serviert von einem mobilen Verkäufer genau am Punkt des größten Durstes, zahlt er mit Freude 2,20€ für die Dose. Das sind 358% Preisprämie, den Unterschied macht allein das Angebotsformat.

Wir sehen dieses Muster derzeit als Innovation auf vielen Märkten:

  • Der Dienstleister Pirtek liefert just-in-time Hydraulikteile für Baumaschinen. So wird der havarierte Bagger nicht zum teuren Bremsklotz.
  • Die lange benötigten Programmriererleistungen lassen sich plötzlich ganz einfach beschaffen, per Klick gebucht über www.upwork.com
  • Wer bohren will, muss die Bohrer nicht mehr anschaffen, sondern kann beim Hersteller Hilti einfach eine Nutzungsstunde buchen: über einen Bereitstellungsvertrag.
  • Ähnlich geht es bei Carsharing-Angeboten wie car2go. Sie zahlen nur dann und minutengenau, wenn Sie ein Auto im Stadtgebiet aufpicken und fahren.

Daran erkennen wir: Es gibt neue Ansätze und Quellen für unternehmerischen Erfolg. Es ist nicht der billigere Zulieferer oder die neue Abkürzung in der Fertigung, die wieder ein paar Euro ersparte Stück- kosten einbringt. Der Wettbewerbsvorteil von morgen, das zeigt die eisgekühlte Coca-Cola-Dose sinnbildlich, liegt nicht innerhalb Ihres Unternehmens, sondern außerhalb. Es sind nicht eingesparte Kosten oder Prozessminuten, die den Vorsprung bringen, sondern Kundennutzen in neuem Format.

Gehen Sie mit auf die Ideenreise und lassen Sie sich inspirieren – beispielsweise von neuen Formaten, neuen Angeboten, neuen Serviceideen, die Kunden in den nächsten 10 Jahren nutzen wollen. Trendforscher sagen beispielsweise voraus, dass Menschen demnächst alle 2 bis 3 Jahre ihren Job wechseln und vermutlich damit auch Unternehmen und Städte – sogenannte Job-Nomaden. Genau diese Job-Nomaden möchten aber nicht alle Dinge des Lebens besitzen und von Stadt zu Stadt transportieren. Sie wollen Zugang zu Dingen haben und die Chance, diese Dinge zu mieten.

Noch verrückter ist vielleicht die Prognose, dass Waschmaschinen ein Auslaufmodell sind. Heißt: Menschen in 10 Jahren wollen nicht mehr selbst waschen. Der Nutzer von morgen drückt in der Wohnung einfach auf einen Knopf, die Wäsche wird abgeholt und sie wird zurückgeliefert zum günstigen Zeitpunkt. Das Besitzen einer Waschmaschine empfindet die junge Generation als Belastung und Zeitaufwand. Ähnlich geht es mit dem Einkaufen. Schon heute kann man sich seine Einkaufsliste nach Hause schicken lassen.

Denken Sie ähnlich – was wird passieren, wie wird der Kunde sich verändern, welche Lösung will er? Hätten wir den Kunden vor Jahren gefragt, er hätte nicht vorausgesehen, dass das iPhone zum unverzichtbaren Begleiter wird. Also: Scannen Sie das Territorium des Kunden nach unentdecktem Nutzen ab!

3 verrückte Geschäftsideen, die bald auch in Deutschland Fuß fassen können

USA:  Drohnen-Stadion

Drohnen-Rennen werden sich in den kommenden Jahren zu einer ernst zu nehmenden Sportart entwickeln. In den USA ist gerade die erste professionelle Liga an den Start gegangen. Bei den Rennen steuern 12 Piloten selbst gebaute Mini-Hubschrauber über einen Hindernisparcours. Er wird etwa in Sportstadien oder leeren Einkaufszentren aufgebaut. Die Drohnen erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 130km/h.

Der Clou: Die Fluggeräte haben Rundum-Kameras an Bord, sodass sich Zuschauer mit einer Datenbrille das Rennen aus der Ich-Perspektive anschauen können. Schon im Jahr 2020 sollen mit Drohnen-Rennen weltweit 4,4 Mrd. US-Dollar umgesetzt werden, Haupteinnahmequelle sollen bezahlte Video-Downloads sein. Schauen Sie sich unbedingt das Video eines solchen Rennens an unter: thedroneracingleague.com

USA/China/Europa: Rollerwege

Im Jahr 2020 werden rund 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben, 2/3 davon in Städten (UN Prognose). Folge: Der Autoverkehr wird in den Städten aus Platzmangel bald stark eingeschränkt sein. Künftig sieht das neue Mobilitätsverhalten so aus: Die Bewohner nutzen für alle längeren Strecken den ÖPNV (U-Bahn, Elektrobus, Hyperloop), die letzten Kilometer legen sie mit persönlichen E-Mobilen zurück, etwa mit elektrisch angetriebenen Tretrollern oder Fahrrädern. Um für sie Platz zu schaffen, werden Autospuren in Rollerwege umgestaltet. In China etwa verkauft sich derzeit der UScooter sehr gut. Dieser Tretroller mit Elektroantrieb schafft Tempo 30 und hat eine Reichweite von 21 Meilen (Preis: rund 1.000 US-Dollar, uscooters.com).

China/Europa: Batterie-Wechselstationen

Immer mehr Stadtbewohner werden sich künftig mit E-Mobilen fortbewegen, doch die Ladezeiten der Akkus bleiben lang. Deshalb werden die Menschen ihre Batterien einfach an speziellen Wechselstationen austauschen, wenn sie leer sind. Einen solchen Service gibt es in Taipeh schon: Hier betreibt das Unternehmer Gogoro eine Flotte von 3.000 Elektrorollern. Das Preismodell: Kunden kaufen das Zweirad samt einem monatlichen Kilometer-Kontingent. Ist der Akku leer, können sie ihn an einem Selbstbedienungskiosk entlang des Weges gegen einen vollen umtauschen; die fußballgroßen Batterien reichen für rund 100 Kilometer. Gogoro will seinen Service 2016 auch in Europa einführen (gogoro.com). Trends und Geschäftsideen haben oft et- was gemeinsam. Es sind meist die Trends, die Gründer zu neuen Geistesblitzen tragen. Den Trend erst einmal dingfest gemacht, beschäftigt sich der Gründer mit folgenden Fragen: Welche Geschäftsidee könnte aus dem Trend entstehen? Und schafft man es, den Trend mit einer Lösung für Kunden zu verknüpfen.

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3 pfiffige Geschäftsideen,
die in Deutschland Furore machen

München: Entdecke deine Stadt

Ausgestorbene Innenstädte – shoppen nur noch vom Sofa? Was kann man tun, um den stationären Einzelhandel – vor allem auch in ländlichen Gebieten – zu stärken? Klaas Klasing aus München hatte Ende 2014 die Idee, die Welt da draußen ein bisschen unterhaltsamer zu machen und Menschen und Orte zusammenzuführen. Zu jedem Ort gibt es spannende Ge- schichten − LOCLET hilft, sie spielerisch zu entdecken. LOCLET ist ein ortsbasiertes Quizspiel, bei dem Spieler spannende Rätsel, sogenannte „LOCLETS“, an Orten in der Stadt lösen und platzieren können. Die LOCLET-App belebt die Innenstädte und führt potenzielle Kunden zu lokalen Einzelhändlern. Lokale Einzelhändler, Handwerksbetriebe oder Dienstleister können durch die Platzierung spannender LOCLETS ihr Geschäft zu einem Teil des Spielgeschehens machen. So kann beispielsweise der Händler im urbanen Raum direkt mit potenziellen Käufern interagieren.

„Mittlerweile sind wir ein mehrköpfiges Team, haben unsere App für iPhone und Android veröffentlicht und freuen uns über 4.700 Rätsel in Deutschland und Österreich aus unserer wachsenden Community von Spielern“, erzählt Gründer und Geschäftsführer Klaas Klasing.

Bremen: Kombination von On- und Offline-Handel

Schon vor circa 4 Jahren hatten 3 Bremer ihre eigene Geschäftsidee. Die Bremer Gründer stellten fest, dass der durchschnittliche Bürger in der Hansestadt rund 10.000 Gegenstände besitzt – darunter beispielsweise mehrere Handys, Computermonitore, CDs. Ihre Idee mySWOOOP war geboren: Kerngeschäft ist der An- und Verkauf von verschiedensten neuen und gebrauchten Artikeln aus einer Vielzahl von Kategorien. Wohlwissend, dass es bereits Re-Commerce-Firmen gibt wie momox oder rebuy, starteten die Bremer ihr Business, aber setzten noch einen drauf, um sich von Wettbewerbern deutlich abzuheben. Ihre Besonderheit ist der Multi-Channel-Ansatz. Nicht nur im Internet (www.myswooop.de), sondern auch in ei- genen Geschäften in Bremen werden die Waren an- und verkauft. Die jetzt 4 Geschäftsführer Benjamin Gabriel, Simon Gabriel, Jan-Lucca Sielski und Nicolas C.S. Helms konnten ihren Umsatz in den letzten 12 Monaten verzwölffachen und haben die Millionen-Umsatz-Grenze erstmals durchbrochen. Ein Ausbau ihres Filialnetzes ist angekündigt.

Weitere Serviceleistungen haben die Gründer inzwischen in ihr Angebot übernommen: Gewerblichen Kunden, die höhere Stückzahlen verschiedener Artikel verkaufen lassen möchten, bietet das Unternehmen einen umfangreichen Fulfillment Service an. Und auch ein Reparaturservice für technische Geräte bietet das Bremer Unternehmen. Seit Oktober 2014 gehört mySWOOOP zur Melchers GmbH & Co KG und befindet sich auf erfolgreichem Kurs. Einschätzung der Redaktion: Trotz Konkurrenz haben die Bremer ihren eigenen Weg gefunden. Mit einem Zusatzservice heben sie sich von anderen ab und bieten mit dem Filialsystem eine besondere Art der Kundennähe. Jeder Gründer oder Jungunternehmer, der in einem bestehenden Markt einsteigen möchte, sollte um seine Idee einen Zusatznutzen für Kunden schaffen und sich mit individuellen Lösungen von anderen abgrenzen.

Magdeburg: Kinderkleidung mieten, statt zu kaufen

Share Economy gehört zu den großen Trends dieses Jahrzehnts. Ob Autos, Wohnungen oder Bücher – es gibt kaum etwas, das nicht geteilt wird. Ein in Europa bislang einzigartiges Modell ist das Mieten von Kinderkleidung. Diese Idee verwirklichte vor Kurzem das Magdeburger Start-up-Unternehmen Kilenda. Das Konzept geht auf: Die Kundenzahl wurde innerhalb der letzten 12 Monate vervierfacht. Auch die Mitarbeiterzahl und die Produktpalette wuchsen rasant. Die Idee der beiden Jungunternehmer Hendrik Scheuschner und Patrick Trübe: Eltern leihen gegen eine monatliche Gebühr Hosen, Kleider und Pullis bei Kilenda, statt alles zu kaufen. Was zu klein geworden ist, nicht mehr zur Jahreszeit passt oder nicht mehr gefällt, wird kostenfrei an Kilenda zurückgeschickt – ohne Zusatzgebühr, auch wenn der Karottenbrei auf der schicken Bluse Flecken hinterlassen hat. Inzwischen platzt das 500 Quadratmeter große Büro mit Lagerraum aus allen Nähten. Aus ursprünglich 100 Produkten wurden fast 3.000. Und mittlerweile nutzen über 2.000 Eltern den Kilenda-Service. Gründer Hendrik Scheuschner erklärt die nachhaltige Kundenbindung. „Unsere Kunden sind sehr zufrieden. Wer einmal mit dem Mieten anfängt, bleibt auch dabei.“ Der Anfang als Gründer war allerdings holprig und schwer. Markenartikler von Kindertextilien, die die Magdeburger für eine Kooperation gewinnen wollten, zeigten sich skeptisch und winkten ab. Heute führen sie in ihrem Online-Shop www.kilenda.de knapp 3.000 Artikel von über 35 Marken.

Einschätzung der Redaktion: Gebrauchsgüter teilen liegt voll im Trend. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers im Juni 2015 wollen 64% der Bundesbürger in den nächsten 2 Jahren Angebote der Share Economy nutzen. Da lohnt sich doch ein Brainstorming. Welche Produkte, welche Serviceleistungen des täglichen Bedarfs könnten Menschen in Zukunft teilen wollen? In diesem Fallbeispiel liegt der Vorteil auf der Hand: Kleinkinder- und Kinderkleidung ist teuer, und der Nachwuchs wächst schnell aus den passenden Größen heraus. Gibt es andere Produkte, die diese Vorteile auch beinhalten? Mit der Beantwortung dieser entscheidenden Fragen sind Sie Ihrer Geschäftsidee ein Stück näher.

Gründer-Wissen

Sie haben eine Geschäftsidee? Sie suchen ein zweites Standbein? Sie wollen frischen Wind in Ihr Leben bringen? Aber Sie wissen nicht, wie Sie „es“ anfangen sollen? Was Sie als erstes tun müssen, damit Ihre Idee auch ein Erfolg wird? Lesen Sie „Gründer-Wissen“!

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