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Arbeitsstätten sind so einzurichten, zu benutzen und instand zu halten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die...

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Arbeitsstättenverordnung: Brandschutzordnung -So planen Sie für den Notfall

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Arbeitsschutz Brandschutzordnung

Von Wolfram von Gagern,

Ordnung ist das halbe Leben. Auch wenn Sie diese Devise in manchen Zusammenhängen für übertrieben halten, sollten Sie sie beim Brandschutz ruhig wörtlich nehmen.

Denn wenn im Falle eines Falles alles drunter und drüber geht und keiner weiß, wie er sich und andere ruhig und besonnen in Sicherheit bringt, ist die Katastrophe – mit Verletzten und vielleicht sogar Toten – vorprogrammiert. Stellen Sie darum rechtzeitig eine auf Ihren Betrieb zugeschnittene Brandschutzordnung auf und sorgen Sie durch Unterweisungen und Übungen dafür, dass Ihre Kollegen „im Schlaf“ wissen, wie sie sich bei einem Feuer zu verhalten haben.

Was der Zweck einer Brandschutzordnung ist

Zweck einer Brandschutzordnung ist es, alle Informationen und Regelungen, die im Brandfall wichtig sind, zusammenzustellen und den Beschäftigten in regelmäßigen Unterweisungen und Aushängen bekannt zu geben. Aufbau und Inhalte einer Brandschutzordnung sind in der DIN 14096 „Brandschutzordnung“ geregelt. Danach umfasst eine Brandschutzordnung 3 Teile:

  • Teil A: Aushang zum Brandschutz und zum Verhalten im Brandfall in der Betriebsstätte für Beschäftigte und Besucher bzw.
  • Teil B: Ausführliche Informationen und Anweisungen für alle Beschäftigten. Diese müssen Sie im Rahmen von Sicherheitsunterweisungen vermitteln.
  • Teil C: Spezielle Regelungen für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben, wie z. B. Brandschutzbeauftragte.

Wichtig: Die Teile B und C der Brandschutzordnung müssen Sie im Einvernehmen mit der Feuerwehr erstellen.

Brandschutzordnung - Teil B: Regelungen für Ihre Belegschaft

Teil B ist für Personen bestimmt, die sich nicht nur vorübergehend in dem Betrieb aufhalten, also in erster Linie für Ihre Kollegen. Er enthält ggf. recht umfangreiche Regelungen für die Brandverhütung und das Verhalten im Brandfall, die Sie im Rahmen einer Unterweisung allen Betroffenen vermitteln müssen. Diese Regelungen umfassen beispielsweise:

  • Brandschutzvorkehrungen bei Schweiß-, Schneid- und Lötarbeiten
  • Anweisungen für das Verhalten bei Gasgeruch
  • Rauchverbote
  • Hinweise, dass Fluchtwege, Rettungswege und Notausgänge frei zuhalten sind
  • Hinweise auf Brandmelder, Angaben über Feuerlöscher, Wandhydranten und Löschdecken und deren Standorte
  • Hinweise, wie und an wen eine Brandmeldung abzugeben ist
  • Hinweise, welche Alarmsignale gegeben werden und was sie bedeuten
  • Festlegungen zu den Personen, die im Brandfall Anweisungen erteilen dürfen
  • Angaben über Fluchtwege und Sammelplätze
  • Anweisungen, wie der Gefahrenbereich zu verlassen ist und wie Kunden aus Gefahrenbereichen zu leiten sind

Brandschutzordnung - Teil C: Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben

Dieser Teil richtet sich an Personen, denen über ihre allgemeinen Pflichten hinaus besondere Aufgaben im Brandschutz übertragen sind (z. B. Brandschutzbeauftragte). Hier sollten Sie regeln, was diese Personen im Brandfall zu tun haben. Außerdem sollten Sie darin noch weitere Festlegungen treffen, z. B.:

  • Wer ist für den Brandschutz verantwortlich?
  • Wohin werden die Beschäftigten nach der Evakuierung gebracht?
  • Wer überprüft die vollständige Räumung?
  • Wer öffnet die Zufahrt zum Grundstück?
  • Wer weist die Feuerwehr ein und informiert den Einsatzleiter?

 

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